Carlos Salcedo steht vor Comeback?

Schrecksekunde: Ante Rebic humpelt nach Zweikampf

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Ante Rebic kann wohl gegen Hertha BSC Berlin spielen.

Frankfurt - Schrecksekunde im Training von Eintracht Frankfurt: Ante Rebic bleibt nach einem Zweikampf am Boden liegen, humpelt anschließend. Er ist aber wohl für das Spiel gegen Hertha BSC Berlin am Samstag einsatzbereit. Ein anderer Spieler steht vor dem Comeback. Von Peppi Schmitt

Am Sonntag kehrt Adi Hütter für einen Abend in die Vergangenheit zurück. Der österreichische Trainer der Frankfurter Eintracht fliegt nach Zürich zum „Schweizer Sport Award“, in etwa vergleichbar mit der deutschen Wahl zur Sportlerin und zum Sportler des Jahres. Hütter hat gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Er gehört neben dem Mountain-Bike-Bundestrainer Bruno Diethelm, dessen Team WM-Gold gewonnen hat, Eishockey-Trainer Patrick Fischer, der mit der Schweiz sensationell Vizeweltmeister wurde, zu den drei Nominierten für den Schweizer „Trainer des Jahres“.

Und Young Boys Bern, die Hütter nach 32 Jahren wieder zur Schweizer Fußballmeisterschaft geführt hat, ist für die Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ nominiert. Gewählt haben Schweizer Journalisten und Schweizer Sportler. „Ich freue mich sehr, mal wieder in die Schweiz zurückzukehren und viele gute Bekannte zu treffen“, sagt Hütter. Am liebsten sei ihm, wenn die Young Boys in ihrer Kategorie gewinnen würden.

„Das ist dann Anerkennung für alle, die an diesem Triumph mitgewirkt haben“, sagt er. Begleitet wird Hütter zur Gala von seinem Assistenz-Trainer und Freund Christian Peintinger. „Meine Frau hat leider keine Zeit“, lacht er. Vor dem Vergnügen mit Ursprung in der Vergangenheit steht für den 48 Jahre alten Fußball-Lehrer aber noch die harte Arbeit in der Gegenwart. Mit der Eintracht steht er am Samstagabend bei Hertha BSC vor einer ganz schwierigen Aufgabe.

Bilder: Diese Verträge bei Eintracht Frankfurt laufen aus

Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: Der Japaner spielt seit 2014 bei der Eintracht und ist als moderner Libero unersetzlich. Trotz seiner 34 Jahre stehen die Chancen gut, dass er der Eintracht erhalten bleibt. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
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Kevin Trapp: Kurz vor dem Ende der Sommertransferperiode gelang der Eintracht die Rückholaktion von Kevin Trapp. Auch wenn die Verantwortlichen ihn gern über die Saison hinaus halten wollen, ist fraglich, ob dies gelingt. © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
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Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: Der defensive Mittelfeldspieler gehört unter Hütter häufig zur Startelf. Ob er auch in der nächsten Saison bei den Adlern kickt, ist bislang noch nicht bekannt. © Hübner
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Francisco „Chico“ Geraldes: Die Leihe hat sich für beide Seiten noch nicht gelohnt. Es gibt Spekulationen, dass Geraldes im Winter wieder zu Sporting Lissabon zurückkehrt. © Hübner
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Marco Russ: Der Hanauer kehrte 2013 zur Eintracht zurück. Gespräche über eine Verlängerung laufen. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Rodrigues de Souza: Der Leihspieler aus Liverpool konnte sich bisher noch nicht bei der Eintracht beweisen. Dennoch strebt er einen Verbleib über die Saison hinaus an. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Branimir Hrgota: Der Stürmer steht seit 2016 unter Vertrag, spielt aber immer seltener eine Rolle. Die Zeichen stehen auf Abschied. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Taleb Tawatha: Der Linksverteidiger kommt nur selten zum Einsatz. Ein Wechsel nach Spanien steht im Raum. © Hübner

Nachdem die Erfolgsserie von elf Spielen ohne Niederlage am letzten Wochenende mit dem 1:2 gegen Wolfsburg gerissen ist, besteht die Herausforderung nun darin, wieder auf den Erfolgsweg zurückzukehren und den Platz in der Spitzengruppe zu verteidigen. Hütter hat keine Bedenken, dass seine Mannschaft dazu bereit und in der Lage ist.

Mit Ausnahme von Kapitän David Abraham, der bis zum Jahresende wegen einer Wadenverletzung ausfallen wird, steht ihm das komplette Personal zur Verfügung. Eine kurze Schrecksekunde hatte es beim Training am Donnerstag gegeben, als Ante Rebic nach einem Zweikampf am Boden liegen geblieben war. Hütter half seinem Stürmerstar höchstpersönlich auf, doch der humpelte noch ein, zwei Minuten. Doch dann kam die Entwarnung, Rebic konnte den Rest des Trainingsspiels offensichtlich ohne Probleme bestreiten.

Und so hat der Frankfurter Trainer ziemlich viel Auswahl fürs Spiel im Olympiastadion. Zumindest eine Veränderung deutet sich. Für Marco Russ könnte Carlos Salcedo in die Dreier-Abwehr neben Makoto Hasebe und Evan Ndicka rücken. Salcedo hatte zuletzt am 1. September gegen Bremen gespielt und war danach mit einem Riss des Syndesmosebandes ausgefallen. Jetzt brennt der mexikanische Nationalspieler auf sein Comeback.

Auf die abwehrende Abteilung der Eintracht wird es in Berlin besonders ankommen, denn die Hertha hat zuletzt mit einem ähnlichen Offensivsystem und den drei Angreifern Salomon Kalou, Davie Selke und Vedad Ibisevic auswärts gewonnen. Das Spiel verspricht also viel Offensive, auch wenn sich der Eintracht-Coach nicht darauf festlegen lassen will, dass er seinerseits wieder mit drei Spitzen antreten wird.

Ins Olympiastadion kehren die Frankfurter gerne zurück, dort haben sie die letzten beiden Spiele gewonnen. Fast genau vor einem Jahr wurde die Hertha mit 2:1 im Bundesligaspiel besiegt (Tore: Marius Wolf und Kevin-Prince Boateng) und am 19.Mai dieses Jahres wurden die Bayern im Pokalfinale 3:1 geschlagen (Tore: Zweimal Ante Rebic und Mijat Gacinovic). Auf eine Fortsetzung dieser kleinen Serie hoffen auch mehr als 3000 Fans, die sich am Samstag auf den Weg in die Hauptstadt machen werden.

Quelle: op-online.de

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