Auf beiden Seiten fehlen Spieler

Bayern „C“ gegen Eintracht „B“

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Bayern München empfängt morgen Eintracht Frankfurt.

Frankfurt - Samstag, 15.30 Uhr, Bayern München gegen Eintracht Frankfurt. 75.000 Zuschauer werden in der Allianz-Arena dabei sein, darunter rund 6000 aus Frankfurt. Doch was ist das für ein Spiel? Von Peppi Schmitt

Es gibt viele Varianten: Die Generalprobe fürs Pokalfinale drei Wochen später. Das sogenannte „Sandwich-Spiel“ für die Bayern zwischen den beiden Halbfinals in der Champions-League gegen Real Madrid. Eine vorentscheidende Begegnung für die Eintracht beim Kampf um Europa. Die persönliche Vorstellung von Niko Kovac bei seinem neuen Arbeitgeber. Das Treffen der seit dem Bekanntwerden des Trainerwechsels verkrachten Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hier und Fredi Bobic da. Von allem wird ein bisschen einfließen. Sportlich aber wird es wohl das Spiel Bayern „C“ gegen Eintracht „B“.

Die Ausfallliste auf beiden Seiten ist lang. Den Münchnern fehlen wegen Verletzungen neben Manuel Neuer nun ja auch David Alaba, Arjen Robben, Jerome Boateng und Javi Martinez. Es ist zudem fest davon auszugehen, dass Trainer Jupp Heynckes ganz viele weitere Stars schonen wird. Mats Hummels, Frank Ribery, Robert Lewandowski, Thomas Müller, sie alle werden im Vollbesitz ihrer Kräfte am nächsten Dienstag in Madrid gebraucht. Und so werden all jene, die im ersten Real-Spiel nicht oder wenig gespielt haben, diesmal wohl sicher spielen. Mit Niklas Süle, Sebastian Rudy, Sandro Wagner, Juan Bernat und Corentin Tolisso werden die Frankfurter rechnen müssen. Allesamt Nationalspieler übrigens „Das macht die Aufgabe nicht leichter, eher komplizierter“, wehrt der Frankfurter Trainer Kovac ab, „bei den Bayern will sich jeder empfehlen für die nächsten Spiele.“ Und für die jeweiligen Nationalmannschaften könnte man hinzufügen.

Bei der Eintracht fehlen sicher Makoto Hasebe (gesperrt), Carlos Salcedo, Jonathan de Guzman, Kevin-Prince Boateng und Ante Rebic (alle verletzt oder nach Verletzungen noch nicht wieder fit). Nicht so viele wie bei den Bayern, aber viele wichtige. Eine ganze Hand voll potentielle Stammspieler können die Frankfurter im Grunde nicht ersetzen. Trainer Kovac wird es mit ein paar taktischen Veränderungen und Kniffen versuchen. „Alle Karten werden aber sicher nicht aufgedeckt“, sagt er mit Blick aufs Pokalendspiel. Was in der Natur der Sache liegt, wenn bei beiden Mannschaften die Hälfte oder sogar mehr als die Hälfte der Spieler in Berlin dann andere sein werden. Im Training geübte Freistoßtricks aber, um ein Beispiel zu nennen, würden jetzt in München aber sicher nicht probiert.

Die taktische Ausrichtung, so Kovac, werde man aber erst dann festlegen (können), wenn die Bayern-Aufstellung bekannt ist. Das ist neu bei der Eintracht und der besonderen Situation geschuldet. „Wir müssen wissen, wie sie über außen kommen“, erklärt der Eintracht-Coach. Speziell davon wird abhängen, ob die Eintracht mit einer Dreier- oder einer Viererkette in letzter Reihe agiert. Rechtsaußen Robben wird sicher nicht spielen, auch der Einsatz von Linksaußen Ribery ist nicht sehr wahrscheinlich. Ausgeschlossen aber ist er nicht. Da die Aufstellung der Münchner erst gut eine Stunde vor Anpfiff bekannt werden wird, muss die Eintracht in ihrer taktischen Antwort ziemlich flexibel sein. Das ist eine weitere Herausforderung.

So könnte die Eintracht-Aufstellung aussehen: 

Hradecky – Da Costa, Abraham, Russ, Willems – Fernandes, Mascarell – Fabián - Wolf, Jovic, Gacinovic. – Bank: Zimmermann, Falette, Tawatha, Chandler,Cavar, Barkok, Haller.

Quelle: op-online.de

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