Angebliche Angebote für Ante Rebic

Kommentar: Fußball-Fake-News

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Ante Rebic jubelt beim 1:0 gegen die Bayern im DFB-Pokalfinale.

Vor ein paar Wochen berichtete die Sport-Bild über ein 50-Millionen-Euro-Angebot für Ante Rebic von Manchester United. Bei der Frankfurter Eintracht ist ein solches Angebot nie eingegangen. Von Peppi Schmitt

Am Donnerstagabend verbreitete der spanische Radiosender „Onda Cero“ die Nachricht, der FC Sevilla wolle Rebic verpflichten. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, eine Einigung „sehr nahe“. Als Ablösesumme wurden 21 Millionen Euro genannt. Das Dementi der Eintracht kam prompt. „Es gibt kein Angebot“, sagten Sportvorstand Bobic und Manager Hübner. Nichts dran also.

Doch längst hatte das Portal „hessenschau.de“, immer schnell bei der Hand Gerüchte weiterzutragen, die Meldung übernommen und verbreitet. Andere Internat-Portale wie „goal.com“ oder „Spox.com“ folgten. Der nächste, der dann auf den Geisterzug aufsprang, war der Sport-Informations-Dienst (sid), der das Gerücht mit Bezug auf den Radiosender als Meldung formulierte.

Schließlich fand das angebliche Angebot, das es nicht gibt, sogar den Weg in den Video-Text der öffentlich-rechtlichen ARD. Ein Musterbeispiel für schlechten Journalismus. Fußball-Fake-News sozusagen.

Marktwerte der Spieler von Eintracht Frankfurt: Bilder

Quelle: op-online.de

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