„Ich mache es wie immer“

SGE gegen Bayern: Niko Kovac gibt seinen Spieler diesen Ratschlag

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Keep cool, locker und entspannt bleiben.“ Das ist der Ratschlag, den Niko Kovac seinen Spielern und den Fans der Frankfurter Eintracht vorm Endspurt in Liga und Pokal gibt.

„Keep cool, locker und entspannt bleiben.“ Das ist der Ratschlag, den Niko Kovac seinen Spielern und den Fans der Frankfurter Eintracht vorm Endspurt in Liga und Pokal gibt.

Frankfurt - Der Trainer der Eintracht versucht mit gutem Beispiel voranzugehen. Vor dem Auswärtsspiel am Samstag bei Bayern München (15.30 Uhr), das durch seinen Wechsel zur neuen Saison zum Rekordmeister so viel an Brisanz gewonnen hat, versucht Kovac, Normalität einziehen zu lassen. Natürlich kann ihm das nicht gelingen, dafür geht es für die Eintracht und vor allem für ihn selbst um zu viel. Es ist nun mal das „Kovac-Spiel“. „Was mich an den Bayern interessiert“, sagt Kovac tapfer, „ist alleine, wie wir sie schlagen können.“ Er verschwende keinen Gedanken an die neue Saison, wenn er das Starensemble dann selbst dirigieren wird. Alle Personalfragen die Münchner betreffend, „interessieren mich nicht.“ Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic könne sich bis zum 20. Mai Anrufe also sparen. Am 19. Mai spielt die Eintracht wieder gegen Bayern, dann im Pokalfinale.

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Kovac versucht, die Aufgabe am Samstag gewohnt locker anzugehen. Er erwarte ein gegenüber dem Champions-League-Spiel gegen Real Madrid stark verändertes Bayern-Team. „Aber das ist kein Vorteil“, sagt er, „wer gegen uns spielt, wird ans Maximum gehen.“ Und doch rechnet sich der Noch-Eintracht-Trainer gute Chancen aus. Die Aufgabe sei „sehr kompliziert“, aber beim Studium der Münchner Spiele hätten sich „Ansätze ergeben“, wie man den Bayern beikommen könne. „Gut verteidigen, mehr laufen als der Gegner, Möglichkeiten herausspielen und nutzen“ – das seien die Eckpunkte der Aufgabe.

Beim Spiel der Eintracht bei Bayern München steht vor allem Trainer Niko Kovac im Mittelpunkt.

Hört sich ganz einfach an und wird so schwierig sein. Was genauso für Kovacs ganz persönliche Herangehensweise gilt. Alle Augen, alle Kameras werden am Samstag auf ihn gerichtet sein. Selten zuvor dürfte einem gegnerischen Trainer in der Allianz-Arena so viel Aufmerksamkeit zuteil geworden sein. „Ich mache es wie immer“, versichert er, „ich fokussiere mich auf meine Arbeit.“ Vielleicht werde er sich am Freitagabend, also am Tag vor dem Spiel, mit seinen Eltern und seiner Schwester treffen, die in München wohnen. Mehr an Emotionen will er nicht zulassen. Auch mit den Münchner Offiziellen soll es bis auf eine freundliche Begrüßung keine Kontakte geben. Aus dem Krach zwischen Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic („Respektlos, wie Bayern uns behandelt)“ und den Münchner Großkopfeten Uli Hoeneß („Unverschämt“) und Karl-Heinz Rummenigge will er sich raushalten. „Das ist nicht meine Baustelle“, sagt Kovac. Freilich, die Baugrube hat er gebuddelt.

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Bei aller zur Schau gestellten Zuversicht („Meine Jungs sind topfit, ich kann keinen Leistungsabfall sehen“), hat Kovac auch schon begonnen, für den „Fall der Fälle“, für das Verpassen der Europa-League-Qualifikation vorzubauen. „Wir sind zum zweiten Mal in Folge im Pokalendspiel und keiner hätte vor der Saison gedacht, dass wir um die internationalen Plätze mitspielen“, sagt er, „wir sind also einen großen Schritt vorangekommen“. Und doch wäre das Abrutschen auf den achten oder neunten Platz bei der hervorragenden Ausgangsposition, die die Eintracht noch vor drei, vier Wochen hatte, eine Enttäuschung. Der Schritt nach vorne wäre in der Liga dann nicht wirklich groß gewesen (letzte Saison Elfter). „Wir brauchen noch vier Punkte, um es zu schaffen“, glaubt Kovac. Keine leichte Aufgabe bei Auswärtsspielen beim Meister in München und beim wahrscheinlichen Vizemeister auf Schalke und dem einzigen Heimspiel gegen den HSV, der womöglich um seine letzte Chance kämpft.

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Peppi Schmitt

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