Haller trifft in der Nachspielzeit in Nürnberg

Hütter: „Das Unentschieden kann man schon als glücklich bezeichnen“

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Adi Hütter beim Spiel in Nürnberg

Nürnberg - Sébastien Haller hat mit einem Tor in der Nachspielzeit der Frankfurter Eintracht beim 1. FC Nürnberg einen Punkt gerettet. Von Peppi Schmitt

Das 1:1 (0:0) war nicht nur wegen des Zeitpunkt des Ausgleichs glücklich für die Hessen. Drum herumreden wollte später niemand. „Das Unentschieden kann man schon als glücklich bezeichnen“, sagte Trainer Adi Hütter. „Mit der Leistung können wir sicher nicht zufrieden sein“, sagte Manager Bruno Hübner, „mit dem Ergebnis schon.“ Richtig sauer war Torhüter Kevin Trapp. „Ich weiß nicht, ob wir zuletzt zu viel gewonnen haben und die Stimmung zu gut war, das war heute einfach schlecht von uns“, polterte der Nationalspieler, „ich weiß nicht, was wir heute gedacht haben, vielleicht war das Wetter zu kalt.“ Es hätten ausgerechnet jene Dinge gefehlt, die die Mannschaft zuletzt ausgezeichnet hatten. Trapp: „Das Laufen und Kämpfen haben wir nicht auf den Platz gebracht.“

Von Beginn an war zu erkennen, dass dies nicht die Eintracht der letzten Wochen war. Vielleicht war es der frühe Anstoßtermin (13.30 Uhr), vielleicht die kurze Pause nach dem Europa-League-Spiel, der ihnen Energie genommen hat. Jedenfalls dominierten die Nürnberger mit einfachsten Mitteln, Kampf- und Laufstärke. Die Eintracht brauchte einen starken Torwart Trapp und ein Portion Glück, um nicht früh in Rückstand zu geraten. Der Nationalspieler beherrschte seinen Strafraum, hätte aber in der 18. Minute das Nachsehen gehabt. Nach einer weiten Flanke von Leibold, nahm Knöll den Ball volley und schoss aus spitzem Winkel gegen den Pfosten.

Die Gäste wirkten ein wenig behäbig, einige auch müde. Mittelfeldspieler Johny da Guzman gab dies auch unumwunden zu. Vor allem im Kopf habe die „Frische gefehlt“, sagte der Holländer. Das wollten zwar nicht alle Frankfurter Spieler so bestätigen, aber der Eindruck hatte sich während der 94 Minuten doch aufgedrängt. Er sei „nicht müde“ gewesen, sagte beispielsweise Makoto Hasebe. Auch das war sichtbar. Der Libero war neben seinem Abwehrkollegen Evan Ndicka einer der besten im Frankfurter Team. Andere aber waren lange nicht an ihr wahres Leistungsvermögen herangekommen.

Haller rettet Eintracht Punkt gegen FC Nürnberg: Bilder

FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder
FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
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Das galt vor allem für Ante Rebic. Der kroatische Vizeweltmeister rannte zwar viel, bewegte aber wenig. Er traf immer mal wieder falsche Entscheidungen und wurde zwanzig Minuten vor dem Ende ausgewechselt. „Ante wollte manchmal zu viel“, urteilte der Trainer milde. Das fiel Adi Hütter leicht, nachdem seine Mannschaft in den letzten Minuten noch einen Punkt erkämpft hatte. Immerhin sind die Frankfurter nun seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen. „Der Ausgleich von Haller in der zweiten Minute der Nachspielzeit habe etwas mit „Mentalität und mit Qualität“ zu tun, sagte der Trainer. Die ganze Mannschaft habe daran geglaubt, noch den Ausgleich zu erzielen. Das sei nicht selbstverständlich nach der zuvor doch ziemlich matten Leistung und dem Rückstand aus der 78. Minute. Da hatte der Nürnberger Adam Zrelak den Ball ins Tor geköpft.

Hütter gab nach dem Spiel zu, dass er von der schwächeren Leistung seiner Mannschaft nicht überrascht war. Die Zeit seit dem Europa-League-Spiel am späten Donnerstagabend sei einfach sehr kurz gewesen. „So ein Spiel kann mal passieren“, sagte der Frankfurter Trainer. Die Leistung sei die Bestätigung dafür, dass die Eintracht eben noch keine Spitzenmannschaft ist. „Wir sind vielleicht auf dem Weg dazu“, sagte er, „aber erreicht haben wir dieses Ziel noch nicht.“ Nürnberg war in der Tat ein kleiner Rückschritt. Die Frankfurter waren von der ersten Minute an nicht ins Spiel gekommen. „Zu viele leichte Ballverluste“, mäkelte Hütter. Auch gute Konterchancen wurden nicht gut ausgespielt. Der Trainer sah taktische Mängel, auch Mängel bei der Raumaufteilung. Rebic habe zu oft nach Außen gezogen und so seinem Kollegen Kostic den Raum eng gemacht.

Bei all dieser berechtigten Kritik ist es gut für einen Trainer zu wissen, dass er noch Verstärkungen von der Bank bringen kann. Haller kam und hielt, was sich alle Frankfurter von ihm versprochen hatten. Nach einer präzisen Hereingabe von Danny da Costa, stand der Franzose goldrichtig und erzielte seinen sechsten Saisontreffer. „Mund abputzen und zufrieden sein“, sagte Hütter und blickte nach vorn auf das Spiel am Freitag in Stuttgart. „Da sind wir dann hoffentlich wieder in einem besseren Zustand.“ Helfen soll dabei auch ein freier Dienstag.

Quelle: op-online.de

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