Weitere Reifeprüfung in Mainz bestanden

Niko Kovacs Weihnachtswunsch: „Bayern Meister, Eintracht Champions-League“

+
Niko Kovac

Frankfurt - Manchmal können erste Eindrücke mächtig täuschen. Die Frankfurter Eintracht hat wieder nicht in Mainz gewonnen, nur 2:2 gespielt. Nur 2:2? Das ist eine Fehleinschätzung. Von Peppi Schmitt

Hinterher waren alle zufrieden mit dem Erreichten, sogar die Fans feierten. Die Frankfurter haben beim Nachbarschaftsduell eine weitere Reifeprüfung bestanden. Sie hatten zweimal einen Rückstand aufgeholt, sie hatten einem ausgesprochen starken Gegner Paroli geboten, sie hatten auch im 26. Pflichtspiel noch einmal alles aus sich herausgeholt. „Mit dieser Leistung und mit diesem Resultat kann ich absolut leben“, sagte Trainer Adi Hütter. Die bislang erreichten 27 Punkte seien „sensationell“, sagte Torhüter Kevin Trapp, „wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir auch noch achtzehn Punkte in der Europa-League geholt haben.“

Noch in Mainz richteten die Frankfurter die Augen auf den Jahresabschluss am Samstag gegen den FC Bayern München. „Wir werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren und alles hineinwerfen“, sagt der Trainer, er freue sich „riesig“ auf das Spiel. Bei den Spielern herrscht ebenfalls große Vorfreude. „Wir haben richtig Bock drauf“, sagt Kevin Trapp. „wir haben ja gezeigt, dass wir zu Hause viel erreichen können.“ Den Münchnern ist nicht ganz wohl in ihrer Haut. „Wir wissen, was uns erwartet“, sagt der ehemalige Eintracht-Trainer Niko Kovac in einem Interview mit Hit Radio FFH, „die Mannschaft und das Publikum wollen die Bayern und auch mich besiegen“. Kovac, der mit den Bayern seit Wochen wieder auf Kurs ist, hat auch Weihnachtswünsche formuliert: „Wir Meister und die Eintracht auf einem Champions-League-Platz, das wäre fantastisch.“

Die Eintracht hat in Mainz gezeigt, dass jederzeit mit ihr zu rechnen ist, auch wenn die erste Halbzeit nicht so wirklich gut gelaufen ist. „Wir wussten, dass wir den Kampf der Mainzer annehmen müssen“, tadelte der Trainer, „aber das haben nicht alle hundert Prozent verstanden.“ Trotzdem schafften die Frankfurter bis zur Pause ein 2:2, weil Luka Jovic einfach nicht zu stoppen war. Mit zwölf Treffern liegt er jetzt gleichauf mit dem Dortmunder Paco Alcacer an der Spitze der Torschützenliste. „Luka hat seine Aufstellung gerechtfertigt“, sagte Hütter trocken, „ich habe nun mal drei gute Stürmer, da sitzt manchmal auch einer draußen.“ Diesmal war es Ante Rebic, der als „Bayern-Schreck“ ziemlich sicher am Samstag stürmen wird.

Eintracht Frankfurt: Zeugnis nach dem Spiel gegen Mainz

Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: 3 © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan Ndicka: 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Simon Falette: 3,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman: 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: 1,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Mijat Gacinovic: 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Carlos Salcedo: 4,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jetro Willems: ohne Bewertung © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: 3 © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Filip Kostic: 2,5 © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Pressekonferenz
Ante Rebic: ohne Bewertung © Hübner

In der zweiten Halbzeit waren die Frankfurter die etwas bessere Mannschaft, Folge einer deutlichen Ansprache des Trainers. „Es war laut in der Kabine“, erzählte Aushilfskapitän Fernandes später. Und so greift bei der Eintracht aktuell ein Rädchen ins andere. Dazu gehören auch Vertragsverlängerungen, die der Klub seit Tagen häppchenweise der Öffentlichkeit verkündet. Erst die Spieler Russ, Fernandes und Hasebe, dann der gesamte Staff mit den Assistenz-Trainern Armin Reutershahn, Markus Murrer und Martin Spohrer sowie Teamleiter Thomas Westphal. Und nun Mijat Gacinovic (23). Der Mittelfeldspieler verlängerte seinen sowieso schon bis 2021 laufen Vertrag um ein weiteres Jahr. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, dass bei uns eine solche Kontinuität herrscht“, sagt Trainer Hütter.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare