Vorfreude auf Frankfurt

Nikolai Müller beschwert sich über HSV 

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Nikolai Müller

Hamburg - Die Vorfreude von Nicolai Müller auf Eintracht Frankfurt ist groß, der Ärger über seinen Ex-Verein Hamburger SV jedoch auch. "Bis weit nach der Saison ist kein einziger Verantwortlicher aus dem Club mehr auf mich zugekommen", sagte Müller der "Bild" (Donnerstag).

Es habe offenbar "keinem etwas daran gelegen, dass ich bleibe", sagte der Offensivspieler. Besonders schmerzlich für ihn: "Plötzlich hatte ich sogar das Image eines Söldners, der den Club verlässt, nur weil er absteigt." In Frankfurt fühlt der 30-Jährige sich hingegen willkommen. "Verein, Stadt, Fans, Europa - es hat einfach alles gepasst. Fredi Bobic rief mich nach der Saison an und danach hatte ich - wie ein kleines Kind - direkt Bauchkribbeln. Da kamen alte Emotionen hoch", bestätigte Müller. Mit der Philosophie des neuen Trainers Adi Hütter, dessen Vorstellungen und guter Art könne er sich komplett identifizieren. Die Nähe zur Familie und Heimat sei da ein schöner Nebeneffekt.

In Hamburg hatte es zuletzt keine Gespräche mehr mit Trainer Christian Titz gegeben. "Titz hat nie ein Wort mit mir geredet, er hat mich kein einziges Mal auf meine Zukunft angesprochen", sagte Müller. Dennoch nimmt er ein paar schöne Erinnerungen mit aus dem Norden. "Überragende Fans, ein tolles Stadion und eine wunderschöne Stadt. Es war eine turbulente, aber schöne Zeit. Es waren vier tolle Jahre." Müller hatte sich im ersten Spiel der abgelaufenen Saison einen Kreuzbandriss zugezogen und kam am vorletzten Spieltag bei seinem Comeback ausgerechnet in Frankfurt für zehn Minuten zum Einsatz. In den beiden Jahren zuvor war er mit 14 Toren und zwölf Vorlagen Top-Scorer der Hamburger. (dpa)

Eintracht Frankfurt schlägt Hamburg: Bilder

Quelle: op-online.de

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