Keeper darf von Beginn an ran

Frederik Rönnow muss sich in der Europa League beweisen 

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Frederik Rönnow hütet bei der Eintracht mal wieder das Tor.

Frankfurt - Frederik Rönnow wird am Donnerstagabend (18.55 Uhr) beim Europa-League-Spiel der Frankfurter Eintracht in Rom eine Chance bekommen. Für Kevin Trapp bleibt nur ein Platz auf der Tribüne. Von Peppi Schmitt

Na klar sei er ein „wenig aufgeregt“, sagt Frederik Rönnow, „aber auch nicht mehr als sonst.“ Stammkeeper Kevin Trapp macht zwar wie alle anderen gesunden Spieler (Chico Geraldes fehlt wegen einer Prellung) die Reise in die italienische Hauptstadt mit, wird das Spiel aber nur von der Tribüne aus anschauen. Als zweiter Torwart wird Jan Zimmermann auf der Bank sitzen. Für Rönnow ist es eine weitere Chance, sein großes Talent zu zeigen.

Als „Nummer eins“ und designierter Nachfolger von Lucas Hradecky war er vor der Saison aus Bröndby geholt worden, doch eine Knieverletzung hat ihm und der Eintracht dann einen Strich durch die sportliche Rechnung gemacht. Die Frankfurter hatten nicht mehr so recht Vertrauen in die Gesundheit des Spielers und bemühten sich erfolgreich, den deutschen Nationaltorwart Kevin Trapp aus Paris zurückzuholen.

Mit diesem Transfer hat sich für Rönnow vieles, wenn nicht alles geändert. „Es ist eine harte Zeit, es ist schwer für jeden, der nicht spielt“, sagt er diplomatisch. Besonders schwer ist es aber für einen, der mit dieser Situation nun so gar nicht gerechnet hatte. Und noch schwerer wird es, wenn die Zukunftsperspektive nicht wirklich gegeben ist. Denn eines ist klar: Die Eintracht würde Trapp, der bislang nur ausgeliehen ist, gerne langfristig verpflichten. Gelingt dies, wäre Rönnow schon am Ende seines Weges in Frankfurt bevor er so richtig angefangen hat. Und dies obwohl sein Vertrag bis 2022 langfristig ausgelegt ist.

Bilder: Diese Verträge bei Eintracht Frankfurt laufen aus

Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Der Stürmer ist noch von Benfica Lissabon ausgeliehen, doch die Eintracht hat eine Kaufoption. Es gilt als sicher, dass sie diese auch zieht. © Hübner
Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: Kurz vor dem Ende der Sommertransferperiode gelang der Eintracht die Rückholaktion von Kevin Trapp. Auch wenn die Verantwortlichen ihn gern über die Saison hinaus halten wollen, ist fraglich, ob dies gelingt. © dpa
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jan Zimmermann: Der Ersatzkeeper kehrte 2017 zur Eintracht zurück und ist seit dieser Saison einer von vier Torhütern. Über eine mögliche Verlängerung ist bislang nichts bekannt. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marco Fabián: Der Wechsel des Mittelfeldspieler im Sommer platzte kurzfristig, viel Spielzeit hat er seitdem nicht bekommen. Ein Wechsel im Winter steht im Raum. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Rodrigues de Souza: Der Leihspieler aus Liverpool konnte sich bisher noch nicht bei der Eintracht beweisen. Dennoch strebt er einen Verbleib über die Saison hinaus an. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Branimir Hrgota: Der Stürmer steht seit 2016 unter Vertrag, spielt aber immer seltener eine Rolle. Die Zeichen stehen auf Abschied. © Hübne r
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Taleb Tawatha: Der Linksverteidiger kommt nur selten zum Einsatz. Ein Wechsel nach Spanien steht im Raum. © Hübner

„Darüber mache ich mir keine Gedanken“, sagt er, „das liegt alles nicht in meiner Hand.“ Ein Wechsel schon im Winter sei schon gar kein Thema. Die Eintracht würde ihn ja auch ziemlich sicher nicht gehen lassen. Rönnow hat schon ein paar Spiele für die Eintracht gemacht und meist gut gehalten. Er hat beim 2:0 in Freiburg im Tor gestanden, er hat den verletzten Trapp beim 7:1 gegen Düsseldorf abgelöst, er hat gegen Limassol beim 2:0 den Kasten sauber gehalten. Da ist es besser gelaufen als in den ersten beiden Spielen gegen die Bayern im Supercup (0:5) und in Ulm im DFB-Pokal (1:2).

Nun also Rom und eine große Herausforderung. „Für mich ist es schön, das ich spielen kann“, versichert er. Er fühlt sich in Form, auch weil er wegen der allgemein unbefriedigenden Situation den Fokus auf gute Trainingsleistungen gelegt und jeden Tag versucht habe „positive Dinge herauszuarbeiten“.

Dieses Gefühl gibt ihm jetzt Sicherheit. Er genießt auch das Vertrauen des Trainers. „Frederik hat sich den Einsatz mit guten Trainingsleistungen verdient“, sagt Adi Hütter. Und wie ist das jetzt mit der Nervosität. „Es ist ja nicht mein erstes Spiel“, sagt der dänische Nationaltorhüter und WM-Teilnehmer selbstbewusst, „ich habe ja schon gezeigt, was ich kann“.

Quelle: op-online.de

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