Bau der Geschäftsstelle beginnt

Der Rubel rollt: Fast 60 Millionen Euro Fernsehgelder für die Eintracht

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht wächst und wächst. Die „außergewöhnliche Kraft“, die der Club laut Vorstand Axel Hellmann entwickelt, drückt sich nicht nur auf dem Spielfeld durch den Pokalsieg aus, sondern auch auf dem Konto. Von Peppi Schmitt

Die wirtschaftliche Situation hat sich in den letzten Wochen und Monaten stetig verbessert, der Pokalsieg mit all seinen Folgen hat dem Ganzen die vorläufige Krone aufgesetzt. Die Frankfurter gehören zwar noch immer nicht zu den „Big Playern“ der Liga, aber sie haben den Anschluss ans vordere Mittelfeld geschafft und Blickkontakt mit der erweiterten Spitze aufgenommen. Fast 60 Millionen Euro an TV-Geldern werden aus verschiedenen Töpfen in diesem Jahr in die Kassen fließen. National steigert die Eintracht die TV-Erlöse von 38 auf 52 Millionen Euro, dazu kommen aus der internationalen Vermarktung noch fast sieben Millionen Euro. Die direkte Vermarktung in der Arena stößt an Grenzen, soll aber dennoch weiter ausgebaut werden. Logen, Business-Seats und Dauerkarten werden ausverkauft sein. Sponsorenverträge enthalten vermutlich eine Art von Erfolgsprämien, werden also steigen. Das Eigenkapital wurde um 15 Millionen Euro auf nun rund 25 Millionen Euro durch das Engagement einer Gruppe namens „Freunde der Adler“, hinter denen sich in erster Linie Philip Holzer und der Unternehmer Stephen Orenstein verbergen, deutlich gestärkt.

"Kraft, Leidenschaft und Wucht umgeben diesen Verein, Eintracht Frankfurt ist aktuell in einem guten Zustand", hat Vordenker Hellmann gesagt. Und das war lange vor dem Pokalsieg. Nun ist der sportliche Erfolg mit all seinen Risiken, aber den viel größeren Chancen hinzugekommen. Das Spiel um den Supercup vor der Saison gegen die Bayern, sechs Europapokalspiele im Herbst, das sind sportliche Herausforderungen und wirtschaftliche Versprechen. Dass die Frankfurter Arena bei diesen „besonderen“ Begegnungen ausverkauft sein wird, ist fast garantiert. Und dass der Zuschauerschnitt auch in der Liga wieder nahe an die 50.000 heranreichen wird, auch.

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Da passt es ins Bild, dass am Donnerstag mit den Abrissarbeiten für den Neubau eines Lizenzspielerbereichs inklusive Geschäftsstelle in unmittelbarer Nähe der Arena begonnen wurde. "Ein großer Tag für Eintracht Frankfurt. Hier können wir die Zukunft des Fußballs besser entwickeln", sagte Axel Hellmann. 30 Millionen Euro soll der Neubau kosten und bis 2020 fertig gestellt werden. Danach wollen Stadt und Verein die Aufstockung der Arena von aktuell 51.500 Fassungsvermögen auf dann 60.000 angehen.

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Die Auswirkungen auf die Aktivitäten auf dem Transfermarkt sind noch nicht absehbar, denn bislang stehen erst einmal Abgänge mit Millionen-Einnahmen fest. Trainer Kovac wird für rund 2,5 Millionen Euro zu den Bayern wechseln. Marius Wolf kann für fünf Millionen Euro gehen, wahrscheinlich nach Dortmund. Omar Mascarell könnte für vier Millionen Euro zurück zu Real Madrid. Die Eintracht selbst wird also investieren müssen und können. Im letzten Sommer haben sie rund zwanzig Millionen Euro für neue Spieler eingesetzt. Diesmal könnten es mehr werden. Sportvorstand Fredi Bobic schließt inzwischen auch einen Transfer in Höhe von zehn Millionen Euro nicht mehr aus. Das wäre vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen.

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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