Frankfurter Luxusprobleme in der Europa-League:

Muss Tore-Held Jovic auf die Bank?

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Luka Jovic im Zweikampf

Frankfurt - Wer wissen will, wie es um die Frankfurter Eintracht in diesen Tagen und Wochen bestellt ist, der muss sich nur die Möglichkeiten der Aufstellung für das Europa-League-Spiel am Donnerstag (21 Uhr) gegen Apollon Limassol anschauen. Von Peppi Schmitt

Ante Rebic, zuletzt beim 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf wegen einer Sperre nicht dabei, wird auf jeden Fall in die Anfangsformation zurückkehren. Aber wer muss weichen? Etwa Luka Jovic? Fünf Tore gegen Düsseldorf, sieben in der Liga insgesamt, Schütze zum 2:1 in Marseille und zum 3:1 gegen Rom – das ist die überragende Bilanz des 20 Jahre alten Serben. Und trotzdem hat er den Platz in der Anfangself nicht sicher. Denn da ist ja auch noch Sébastien Haller. Der hat auch schon fünf Tore in der Liga geschossen, ist seit Wochen bester Vorbereiter und Leuchtturm im Eintracht-Angriff. Trainer Adi Hütter könnte ja auch alle drei aufstellen. Dann müsste womöglich Filip Kostic mal auf die Bank, was nach dessen starken Leistungen auch nicht wirklich nachvollziehbar wäre. Es sind wahrhaft Luxusprobleme, die den Eintracht-Coach da plagen.

Sie zeigen die Entwicklung der Frankfurter Mannschaft. Die Eintracht ist nicht mehr von einzelnen Spielern abhängig, nicht in der Abwehr, die seit vielen Wochen ohne Timothy Chandler und Carlos Salcedo auskommen muss, nicht einmal im Tor, wo Frederik Rönnow sicher auch in der Lage wäre, seinen Mann zu stehen. Auch nicht im Mittelfeld, dort hat Lucas Torró eine erstaunliche Entwicklung genommen und Johnny de Guzman einen eindeutigen Aufwärtstrend gezeigt. Schon gar nicht in der Offensive mit den „gefürchteten Drei“. Diese kollektive Stärke hat zum einen etwas mit der Zusammenstellung des Kaders zu tun, zum anderen aber mit dem Mut und der Kreativität des Trainers. Hütter traut sich was, Beispiel ist die Versetzung von Kostic in eine etwas defensivere Position. Und er schreibt keinen Spieler ab, nutzt somit die vorhandenen personellen Ressourcen. Zuletzt hat er Allan Souza und Marc Stendera eingebaut, die über Wochen zuvor keine Rolle gespielt hatten. Hütter lässt keine Spieler fallen, er hebt sie lieber auf ein höheres Niveau. Mit Marco Fabián und den aktuell verletzten Neuzugängen Chico Geraldes und Goncalo Paciencia warten weitere Profis auf ihre Chance.

Eintracht-Zeugnis gegen Fortuna Düsseldorf

Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: Note 2 © picture alliance/dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Frederik Rönnow: Ohne Note © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan Ndicka: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Note 1 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: Note 1 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Mijat Gacinovic: Note 2 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Lucas Torro: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
David Abraham: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: Note 2 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marc Stendera: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Branimir Hrgota: Ohne Note © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Filip Kostic: Note 2,5 © Hübner

Die Breite des Kaders eröffnet dem Trainer die Chance zur „Rotation“, die Chance, auch mal Kräfte zu schonen. Gegen Limassol könnte wieder einmal Jetro Willems ins Team rücken, auch Gelson Fernandes zurückkehren. Ja, und dann wäre dann ja noch die Frage nach der Besetzung des Angriffs…

Quelle: op-online.de

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