Rückkehr nach Deutschland

Trotz Testspiel-Niederlage: Hütter "rundum zufrieden"

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Gegen Philadelphia Union kassierte die Eintracht eine Niederlage.

Philadelphia/Frankfurt - Nach achttägigem Trainingslager in den USA kehrt Eintracht Frankfurt in die Heimat zurück. In Amerika lernten die Spieler den neuen Chefcoach Adi Hütter und seine offensive Spielphilosophie kennen.

Das WM-Endspiel wollten sich die Profis von Eintracht Frankfurt zum Abschluss des Trainingslagers in den USA und vor dem Rückflug in die Heimat nicht entgehen lassen. Einen Tag nach der 0:1 (0:0)-Niederlage des DFB-Pokalsiegers am Samstag (Ortszeit) gegen den MLS-Club Philadelphia Union sollte eine US-Sportsbar der Treffpunkt für das gemeinsame Fernsehen sein. Allerdings mussten die Frankfurter wegen der Zeitverschiebung recht früh aufstehen, um ab 11.00 Uhr Ortszeit ihren kroatischen Teamkollegen Ante Rebic im Finale gegen Frankreich zu erleben.
Der hessische Fußball-Bundesligist verabschiedete sich sportlich mit einer Niederlage in Philadelphia. Den einzigen Treffer schoss kurz nach der Halbzeitpause Derrick Jones (49. Minute). Die Frankfurter konnten zahlreiche gute Chancen nicht nutzen. Damit musste die Eintracht ohne Erfolg aus den USA abreisen.

In der ersten Partie am Dienstag (Ortszeit) gegen das MLS-Team Real Salt Lake hatte es immerhin zum 1:1 gereicht. Der neue Chefcoach Adi Hütter attestierte nach dem zweiten Testspiel trotz der Niederlage, dass es "schon besser als das gegen Real Salt Lake" gewesen sei, monierte aber auch: "Wir müssen vor dem Tor konsequenter werden."

Für den Österreicher Hütter standen mehr als die Testspiel-Resultate das Kennenlernen der Spieler und ihren Fähigkeiten sowie das Vermitteln seiner offensiven Spielphilosophie mit konsequenten Pressing im Fokus. "Wir trainieren, was ich sehen will. Und ich bin sehr zuversichtlich, weil ich schon gute Sachen gesehen habe", sagte Hütter dem "Hessischen Rundfunk" und betonte: "Ich bin rundum zufrieden."

Auch bei den Profis scheinen die Ansprache und der gewünschte zukünftige Spielstil vom Nachfolger von Niko Kovac, der zum FC Bayern gewechselt ist, anzukommen. "Man merkt schon, dass er darauf steht, das Spiel nach vorne zu bringen. Wir hoffen, dass alles umsetzen zu können, was er von uns verlangt", sagte Verteidiger Danny Da Costa.

Dass dies nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Lukas Hradecky, Marius Wolf, Omar Mascarell und Kevin-Prince Boateng etwas Zeit brauchen wird, weiß Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. "Er übernimmt eine Mannschaft, die im Umbruch ist, und er wird seine Zeit bekommen. Und es wird schwierige Phasen geben, in denen wir hinter ihm stehen werden", versicherte er. Wie Hütter in den USA aufgetreten und gearbeitet hat, beeindruckte Bobic: "Er hat eine unheimliche Ruhe, aber auch eine brutale Zielstrebigkeit und Ansage."

Nach der Rückkehr aus den USA nach Hessen wird bis zum nächsten Trainingslager vom 29. Juli bis 5. August in Gais/Südtirol in Frankfurt trainiert. Dann stößt auch der portugiesische Neuzugang Gonçalo Paciência (FC Porto) zum Kader. Das Supercupspiel am 12. August gegen den deutschen Meister Bayern München wird nicht nur der erste große Härtetest sein, sondern auch das erste Duell zwischen Vorgänger Kovac und Nachfolger Hütter. (dpa)

Quelle: op-online.de

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