Salcedo und Willems müssen bleiben

Hübner stellt klar: „Wir geben keinen Spieler mehr ab“

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Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner

Frankfurt - Der Elf-Tage-Urlaub ist vorbei, am Donnerstag (15 Uhr) startet die Frankfurter Eintracht in die Vorbereitung auf die Rückrunde. Das Programm bis zum Bundesligastart am 19. Januar gegen den SC Freiburg ist dichtgedrängt, viel Zeit grundsätzliche Dinge zu verändern, bleiben Trainer Adi Hütter da nicht. Von Peppi Schmitt

„Das ist auch nicht nötig, die Spieler haben nicht viel an Substanz verloren“, glaubt der erfahrene Trainer. Die freien Tage sollen eher dazu geführt haben, die Akkus wieder aufzuladen. Er selbst habe eine solch kurze Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison auch noch nicht verantwortet, sagt der Eintracht-Trainer, „deshalb bin ich selbst gespannt, wie wir das hinkriegen.“

Eine große Hilfe wird sein, dass die Eintracht auch 2019 weiter auf eine eingespielte Mannschaft setzen kann. Bislang hat es lediglich eine gravierende Änderung gegeben. Für Nicolai Müller, der zu Hannover 96 gewechselt ist, haben die Frankfurter Sebastian Rode von Borussia Dortmund geholt. In Frankfurt gehen alle davon aus, dass damit das spielerische Niveau noch einmal angehoben werden kann. Rode, schon von 2011 bis 2014 für die Eintracht am Ball, kehrt gesund zurück. Aber wie fit er nach vielen Verletzungen in den letzten Jahren und daraus fehlender Spielpraxis wirklich ist, muss ich erst noch zeigen. „Bei Abwägung von Chancen und Risiken überwiegen eindeutig die Chancen“, sagt Manager Bruno Hübner. Die Rückholaktion des 28 Jahre alten Rode gehört zu jenen „fantasievollen Transfers“, die die Eintracht in den letzten Jahren sehr oft mit Erfolg getätigt hat. „Seppl will unbedingt wieder spielen“, sagt Hübner, „wir sind froh, dass es geklappt hat.“

Weitere Transfers (Einkäufe) soll es im Winter nicht geben, Stand jetzt. Voraussetzung ist allerdings, dass Timothy Chandler den Anschluss wieder schafft. Der rechte Verteidiger wurde im Spätsommer wegen eines Knorpelschadens im Knie operiert, soll nun wieder den Anschluss schaffen. „Das sieht ganz gut aus“, sagt der Manager. Gleiches gelte für jene Spieler, die in der Vorrunde langfristig ausgefallen waren wie Goncalo Paciencia und Allan Souza oder kurzfristig wie David Abraham, Makoto Hasebe und Mijat Gacinovic. Sie alle sollen dabei sein, wenn es am Freitag ins Trainingslager nach Florida geht. Verkäufe von Stammspielern hat die Eintracht-Führung einen Riegel vorgeschoben. An den Gerüchten um eine Rückkehr von Carlos Salcedo nach Mexiko sei „nichts dran“, sagt Hübner, bei Jetro Willems gebe es zwar immer wieder Angebote, „aber wir geben keinen mehr ab.“

Bilder: Diese Verträge bei Eintracht Frankfurt laufen aus

Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Der Stürmer ist noch von Benfica Lissabon ausgeliehen, doch die Eintracht hat eine Kaufoption. Es gilt als sicher, dass sie diese auch zieht. © Hübner
Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: Kurz vor dem Ende der Sommertransferperiode gelang der Eintracht die Rückholaktion von Kevin Trapp. Auch wenn die Verantwortlichen ihn gern über die Saison hinaus halten wollen, ist fraglich, ob dies gelingt. © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jan Zimmermann: Der Ersatzkeeper kehrte 2017 zur Eintracht zurück und ist seit dieser Saison einer von vier Torhütern. Über eine mögliche Verlängerung ist bislang nichts bekannt. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marco Fabián: Der Wechsel des Mittelfeldspieler im Sommer platzte kurzfristig, viel Spielzeit hat er seitdem nicht bekommen. Ein Wechsel im Winter steht im Raum. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Rodrigues de Souza: Der Leihspieler aus Liverpool konnte sich bisher noch nicht bei der Eintracht beweisen. Dennoch strebt er einen Verbleib über die Saison hinaus an. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Branimir Hrgota: Der Stürmer steht seit 2016 unter Vertrag, spielt aber immer seltener eine Rolle. Die Zeichen stehen auf Abschied. © Hübne r
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Taleb Tawatha: Der Linksverteidiger kommt nur selten zum Einsatz. Ein Wechsel nach Spanien steht im Raum. © Hübner

Was sicher nicht für Branimir Hrgota und Marco Fabián gilt. Aber nach wie vor liegen für den schwedischen Stürmer und den mexikanischen Mittelfeldspieler, die in der Vorrunde überhaupt keine Rolle mehr gespielt haben, keine Angebote vor. Trainer Hütter, der eigentlich nur mit „23 bis 25 Feldspielern“ ins Trainingslager wollte, wird also doch den einen oder anderen mehr mitnehmen (müssen). Eine „Trainingsgruppe 2“ wie im Spätsommer soll diesmal vermieden werden.

Quelle: op-online.de

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