Seit dem Jahr 2000 im Amt

Peter Fischer - Das ist der Präsident der Eintracht Frankfurt

+
Peter Fischer: Präsident der Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt, da fallen einem natürlich ein paar Dinge ein. Rebic, Hütter, Bobic. Doch wer ist eigentlich der Chef? Alles, was Sie zum Präsidenten Peter Fischer wissen müssen.

Frankfurt - Welche Personen schweben einem vor, wenn man an die Eintracht denkt? Klar, da gibt's diesen geilen Stürmer, den Ante Rebic, der gegen die Bayern damals im DFB-Pokalfinale 2018 mit seinem Doppelpack für den ersten Titel der Eintracht nach recht glanzlosen 30 Jahren sorgte. Trainer war damals Nico Kovac, der kurz nach dem Finale beim FC Bayern angeheuert hat. Nachfolger in Frankfurt wurde Adi Hütter, unter dem die Eintracht auch in der Bundesligasaison 2018/19 wieder im vorderen Tabellendrittel mitspielt. Und natürlich kennt jeder Fredi Bobic, der seit 2016 im Vorstand bei Eintracht Frankfurt sitzt. Er ist maßgeblich am derzeitigen Erfolg der Mannschaft beteiligt.

So weit, so gut. Doch wer ist eigentlich der Kopf "det Janzen"? Mit einer Körpergröße von 2,01 Meter ist er eigentlich gar nicht so leicht zu übersehen, doch kennen ihn hauptsächlich nur Fans und Mitglieder der Eintracht. Die Rede ist vom Präsidenten Peter Fischer.

Peter Fischer - Machtmensch und doch gefühlvoll

Peter Fischer ist am 14. März 1956 in Lich im mittelhessischen Landkreis Gießen geboren. Seit seinem 19. Lebensjahr ist er als Werbekaufmann tätig. Seit 1979 zusätzlich als Unternehmer. Neben seiner Tätigkeit bei der Eintracht Frankfurt besitzt Peter Fischer noch einige weitere Unternehmen, darunter Clubs auf Mallorca und Ibiza, ein Geschäft für Tennisartikel und zwei Modeboutiquen. Früher leitete er zusätzlich eine Werbeagentur. Außerdem war er als Unternehmensberater und Buchautor tätig.

Am 26. Dezember 2004 war Fischer mit seiner damaligen Frau und seinem Sohn im Urlaub in Thailand, als ein Tsunami als Folge eines Seebebens auf die Küste bei Phuket hereinbrach. Die Naturkatastrophe kostete rund 230.000 Menschen in Südasien das Leben, drei Millionen Menschen verloren dabei ihr Zuhause. Peter Fischer gründete anschließend zusammen mit seinem Freund Mike Kuhlmann die Stiftung "help children of phuket". Für die außerordentliche Arbeit und beispielhafte Qualität wurde die Organisation 2006 mit einer der höchsten Auszeichnungen vom thailändischen Königshaus ausgezeichnet.

Eigentlich ist Fischer schon lange im Amt, genauer genommen seit August 2000 und damit auch Mitglied des Aufsichtsrates sowie seit 2005 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Mit seiner Größe und seiner häufig sehr direkten Art gibt er der Eintracht ein markantes Gesicht.

Peter Fischer positioniert sich klar gegen Rassismus und die AfD

Ende 2017 positioniert er sich öffentlich gegen die Alternative für Deutschland (AfD) und erklärte, dass Mitglieder der AfD kein Vereinsmitglied der Eintracht Frankfurt sein könnten. In einer emotionalen Rede auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2018 wiederholte er seine Meinung und erklärte diese mit der Unvereinbarkeit der Statuten der Eintracht mit den teilweise fremdenfeindlichen Aussagen einzelner AfD-Politiker. "Unter mir als Präsidenten wird sich das auch nie ändern", versprach Fischer. Anschließend wurde er mit der überwältigenden Mehrheit von 99 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Gegenstimmen gab es genau sechs.

Als Reaktion auf diese Rede leiteten mehrere Kläger, darunter die beiden Landessprecher der AfD Hessen, Klaus Herrmann und Robert Lambrou, juristische Schritte gegen Fischer ein. Nach gründlicher Prüfung der Vorwürfe stellte die Staatsanwaltschaft Frankfurt im Oktober 2018 das Verfahren ein. Der Grund dafür: das Recht auf freie Meinungsäußerung. Der Tatbestand der Beleidigung sei in keinem der angegeben Fälle erfüllt.

Präsident Peter Fischer bei der Eintracht Frankfurt

Im Verein hat sich Peter Fischer unverzichtbar gemacht. Nicht nur in seiner Position als Präsident, die er bisher länger innehat als jeder andere in der Vereinsgeschichte, sondern auch bei Spielern und Fans. Denn Fischer setzt sich für die Fans ein, steht manchmal sogar unter ihnen in der Kurve. "Wir geben ihnen Vertrauen, wir allen aber etwas zurückbekommen", sagt er über die Fans. Das früher angespannte Verhältnis zwischen Club und Fans scheint lange vergessen. Nicht zuletzt, weil Fischer überzeugt von seinem Verein ist. Er lebt und liebt ihn und verweist oft auf die einzigartige Fankultur in der Commerzbank-Arena. Fischer dazu: "Es sind die besten Fans der Welt."

tf

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare