„Mit der Hand dürfen nur die Torhüter spielen“

Pokalheld Hradecky: „Wenn es gilt, bin ich da“

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Hasebe (rechts) feiert mit Hradecky den Finaleinzug im DFB-Pokal.

Frankfurt - Fredi Bobics erster Weg führte ihn zum Torwart. „Ich habe Lukas gratuliert, seine Leistung war einfach großartig“, sagt der Sportchef, nachdem er Hradecky innig geherzt hatte. Trainer Niko Kovac schloss sich an: „Er hat fantastisch gehalten und hatte eine tolle Ausstrahlung.“ Der finnische Keeper war wieder der „Pokalheld“, ganz so wie vor einem Jahr beim Elfmeterdrama von Mönchengladbach. Von Peppi Schmitt

Diesmal beherrschte er den Strafraum in der Luft, entschärfte einen Kopfball von Guido Burgstaller in der ersten Halbzeit, wehrte gegen Burgstaller in der 67.Minute mit einer Weltklasseparade ab und rettete eine Minute darauf gegen Yevhan Konoplyanka. „Wenn es gilt, bin ich da“, lachte er, „es ist schön, dass ich mich nach schwierigen Wochen auszeichnen konnte.“

Hradecky wird wie Trainer Kovac die Eintracht im Sommer verlassen. Und wie beim Trainer wird das Finale seine Abschiedsvorstellung. „Das alleine ist schon sehr groß“, sagte er, „der Pokal aber wäre das Allergrößte.“ Hradecky flogen nach dem Abpfiff die Herzen wieder zu, so wie in den vergangenen drei Jahren. Vergessen die teilweise so ungerechte Kritik vor allen in den sozialen Netzwerken, manchmal auch aus der Fankurve, nur weil er sich beharrlich geweigert hatte, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern. Sein neuer Arbeitgeber steht noch immer nicht fest, aber bei Leistungen wie auf Schalke werden sie Schlange stehen. Dem Pokal ist der 28 Jahre alte Hradecky wie ein Jungbrunnen entstiegen. „Der alte Lukas war nie weg, vielleicht ein bisschen in Urlaub“, scherzte er.

So feiert die Eintracht den Finaleinzug: Fotos

Sicherheit hatte sich Hradecky mit seiner ersten Parade geholt („Danach war alles einfacher“), vor allem aber mit seinem diesmal absolut sauberen Passspiel. Die erste Halbzeit sei „wie Schach“ und seine vielen Ballkontakte anstrengend gewesen. „Ich war schon in der Halbzeit kaputt,“ sagte er. Zum nicht anerkannten Tor der Schalke hatte er seine ganz eigene Meinung. Der Schiedsrichter habe direkt gepfiffen, schon in den Schuss hinein. Hradecky: „Vielleicht war es nicht hundertprozentig Hand, aber es war trotzdem Hand. Und mit der Hand dürfen nun mal nur die Torhüter spielen.“

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Quelle: op-online.de

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