Gegen Stuttgart ohne Gegentor

Trapp ist der neue Anführer bei der Eintracht

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Kevin Trapp

Frankfurt - Sieben Tore gegen Düsseldorf, vier gegen Rom, vier gegen Hannover, jetzt drei in Stuttgart - die Stürmer stehen bei der Frankfurter Eintracht im Mittelpunkt aller Lobeshymnen. Aber die Eintracht kann auch längst auf eine stabile Defensive bauen. Von Peppi Schmitt

Makoto Hasebe spielt seit Wochen überragend, David Abraham findet immer zur alten Form zurück und Evan Ndicka ist sicher der Aufsteiger der Saison. Dazu kommt Torwart Kevin Trapp (28). Im elften Pflichtspiel ist der Nationaltorwart zum ersten Mal ohne Gegentor geblieben. „Ein tolles Gefühl“, gab er nach dem Abpfiff zu. Trapp, zuletzt drei Jahre in Paris gewohnt immer auf Sieg zu spielen, bringt ein ganz neues Denken in die Eintracht-Mannschaft. „Ich bin jemand, der sich selten zufriedengibt, das fällt mir sehr schwer“, sagte er in einem Interview mit Eurosport, „ich will immer mehr, das kann ich nicht abstreiten". Da bezieht er sich auf die Eintracht, aber auch auf seine Nationalmannschafts-Karriere. Aktuell ist er die Nummer drei beim DFB. „Natürlich ist es ein Traum und Wunsch, zwischen den Pfosten zu stehen“, sagt Trapp, „alles andere wäre auch Schwachsinn und Quatsch". Sein Ziel sei es, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein, „ob das als Nummer 1, 2 oder 3 ist, ist dann erstmal zweitrangig."

„Er ist sehr, sehr ehrgeizig“, sagt Trainer Adi Hütter. Selbst über das eine Gegentor beim 7:1 gegen Düsseldorf hat er sich geärgert, nicht „zu Null“ zu spielen, hat an ihm genagt. „Ja, das war ein Thema für mich“, gibt Trapp zu, „das hat mich einfach geärgert“. Auch in Stuttgart wurde diese Einstellung deutlich. Als seinem jungen Kollegen Ndicka beim Stand von 2:0 ein Patzer unterlaufen war, hat er ihn lautstark zurechtgewiesen. Der Trainer sieht das durchaus mit Wohlwollen. „Ich gönne es Kevin, dass er ohne Gegentor geblieben ist“, sagt er.

Eintracht-Zeugnis gegen den VfB Stuttgart

Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: Note 3,0 © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan Ndicka: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: Note 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman: : Note 4,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: : Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jetro Willems: Ohne Note © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
David Abraham: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marc Stendera: Note 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Nicolai Müller: Ohne Note © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Filip Kostic: Note 2,0 © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Pressekonferenz
Ante Rebic: Note 2,5 © Hübner

Die Verantwortlichen sowieso. Denn Trapp ist schon in seinen ersten Wochen in jene Rolle hineingewachsen, die für ihn vorgesehen ist. Der Torwart soll das „neue Gesicht“ der Eintracht werden. Er soll ein Anführer werden, aktuell ist er schon ein Anführer. Erst im Frühjahr wird es Gespräche mit Paris St. Germain geben, um zu einer Lösung zu finden. Im Moment ist er nur ausgeliehen. Dass er langfristig bleiben soll, daran gibt es keinen Zweifel.

Quelle: op-online.de

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