Europa League "ernst nehmen"

Adi Hütter ist da! Sportvorstand Bobic gibt hohes Ziel für den neuen Eintracht-Trainer aus

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Was sagt Adi Hütter bei seiner offiziellen Vorstellung als Eintracht-Coach über seinen neuen Klub?

Adi Hütter ist da! Bei der Vorstellung des neuen Trainers von Eintracht Frankfurt gibt Sportvorstand Fredi Bobic sogleich ein großes Ziel für die Europa League aus. Nun soll aber erst einmal am Kader gearbeitet werden.

Frankfurt - Er kommt als Schweizer Fußball-Meister, aber nicht als der erwartete Double-Gewinner. Adi Hütter ist am heutigen Mittwoch offiziell als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt vorgestellt worden. Er ist der Nachfolger von Niko Kovac, der den hessischen Fußball-Bundesligisten nach mehr als zwei Jahren in Richtung FC Bayern München verlässt. Die Pressekonferenz gibt es in unserem Ticker minutengenau zum Nachlesen. 

Die wichtigsten Punkte der Pressekonferenz mit dem neuen Eintracht-Trainer Adi Hütter

  • Hütter gibt sich sympathisch, aber bestimmt - er beantwortet nicht alle Fragen
  • Sportvorstand Fredi Bobic will die "Europa League ernst nehmen"
  • Das Ziel sei es, "durch die Gruppe zu marschieren" - klingt nach viel Arbeit für Hütter
  • In Sachen Kader gibt es nichts Neues. Hütter, Bobic und Bruno Hübner wollen jetzt gemeinsam arbeiten
  • Die Causa Alex Meier scheint abgehakt: Dazu gab es kein Kommentar - aber neue Gerüchte über einen Wechsel.
  • Fest steht: Hütter ist Fan von Frankfurt, von der Stadt, dem Klub und den Fans. Für ihn geht es um Emotionen - klingt nach dem perfekten Mann

Die Pressekonferenz mit dem neuen Eintracht-Trainer Adi Hütter zum Nachlesen im Ticker

13.37 Uhr: Damit verabschieden wir die Eintracht auch in die Sommerpause - auch wenn die angesichts der Transfergerüchte rund um die Mannschaft alles andere als ruhig werden dürfte. Deshalb an dieser Stelle erst einmal vielen Dank fürs Mitlesen des Tickers - und bis bald zu den neusten Nachrichten auf extratipp.com!

13.36 Uhr: Damit verabschiedet sich der hessische Bundesliga-Klub in die Sommerpause. Die Pressekonferenz mit Adi Hütter ist beendet. Fazit: Sympathischer Eindruck des neuen Trainers, aber auch sehr bestimmt. Wenn er nichts zu einem Thema sagen möchte, dann tut er das auch nicht. 

13.35 Uhr: Mit der letzten Frage nach einem möglichen Urlaub Hütters, der bis zum vergangenen Wochenende in Bern im Einsatz war, endet die Pressekonferenz. Die Antwort des neuen Eintracht-Trainers: Er werde sich ein paar Tage Ruhe für sich nehmen, aber dennoch im ständigen Austausch mit den Eintracht-Verantwortlichen um Fredi Bobic und Bruno Hübner sein. Klingt nach Urlaub mit viel Arbeit. 

13.34 Uhr: Hütter sagt, er spiele bei seiner Arbeit mit der Distanz zwischen Spielern und Trainer. Er zwar nicht deren Freund, aber ist weit davon entfernt, ihr Feind zu sein. Was immer das heißen mag...

13.33 Uhr: In der Schweiz wurde Hütter zuletzt als "Trainergott" verehrt. Er selbst sagt, dass ihm der Meistertitel mit Bern nach 32 Jahren viel bedeutet hätte. Aber es laufe eben nicht immer alles perfekt, deshalb gehe es ich besonders darum, die Menschen hinter den Spielern kennenzulernen. "Für mich ist es wichtig, wie man die Spieler führt und dann hoffe ich, dass sie uns ans Ziel bringen." 

Adi Hütters Erinnerungen an eine österreichische Vergangenheit bei der Eintracht

13.32 Uhr: Christian Peintinger wird als Co-Trainer mit Adi Hütter zur Eintracht kommen. Nun will er sich mit Bruno Hübner und Fred Bobic zusammensetzen, um die Besetzung des weiteren Teams zu diskutieren. Bislang sehe aber alles sehr gut aus, sagt Hütter, der immer wieder die professionellen Strukturen und den guten Zustand der Eintracht betont.

13.29 Uhr: Jetzt werden die alten Geschichten aus den späten 1970er Jahren erzählt. Es geht um den Wechsel von Bruno Pezzey. Adi Hütter bleibt freundlich: "Danke für die Anekdote. Jetzt bin ich eine Historie gescheiter."

13.27 Uhr: Jetzt geht es um die Tradition, denn schon immer gab es große österreichische Spieler und Trainer in der Bundesliga - auch bei der Eintracht. Hütter sagt, er habe gute Erinnerungen an die Eintracht-Legende Bruno Pezzey. Er selbst will "einen guten Job machen, um hier meine Spuren zu lassen".

13.25 Uhr: Gibt es Kontakte zu Ralph Hasenhüttl und Peter Stöger, den beiden Österreichern, die in der vergangenen Saison in der Bundesliga gearbeitet haben? "Noch nicht", sagt Hütter. Aber will sich noch mit Stöger unterhalten, denn die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit in der Nationalmannschaft. Und auch mit Niko Kovac will der neue Eintracht-Coach für die letzten Tipps reden.

13.24 Uhr: Jetzt geht es um eher private Dinge. Hütter will nicht in einem Hotel wohnen, hat aber noch keinen Wohnort auserkoren - und er will mal Apfelwein und Handkäse probieren.

13.22 Uhr: Bobic sagt aber auch, dass es immer wieder passieren könne, dass größere Vereine Interesse an Spielern hätten. Dann müsse man wirtschaftlich denken. "Es gibt einfach größere Haie und kleinere Fische", sagt er. Heißt im Umkehrschluss wohl, dass man nicht jeden Spieler um jeden Preis halten werden kann bzw. will.

Fredi Bobic will mit der Eintracht in der Europa League richtig Gas geben

13.21 Uhr: Fredi Bobic will in der Europa League "durch die Gruppe marschieren" - für den Klub, die Spieler, die Fans - und die Liga, denn "wir spielen nicht für uns". Dies hat nach seiner Aussage auch Einfluss auf die Kaderplanung. Deshalb wolle man sich punktuell verstärken, um die Qualität im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zu steigern. "Da mache ich mir keine großen Sorgen, denn es hat ja alles erst richtig begonnen", sagt Bobic. Es gebe aber keinen "Aderlass" oder einen "Ausverkauf". Bobic' Fazit: "Wir haben ein gutes Gerüst."

13.20 Uhr: Hütter will sich zum wiederholten Male nicht zur Zielsetzung äußern. Er will erst den Kader abwarten. Auf die Dreifachbelastung mit der Europa League sagt er: "Ich sehe das nicht als Belastung, sondern als etwas Schönes, als Bonus."

13.18 Uhr: Jetzt grätscht Fredi Bobic dazwischen und betont, dass Hütter bis Sonntag in Bern tätig war. Nun werde man zusammen den Kader besprechen - in einem Team mit Bruno Hübner, dem Kaderplaner, dem Trainer und ihm als Sportvorstand. Bobic sagt: "Was bis jetzt passiert hat, hat Adi Hütter die Ruhe und den Fokus auf Bern genossen, jetzt wird dann einiges gemeinsam passieren."

13.18 Uhr: Zur Causa Alex Meier sagt Hütter erneut: "Das ist und war nicht mein Thema."

13.17 Uhr: Hat Adi Hütter nach der starken Saison unter dem neuen Bayern-Trainer Niko Kovac Respekt vor der Aufgabe, zumal es seine erste Saison in der Bundesliga ist? "Angst habe ich vor nichts, Respekt habe ich vor allem", sagt Hütter, "Es geht darum, die Latte noch höher zu legen, wenn sie schon hoch liegt." Doch dazu brauche man erst einmal eine gute Mannschaft. "Wir freuen uns natürlich unheimlich, dass wir in der Europa League spielen werden. Ich weiß, dass es da bei der Eintracht eine unglaubliche Euphorie gibt. Auf das freue ich mich extrem."

Adi Hütter will bei Eintracht Frankfurt keinen Offensivfußball um jeden Preis spielen lassen

13.16 Uhr: Zum Thema Kaderplanung will Hütter nichts sagen. Wieder ist er sehr kurz angebunden und wiegelt das Thema auf Sportvorstand Fredi Bobic ab. Ob er da gar nichts mitzureden hat?!

13.14 Uhr: Jetzt geht es um Hütter als Trainer: Er beschreibt sich als kommunikativer Teamplayer, dem es um Respekt, Teamgeist und harte Arbeit geht.

13.13 Uhr: Adi Hütter will einen Ausgleich zwischen Defensive und Offensive. Er möchte eine Spielphilosophie je nach Kader entwickeln, aber das Credo sei es, kompakt zu verteidigen und dann aber auch kompakt und für die Zuschauer attraktiv nach vorne zu spielen. "Jeder wird seine Rolle haben und seine Aufgabe als Spieler", sagt Hütter. Denn es gehe nur darum, "am Ende des Tages gemeinsam erfolgreich" zu sein.

13.12 Uhr: Adi Hütter steht für offensiven Fußball, er sagt aber, man müsse "immer auch einen Plan B haben und diesen benutzen". Dahingehend habe er sich seit seiner Zeit bei RB Salzburg weiterentwickelt, wie der Erfolg in Bern auch gezeigt habe.

13.11 Uhr: Die erste unangenehme Frage: Hat Adi Hütter eine Ausstiegsklausel? Der sagt: "Es ist nicht der richtige Ort, über solche Dinge zu sprechen" - Das war kurz angebunden.

13.10 Uhr: "Seit Montag habe ich mich noch mehr mit der Eintracht beschäftigt. Ich weiß, dass sie eine gute Saison, besonders eine gute Vorrunde gespielt hat. Niko Kovac hat einen ausgezeichneten Job gemacht. Meine Aufgabe ist es, diesen Weg weiterzuentwickeln." Vor der Bundesliga habe er keine Angst, denn darauf habe er die letzten zehn Jahren hingearbeitet.

Für Hütter geht mit der Eintracht ein Traum in Erfüllung: Endlich Bundesliga!

13.08 Uhr: Als ehemaliger Spieler habe er noch Erinnerungen an ein Viertelfinalspiel im Europa-Pokal 1994 an Frankfurt. "Mein Gefühl hat mir gesagt: Geh zu diesem tollen Verein." Außerdem wollte er schon immer in der Bundesliga arbeiten - daraus hat er nie einen Hehl gemacht.

13.07 Uhr: Jetzt geht es um Hütters Kompetenzen mit Blick auf die Multikulti-Truppe der Eintracht. Hütter antwortet locker: Er habe sich auch in der Schweiz mit Deutsch, Englisch und ein paar Wörtern Französisch durchgeboxt. "Die Fußballersprache ist aber eine eigene Sprache." Er setze darauf, dass die Spieler zusammen wachsen und sich gegenseitig bei den Sprachbarrieren helfen.

13.06 Uhr: "Wir leben alle von Emotionen", sagt Adi Hütter mit Blick auf den Meistertitel in Bern - nach 32 Jahren wieder. Nach 30 Jahren hat die Eintracht am Pfingstwochenende gegen den FC Bayern München den DFB-Pokal geholt. Auch diese Bilder hätten ihn tief beeindruckt.

13.05 Uhr: Jetzt spricht Sportvorstand Fredi Bobic über die Trainersuche. Diese sei "sehr respektvoll" und "sehr strukturiert" abgelaufen - auch mit dem Ex-Frankfurter Christoph Spycher, der bei Hütters Ex-Verein Young Boys Bern Sportlicher Leiter ist. Hütter habe eine klare Philosophie, eine sehr gute Vita und eine tolle Persönlichkeit. "Diese Kombination hat es uns sehr leicht gemacht, diese Entscheidung zu fällen.

Adi Hütter beginnt Amtszeit in Frankfurt mit einem "herzlichen Grüßgott"

13.03 Uhr: Adi Hütter sagt, er hat "einen unglaublichen Eindruck", ein "sehr, sehr gutes Gefühl". Deshalb freue er sich auf die neue Aufgabe bei einem "echten Traditionsverein".

13.02 Uhr: Adi Hütter wird herzlich willkommen geheißen von den Eintracht-Verantwortlichen. Er antwortet mit "einem herzlichen Grüßgott!"

13.00 Uhr: Jetzt geht's los: Adi Hütter betritt die Bühne. Die Fotografen stürzen sich auf ihn. 

12.13 Uhr: Eintracht Frankfurt überträgt die Pressekonferenz mit Adi Hütter live bei Eintracht-TV sowie live auf der Facebook-Seite des Vereins. Für all diejenigen, die keine Zeit haben, das live zu verfolgen oder gerade unterwegs sind und das Datenvolumen am Ende des Monats aufgebraucht ist, tickern wir hier live die wichtigsten Ereignisse vom ersten Auftritt Hütters bei der SGE.

12.00 Uhr: In einer Stunde geht's los. Dann wird Adi Hütter offiziell als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt vorgestellt. Wir sind schon ganz gespannt: Was wird der sympathische Österreicher, der zuletzt sehr erfolgreich beim BSC Young Boys Bern in der Schweiz gearbeitet hat, über die Eintracht sagen?

Vorbericht zur Trainervorstellung bei Eintracht Frankfurt: Wer spielt unter Hütter?

Für Hütter werden die Fußstapfen des Kroaten allerdings mit dem sensationellen Pokal-Sieg der Eintracht gegen die Bayern allerdings nicht kleiner. Denn in der kommenden Saison hat er damit eine Dreifach-Belastung zu bewältigen: Bundesliga, Pokal und natürlich Europa League, für die die SGE als Pokalsieger automatisch in der Gruppenphase qualifiziert ist.

Niko Kovac hat sich mit dem ersten Pokalsieg nach 30 Jahren bei Eintracht Frankfurt ein Denkmal geschaffen.

Weitere Fragen könnten den Umbruch im Eintracht-Kader betreffen: Nach dem Abgängen von Marius Wolf zu Borussia Dortmund und Torwart Lukas Hradecky zu Bayer 04 Leverkusen sowie den Transfergerüchten um Pokal-Held Ante Rebic und den emotionalen Leader Kevin-Prince Boateng könnte sich der Kader zur neuen Saison drastisch verändern - zumal mit "Alex Meier Fußball-Gott" auch eine echte Identifikationsfigur keinen neuen Vertrag erhält.

Eintracht Frankfurt: Mehr als 25 Millionen Euro für Transfers im Sommer?

Immerhin: Mit Jonathan Bamba von St. Etienne soll bereits ein Ersatz für Marius Wolf in den Startlöchern stehen. Außerdem wird über einen Wechsel von Hütters bisherigem Stürmer bei den BSC Young Boys Bern, Christian Fassnacht, spekuliert. Laut Medienberichten soll der Lizenzspieleretat der Eintracht in der neuen Saison erstmals 50 Millionen Euro betragen.

Aufgrund der starken Saison mit dem Pokalsieg sowie der Aussicht auf weitere Millionen in der Gruppenphase der Europa League könnten zudem bis zu 25 Millionen Euro für neue Spieler zur Verfügung stehen. Damit könnte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic sicher einiges anstellen - und Adi Hütter dürfte sich als Trainer sicher den einen oder anderen Spieler aussuchen.

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Philipp Keßler

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