Verkaufskandidaten Tawatha, Fabián, Hrgota

Die Reihe der Unzufriedenen: Wer weg will und weg soll

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Frankfurt - Die Mannschaft der Frankfurter Eintracht für die kommende Saison, also der engere Kern, hat in den letzten Wochen schon Gestalt angenommen. Von Peppi Schmitt

Frederik Rönnow im Tor für Lukas Hradecky, Nicolai Müller für Marius Wolf sind gekommen, Kevin-Prince Boateng wird bleiben, Omar Mascarell soll bleiben. Die ganz wichtigen Personalien sind also in Angriff genommen. Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner wollen die Mannschaft aber auch verstärken, den Kader verbreitern. Der eine oder andere „gestandene“ Spieler soll und wird noch hinzukommen. Viel Arbeit gibt es für die „Macher“ gerade mit der zweiten Reihe, die bei den hohen Belastungen in drei Wettbewerben ganz wichtig werden wird. Was wird mit den Unzufriedenen, die in der letzten Saison wenig oder gar nicht gespielt haben und jetzt wegwollen? Und was wird mit jenen, mit denen die Eintracht unzufrieden war und die womöglich wegsollen? Ein Überblick:

Linksverteidiger Taleb Tawatha (25 Jahre alt/ 13 Einsätze in der letzten Saison/ Vertrag bis 2019): Der israelische Nationalspieler ist unzufrieden, weil er für einen Stammplatz nicht infrage kommt. Er ist hinter Jetro Willems und Timothy Chandler klar zurückgefallen. Mit Deji Beyreuther gibt es in Zukunft einen weiteren jungen Konkurrenten im Kader. Tatwatha will weg, zurück in seine Heimat. Er darf auch weg, wenn die Ablöse stimmt.

Innenverteidiger Simon Falette (26/ 27 Einsätze/ Vertrag bis 2021): Gehört nach der Anzahl der Spiele zum Stamm, irgendwie aber doch nicht. Echte Bundesligareife hat er (noch) nicht, weil die spielerischen Mittel zu beschränkt sind. Trainer Adi Hütter wird ihn sich genau anschauen. An einen Verkauf ist nicht gedacht.

Mittelfeldspieler Max Besuschkow (21/ kein Einsatz/ Vertrag bis 2020): Der Versuch, ihm mit der Ausleihe zu Holstein Kiel, Praxis zu verschaffen, ist gescheitert. Beim Zweitligisten wurde der ehemalige Stuttgarter nur ein einziges Mal für 23 Minuten eingewechselt. Er kehrt total frustriert zurück und dürfte auch in der neuen Saison chancenlos sein. Die Eintracht wird ihn wohl noch einmal ausleihen.

Außenstürmer Danny Blum (27/ 2 Einsätze/ Vertrag bis 2020): Schwer vorstellbar, dass er im dritten Jahr den Sprung schafft, nachdem es zwei Jahre lang nicht geklappt hat. Ein Verkaufskandidat, könnte bei einer Restvertragslaufzeit von zwei Jahren aber auch ausgeliehen werden.

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Mittelfeldspieler Marco Fabián (28/ 7 Einsätze/ Vertrag bis 2019): Auf der Verkaufsliste ganz oben. Was sich mit seinen Hoffnungen deckt. Der mexikanische Nationalspieler ist enttäuscht nach den wenigen Einsätzen in der Rückrunde, zudem läuft der Vertrag nächstes Jahr aus. Will die Eintracht nicht riskieren, ihn nächstes Jahr ablösefrei zu verlieren, müsste sie ihn entweder jetzt verkaufen oder den Vertrag verlängern. Die erste Möglichkeit ist deutlich realistischer.

Mittelfeldspieler Daichi Kamada (21/ 3 Einsätze/ Vertrag bis 2021): Der junge Japaner hat sich schwer getan mit der Umstellung auf die Bundesliga. Doch ihm wird viel Talent attestiert. Die Eintracht wird ihn nicht zu früh abschreiben und es zumindest ein weiteres Jahr mit ihm versuchen.

Stürmer Branimir Hrgota (25/ 6 Einsätze/ Vertrag bis 2019): Eine ganz ähnliche Situation wie bei Fabián. Er hat ein verlorenes Jahr hinter sich und ein Jahr mit wenig Perspektive vor sich. Müsste gehen, aus eigenem Anspruch und auch im Sinne der Eintracht.

Quelle: op-online.de

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