Offizielle Vorstellung des Neuzugangs

Sebastian Rode: "Ich will zeigen, dass ich in die Bundesliga gehöre"

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Sebastian Rode will bei Eintracht Frankfurt angreifen.

Frankfurt - Mit der Nummer „17“ auf dem Rücken wird Sebastian Rode in der Rückrunde für die Frankfurter Eintracht spielen. Er hat die seit dem Abgang von Kevin-Prince Boateng im letzten Sommer verwaiste Nummer übernommen. Von Peppi Schmitt

„Ich hoffe, sie bringt mir genauso viel Glück wie dem Princen“, sagte Rode bei seiner offiziellen Vorstellung am Donnerstag. Die Vorfreude war dem 28 Jahre alten Profi, den die Eintracht für ein halbes Jahr von Borussia Dortmund ausgeliehen hat, deutlich anzumerken. „Ich will mich nahtlos einfügen“, sagt er, „und ich will ein Teil der Erfolgsgeschichte sein. „Ich will zeigen, dass ich in die Bundesliga gehöre.“

Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt hat die Aussagen von Sebastian Rode aufgeschrieben.

Über seinen Fitnesszustand: „Bei den Knieverletzungen, die ich hatte, wusste ich immer, nach sechs Monaten geht es wieder. Aber bei der Schambeinverletzung im letzten Winter war doch viel Unsicherheit. Ich habe immer wieder versucht zu trainieren, aber die Schmerzen sind immer wieder gekommen. Im Frühjahr haben wir uns dann zu einer Operation entschlossen. Das hat hervorragend geklappt, seitdem bin ich absolut schmerzfrei und habe wieder volles Vertrauen in meinen Körper. Ich habe die gesamte Saison komplett beim BVB mittrainiert. Und auch jetzt in der Winterpause habe ich hart gearbeitet. Ich bin gesund und fit, was fehlt ist die Spielpraxis.“

Über seine Rückkehr nach Frankfurt: „Wir hatten im Sommer schon Kontakt, aber damals hat es nicht funktioniert. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt geklappt hat. Die Eintracht hat mich beim Training beobachtet. Mitte Dezember sind die Gespräche Schwung gekommen und beim letzten Spiel gegen die Bayern war dann alles mündlich vereinbart. Ich hatte auch andere Angebote, aber die Eintracht hatte immer Priorität, für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Ich komme jetzt in eine intakte Truppe. Mit dem Trainer habe ich schon ein offenes und lockeres Gespräch geführt.“

Bilder: Diese Verträge bei Eintracht Frankfurt laufen aus

Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Der Stürmer ist noch von Benfica Lissabon ausgeliehen, doch die Eintracht hat eine Kaufoption. Es gilt als sicher, dass sie diese auch zieht. © Hübner
Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: Kurz vor dem Ende der Sommertransferperiode gelang der Eintracht die Rückholaktion von Kevin Trapp. Auch wenn die Verantwortlichen ihn gern über die Saison hinaus halten wollen, ist fraglich, ob dies gelingt. © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jan Zimmermann: Der Ersatzkeeper kehrte 2017 zur Eintracht zurück und ist seit dieser Saison einer von vier Torhütern. Über eine mögliche Verlängerung ist bislang nichts bekannt. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marco Fabián: Der Wechsel des Mittelfeldspieler im Sommer platzte kurzfristig, viel Spielzeit hat er seitdem nicht bekommen. Ein Wechsel im Winter steht im Raum. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Rodrigues de Souza: Der Leihspieler aus Liverpool konnte sich bisher noch nicht bei der Eintracht beweisen. Dennoch strebt er einen Verbleib über die Saison hinaus an. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Branimir Hrgota: Der Stürmer steht seit 2016 unter Vertrag, spielt aber immer seltener eine Rolle. Die Zeichen stehen auf Abschied. © Hübne r
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Taleb Tawatha: Der Linksverteidiger kommt nur selten zum Einsatz. Ein Wechsel nach Spanien steht im Raum. © Hübner

Über die persönliche Bedeutung der Rückrunde: „Für mich ist das enorm wichtig. Ich hoffe, es wird eine Win-win-Situation. Wie es dann im Sommer weitergeht, weiß ich noch nicht. Da kann man sich irgendwann im Frühjahr mal Gedanken machen. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich will und muss zeigen, dass ich auf das Spielfeld der Bundesliga gehöre.“

Über seine Rolle in der neuen Mannschaft: „Ich komme zwar nach Hause, aber es ist ja doch eine ganz andere Mannschaft. Ich will jetzt im Trainingslager erstmal alle kennenlernen. Ich denke, wie werden mich gut aufnehmen. Ob ich eine Führungsrolle übernehmen kann, weiß ich nicht. Einfach so auf Knopfdruck geht das jedenfalls nicht. Aber mit Erfahrung kann ich sicher vorneweg gehen. Gerade bei den Bayern unter Pep Guardiola habe ich viel mitgenommen, auch ein paar Titel gewonnen. Hier bei der Eintracht wurde zuletzt das große Potential geweckt, bei mir waren die letzten beiden Jahren beschissen. Das ist schon ein Unterschied. Es ist sicher ein Neuanfang, mit der Vergangenheit habe ich abgeschlossen. Ich versuche, wieder meine alte Form zu erreichen und dafür werde ich Vollgas geben.“

Über seine Sprachkenntnisse: „Spanisch kann ich ein bisschen, französisch gar nicht und bei kroatisch bin ich talentfrei. Aber ich denke, alle sprechen und verstehen englisch. Sonst hätte es ja nicht so gut laufen können.“

Über die Europa-League: „Das erinnert mich total an 2014. Die Begeisterung bei der Fans ist unglaublich. In Bezug auf Fans und Stimmung muss sich die Eintracht vor niemand verstecken. Hier herrscht teilweise bessere Stimmung als im Westfalenstadion.“

Quelle: op-online.de

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