Eintracht-Trainer nimmt Stellung

Lügen-Vorwürfe wegen Bayern-Wechsel: Jetzt rechtfertigt sich Kovac

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Eintracht-Trainer Niko Kovac nimmt nach Lügen-Vorwürfen jetzt Stellung und spricht über den Wechsel zum FC Bayern München. 

Eintracht-Trainer Niko Kovac nimmt nach Lügen-Vorwürfen jetzt Stellung und spricht über den Wechsel zum FC Bayern München. 

Frankfurt/Main - Rückendeckung erhält Eintracht-Frankfurt-Coach Niko Kovac dieser Tage wohl nur aus München. „Ich kann die Entscheidung absolut nachvollziehen“, meinte beispielsweise Joshua Kimmich (wir haben darüber berichtet). Gerade in dieser Saison finde ich es beachtlich, was Niko Kovac mit Frankfurt geleistet hat, ungeachtet der Niederlage in Leverkusen.“ Er erwähnt lobend die unangenehme Spielweise der Eintracht, die für ihn „die positive Überraschung der Saison“ ist.

Doch die Eintracht-Fans können dem überraschenden Ende in Frankfurt wenig Positives abgewinnen. Die meisten Anhänger unterstellen dem Coach sogar, bei der Pressekonferenz am Freitag gelogen zu haben. Dort sagte Kovac: "Ich habe vor einer Woche gesagt, dass es keinen Zeitpunkt zu Bayern gab." Das habe sich schlagartig geändert. Gestern sei eine Dynamik in den Tag, den er selbst noch nie erlabt habe. Kovac habe am Donnerstag (einen Tag vor der PK) einen Anruf und ein Angebot aus München erhalten. Er habe das Angebot dann angenommen. Ob Kovac wirklich nicht schon vorher Kontakt mit dem FC Bayern München hatte? Im kleinen Kreis nahm Kovac nun Stellung. Sportreporter Peppi Schmitt und bild.de berichten

Lügen-Vorwürfe wegen Bayern-Wechsel: Jetzt rechtfertigt sich Niko Kovac

„Als ich im Dezember 2016 meinen Vertrag bei Eintracht verlängert habe, wurde eine Klausel eingebaut, dass ich bei dem Angebot eines Vereins aus der Champions League gehen kann, weil ich weiß, dass im Fußball viel passieren kann. Ich war von mir überzeugt, dass ich es im Zusammenspiel mit der Mannschaft schaffen könnte, interessant zu werden für einen großen Verein, deswegen die Klausel. Die Entscheidung, zu Bayern zu gehen, ist nicht an einem Tag passiert, sie ist schon gelegt worden mit meiner Vertragsunterschrift damals" so Kovac. 

Das würde bedeuten, der 46-Jährige hatte 2016 schon das Ziel, einen größeren Club als Eintracht Frankfurt zu coachen. Ein Zeichen seines Ehrgeizes? Oder ist Kovac einfach ein Profi im harten Bundesliga-Geschäft? Darüber müssen sich die Eintracht Fans ihr eigenes Urteil bilden. „Die, die mich kennen, wissen dass es ein Ziel für mich ist, Bayern zu trainieren. Das ist nicht eine Entscheidung gegen Eintracht, sondern eine für mich und meine Zukunft.“ Als das Bayern-Angebot kam, geht alles fix. Kovac muss am Donnerstag nicht lange überlegen und sagt den Bayern-Bossen zu. 

Kovac unterschreibt in den kommenden Tagen den Vertrag

„Ich habe bei Eintracht meine Verträge unterschrieben und um keinen Cent gefeilscht, dann muss ich das bei den Bayern erst Recht nicht", sagt Kovac, der in den kommenden Tagen den Vertrag beim FC Bayern München unterschreiben wird. Und in der entscheidenden Frage bleibt Kovac bei seinen Aussagen: Er habe vor Donnerstag keinen Kontakt zum FC Bayern München gehabt. „Die Bundesliga ist ein Dorf, der Buschfunk ist überall. jeder weiß was, hat was gehört. Ich habe Signale aus München wahrgenommen, aber nicht direkt von den Bayern", so Kovac gegenüber bild.de.

Kovac will Eintracht Frankfurt im Guten verlassen.Das war immer die Überzeugung des Trainers. Ob ihm das nun auch bei Eintracht Frankfurt gelingt? „Ich verstehe die Enttäuschung, aber ich sehe keinen Grund, warum ich nicht im Guten gehen sollte. Wenn nicht, dann ist das, was ich zwei Jahre geleistet habe auf Grund von zwei Tagen nichtig. Aber dann ist es halt so. Jeder hat seine Meinung.“

Matthias Kernstock

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