Spieler mit Reservistenrolle unzufrieden

Marco Fabián im Interview: Muss "mir Gedanken machen"

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Marco Fabian spielt bei Eintracht Frankfurt keine Rolle.

Frankfurt - Marco Fabián ist in dieser Saison bisher noch kein Faktor bei Eintracht Frankfurt. Wie er mit seiner Situation umgeht und was er in Zukunft plant, verrät er im Interview.

Wenn die Frankfurter Eintracht am Mittwoch zum Europa-League-Spiel nach Zypern fliegt, wird Mittelfeldspieler Marco Fabián (29) wieder einmal nicht dabei sein. Der mexikanische Nationalspieler (40 Länderspiele) wurde für die Europa-League nicht gemeldet. Nachdem ein Wechsel zu Fenerbahce Istanbul in letzter Minute geplatzt war, hat Fabián den Anschluss nicht mehr wirklich geschafft. Er ist im Januar 2016 gekommen, sein Vertrag läuft noch bis zum Juni 2019. Im Interview mit unserem Mitarbeiter Peppi Schmitt spricht er über „schwierige Momente“, seine sportliche Zukunft und das Verhältnis zu Trainer Adi Hütter.  

Sie haben am Samstag wieder beim „Spielerersatztraining“ mitgemacht. Wie frustrierend ist das? 

Marco Fabián: „Es gibt solche Situationen in der Karriere, mal ist man obenauf, dann gibt es schwierige Momente wie jetzt. Ich bin einer, der immer arbeitet, um Ziele zu erreichen. Das Wichtigste ist, dass es der Mannschaft gut geht. Wir sind alle Teil der Mannschaft, aber natürlich wollen wir auch alle spielen. Deshalb muss ich auf meinen Moment warten, daraufhin arbeiten. Ich bin bereit, um eingesetzt zu werden, wenn ich gebraucht werde.“

Wie sehen Sie aktuell Ihre Situation bei der Eintracht?

„Nachdem der Wechsel in die Türkei geplatzt war, ist vieles zusammengekommen. Ich konnte nicht mehr für die Europa-League gemeldet werden, zumindest in diesem Wettbewerb setzt man nicht mehr auf mich. Aber ich arbeite weiter und warte auf eine neue Chance. Ich habe noch ein Vertrag hier. Ich lebe meine Gegenwart bei Eintracht Frankfurt, man weiß ja nie, was morgen alles passieren kann.“

Erzählen Sie doch mal, was in beim geplatzten Wechsel Istanbul alles schiefgelaufen ist?

„In der letzten Transferwoche waren wir in Istanbul und haben mit Fenerbahce verhandelt. Es war alles geklärt. Mit dem Präsidenten und auch mit der Eintracht war alles klar. Die medizinische Untersuchung habe ich am Sonntag zu 100 Prozent absolviert, ohne irgendwelche Einschränkungen. Am Montag sollte ich im Büro des Präsidenten den Vertrag unterschreiben. Als ich ins Büro kam, hat er gesagt, man müsse den Vertrag nochmal modifizieren. Sie hatten wohl wirtschaftliche Probleme, wollten sowohl bei der Eintracht als auch bei mir Einsparungen vornehmen. Damit war ich nicht einverstanden und habe entschieden, nicht zu unterschreiben. Fenerbahce wollte dann eine Ausrede finden, um nicht schlecht dazustehen und hat angeführt, ich hätte Probleme mit dem Rücken. Am nächsten Tag war das Transferfenster zu und alle anderen Optionen waren dann auch nicht mehr umzusetzen. So ist das gelaufen.“

Macht es noch Sinn über den Winter hinaus zu bleiben, oder suchen Sie einen neuen Arbeitgeber? Gehen Sie zurück nach Mexiko? Können Sie sich vorstellen, auch in Deutschland zu bleiben?

„Klar ist: Wenn ich hier nicht spiele, dann muss ich mir Gedanken machen. Ich möchte spielen und meine Qualitäten unter Beweis stellen. Eine Rückkehr nach Mexiko ist keine Option. Welche Möglichkeiten sich bieten, weiß ich nicht. Da gehen mir so einige Dingen durch den Kopf. Aktuell muss mein Kopf bei Eintracht Frankfurt sein.“

Eintracht-Zeugnis gegen den VfB Stuttgart

Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: Note 3,0 © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan Ndicka: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: Note 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman: : Note 4,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: : Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jetro Willems: Ohne Note © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
David Abraham: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marc Stendera: Note 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Nicolai Müller: Ohne Note © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Filip Kostic: Note 2,0 © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Pressekonferenz
Ante Rebic: Note 2,5 © Hübner

„Die Mannschaft und die Spieler habe ja mit meiner Situation nichts zu tun. Ich freue mich für sie, sie haben sich diese Erfolge ja verdient. Es ist mein tief empfundenes Gefühl, ihnen zu gratulieren.“

Sie haben gerade wieder für die mexikanische Nationalmannschaft gespielt. Beim 0:1 gegen Chile waren sie sogar Kapitän. In der Heimat sind sie also nicht vergessen...

„Es war etwas sehr Besonderes und Wichtiges für mich. Eine Belohnung und Wertschätzung, was ich in meiner Karriere erreicht habe. Und es hat gezeigt, dass ich zu hundert Prozent einsatzfähig bin. Es ist immer schön mein Land zu vertreten und mich mit den Besten der Welt zu messen. Sie wissen in Mexiko natürlich Bescheid, dass ich hier wenig spiele. Sie wissen aber auch, dass ich körperlich gut drauf bin, eben nur keinen Spielrhythmus habe. Ich habe mich gut präsentiert gegen Chile und habe mich wohlgefühlt.“ 

Quelle: op-online.de

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