Viel Konkurrenz im Frankfurter Angriff

Sebastien Haller: „Ich will besser spielen und mehr Tore schießen“

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Sebastien Haller „will besser spielen und mehr Tore schießen“.

Frankfurt - Der Konkurrenzkampf im Angriff der Frankfurter Eintracht wird groß sein in der neuen Saison, so viel steht schon jetzt fest. Mit Luka Jovic, Goncalo Paciencia und Sébastien Haller sind schon drei Mittelstürmer fest eingeplant. Von Peppi Schmitt

Branimir Hrgota, der gehen soll, ist auch noch da und mindestens ein weiterer Stürmer soll noch kommen. Und mit Ante Rebic haben die Frankfurter den größten Trumpf noch in der Hinterhand. Für Sebastien Haller, vor einem Jahr für sieben Millionen Euro vom FC Utrecht gekommen und damit teuerster Eintracht-Einkauf aller Zeiten, ist diese Konstellation eine besondere Herausforderung. Auf eine starke Vorrunde war beim 24 Jahre alten Franzosen eine schwächere Rückrunde gefolgt. Neun Tore über die Saison verteilt waren aber eine gute Ausbeute im ersten Jahr Bundesliga. Jetzt hat er sich mehr vorgenommen. „Ich will mehr Spiele machen, mehr Tore schießen und wichtiger werden“, sagt er.

Die offensive Einstellung des neuen Trainers Adi Hütter könnte dem baumlangen Angreifer dabei zugute kommen. „Ich kenne das noch von meinem früheren Verein“, sagt er. In Utrecht sei das Spielsystem ähnlich gewesen. Zunächst einmal müsste die Mannschaft aber die Spielphilosophie des Trainers „besser verstehen“. Dann könne am Ende auch was Gutes rauskommen. Nicht nur für ihn persönlich, sondern vor allem für die Eintracht. „Wir wollen besser spielen als in der letzten Saison“, sagt Haller, „auch wenn das schwierig ist.“

Der Auftakt sei zwar Training vielversprechend, aber realistische Prognosen könnten in diesen Tagen der Vorbereitung noch nicht getroffen werden. Zum einen sei die Mannschaft ja längst nicht komplett, zum anderen sei es einfach zu früh in der Saison. „Vielleicht kann man im September was sagen“, meint Haller, „aber eigentlich weiß man erst am Ende der Saison, wie es gelaufen ist“. Der Pokalsieg im letzten Spiel ist da bei allen noch im Hinterkopf. Die Auswirkungen dieses Triumphes seien noch immer zu spüren. „Nach allem, was wir erlebt haben, ist die Mannschaft eng zusammengerückt“, sagt er, „wir arbeiten hart mit einem Lächeln im Gesicht.“

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Neue Spieler haben bei der Eintracht traditionell wenig Probleme mit der Eingewöhnung. So hat Haller seinen Sturmpartner und Konkurrenten Goncalo Paciencia freudig begrüßt und ihm gleich beim ersten Spiel die Vorarbeit zum ersten Tor geleistet. Jeder gute neue Spieler sei schließlich „gut fürs Team“.

Die Internationalität der Mannschaft ist durchaus hilfreich beim gegenseitigen Verstehen. Zumal sich ganz ohne Verordnung eine Art „Patensystem“ durchgesetzt hat. So bezeichnet der inzwischen perfekt Deutsch sprechende Mijat Gacinovic seinen serbischen Landsmann Luka Jovic als „kleinen Bruder“, dem er mit Rat und Tat zu Seite stehe. Kapitän David Abraham ist der „Papa“ für die spanischen sprechenden Kollegen wie Lucas Torró oder die Mexikaner Carlos Salcedo und Marco Fabian. Und den französischen Neuzugang Evan Ndicka haben Simon Falette und Haller unter ihre Fittiche genommen. „Wir sprechen viel mit ihm“, sagt Haller, „er ist ja ganz neu hier und das ist nicht einfach“. Jedes Wort in der Muttersprache, jeder Tipp, wie es in Deutschland so zugeht auf dem Platz und abseits des Platzes ist da wertvoll.

Der erst 18 Jahre alte Ndicka sei ein „guter Junge“, versichert Haller, „er hat die Qualität für die Bundesliga“. Persönlich kennengelernt haben sich die beiden erst in den letzten Tagen, aufgefallen sei ihm Ndicka aber schon vor fünf Jahren in einer Schülermannschaft von AJ Auxerre. Dort hat auch Haller gespielt.

Quelle: op-online.de

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