Spieler hofft auf Win-Win-Situation

Rode über Rückkehr: "Es fühlt sich super an"

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Sebastian Rode will bei Eintracht Frankfurt wieder zurück in die Erfolgsspur.

Frankfurt - Sebastian Rode zog einst aus, um Nationalspieler zu werden, jetzt ist er wieder zurück. Bei seinem ersten Interview bekommt er das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht.

Es waren 2:17 Minuten pure Freude. Sebastian Rode bekam beim ersten Interview nach seiner Rückkehr das Grinsen nicht aus dem Gesicht. "Es fühlt sich super an", sagte der alte und neue Profi von Eintracht Frankfurt, der im Gespräch mit dem Klub-TV des DFB-Pokalsiegers jede Menge Euphorie und Tatendrang versprühte: "Ich hoffe auf eine Win-Win-Situation. Ich spiele wieder - und die Eintracht ist erfolgreich."

Genau das ist auch das Ziel, das die Chefetage des hessischen Fußball-Bundesligisten mit der Rückhol-Aktion des 28-Jährigen verfolgt. "Wir sind überzeugt, die Qualität des Kaders mit Sebastian, einem absoluten Teamplayer, weiter anzuheben", sagte Sportvorstand Fredi Bobic über den waschechten Hessen: "Er hat in den vergangenen vier Jahren bei Bayern München und Borussia Dortmund viel an Erfahrung gewonnen, die uns nun zugutekommen wird."

Dass der Mittelfeldspieler die meiste Erfahrung seit seinem Weggang von der Eintracht im Jahr 2014 lediglich auf dem Trainingsplatz der Bayern oder zuletzt sogar nur in der Regionalliga-Mannschaft der Dortmunder gesammelt hat, erwähnte Bobic nicht. Rode kam in seinen zwei Jahren in München nie über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Nachdem Wechsel zur Borussia im Jahr 2016 ging es weiter bergab. Nur 14 Einsätze stehen für Rode zu Buche, in dieser Saison spielte er beim BVB gar keine Rolle mehr.

Alle Infos zu Wechseln bei Eintracht-Frankfurt finden Sie in unserem Transfer-Ticker.

Dabei war der frühere Junioren-Nationalspieler ausgezogen, um den Schritt zu Bundestrainer Joachim Löw zu schaffen. Doch während Rode am Ende seiner ersten vier Jahre in Frankfurt (2010 bis 2014) mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht wurde, wurde es in München und Dortmund schnell still um ihn.

Das lag allerdings auch daran, dass sein Körper immer wieder streikte. So verpasste Rode die komplette vergangene Saison wegen einer Leistenverletzung. Mit dieser Misere soll nun Schluss sein. "Mir geht es gut. Ich bin topfit", äußerte der in Seeheim-Jugenheim geborene Rode: "Ich wollte unbedingt diesen Schritt wagen. Und ich will das Vertrauen der Verantwortlichen in mich zurückzahlen."

Bilder: Diese Verträge bei Eintracht Frankfurt laufen aus

Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Der Stürmer ist noch von Benfica Lissabon ausgeliehen, doch die Eintracht hat eine Kaufoption. Es gilt als sicher, dass sie diese auch zieht. © Hübner
Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: Kurz vor dem Ende der Sommertransferperiode gelang der Eintracht die Rückholaktion von Kevin Trapp. Auch wenn die Verantwortlichen ihn gern über die Saison hinaus halten wollen, ist fraglich, ob dies gelingt. © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jan Zimmermann: Der Ersatzkeeper kehrte 2017 zur Eintracht zurück und ist seit dieser Saison einer von vier Torhütern. Über eine mögliche Verlängerung ist bislang nichts bekannt. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marco Fabián: Der Wechsel des Mittelfeldspieler im Sommer platzte kurzfristig, viel Spielzeit hat er seitdem nicht bekommen. Ein Wechsel im Winter steht im Raum. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Rodrigues de Souza: Der Leihspieler aus Liverpool konnte sich bisher noch nicht bei der Eintracht beweisen. Dennoch strebt er einen Verbleib über die Saison hinaus an. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Branimir Hrgota: Der Stürmer steht seit 2016 unter Vertrag, spielt aber immer seltener eine Rolle. Die Zeichen stehen auf Abschied. © Hübne r
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Taleb Tawatha: Der Linksverteidiger kommt nur selten zum Einsatz. Ein Wechsel nach Spanien steht im Raum. © Hübner

Das Risiko für die Eintracht ist überschaubar. Da Rode ("Ich freue mich auf die Mannschaft - viele aus meiner ersten Zeit sind nicht mehr da") auf einen großen Teil seines BVB-Gehalts verzichtet, kostet die Hessen das Leihgeschäft bis zum Saisonende wohl "nur" 1,5 Millionen Euro. Der Vertrag Rodes in Dortmund läuft noch bis 2020.

"Er wollte zu uns und hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir es realisieren konnten", sagte Bobic zu den Modalitäten: "Er hat in der Vergangenheit gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Wenn er verletzungsfrei bleibt, wird er uns weiterhelfen können. Und charakterlich passt Sebastian ganz hervorragend in unser Team." Das wird sich ab dem 4. Januar zeigen. Dann fliegt Rode mit seinen neuen Teamkollegen ins Trainingslager nach Florida. (sid)

Quelle: op-online.de

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