Eintracht-Torhüter im Gespräch

Kevin Trapp über Zukunft: "Am Ende entscheide ich"

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Kevin Trapp im Gespräch.

Frankfurt - Zwei Tage vor dem Hinspiel in der Europa-League in Charkiw am Donnerstag, 14. Februar, ab 21 Uhr gegen Schachtjar Donezk, hat Kevin Trapp (28) Stellung bezogen, zu aktuellen sportlichen Fragen, dem Gegner, aber auch zu seiner Zukunft. Von Peppi Schmitt

Der Torwart der Frankfurter Eintracht geht voller Vorfreude in die Begegnungen mit dem ukrainischen Meister. „Jetzt ist K.-o.-Runde, jetzt komm es auf jedes Detail an“, sagt der deutsche Nationalspieler. Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt hat die Aussagen von Trapp aufgezeichnet.

Über das Spiel gegen Donezk: „Ab sofort zählt jedes Detail. Jeder Fehler wird in der K.o.-Runde bestraft. Wir müssen Leidenschaft und Einsatz zeigen und an unser Limit gehen. Und das werden wir. Wir sind schon seit der Auslosung heiß auf diese Spiele und freuen uns drauf. Es ist eine tolle Konstellation, wir haben das Rückspiel nächste Woche zu Hause. Was gibt es Schöneres, als dann in die nächste Runde einzuziehen?“

Über den Gegner: „Schachtjar ist eine tolle Mannschaft, die schon seit Jahren in der Champions-League spielt. Dafür waren unsere Spiele gegen Dortmund und Leipzig wichtig, denn auch das war gefühlt Champions-League.“

Über seine Erfahrungen mit Donezk: „Ich habe mit Paris gegen sie zweimal gewonnen (die Red.: In der Saison 15/16 3:0 und 2:0), das Hinspiel war im September, das war etwas anderes. Jetzt wird es sicher kalt. Das sollte aber kein Problem sein, denn das Adrenalin wärmt uns alle. Dass sie nicht im Spielrhythmus sind, könnte ein Vorteil sein, muss aber nicht. Die haben so viele erfahrene Spieler, die wissen, was zu tun ist.“

Über die teilweise heftige Grundsatzkritik an den drei Stürmern Jovic, Rebic und Haller nach der „Nullnummer“ von Leipzig: „Das ist doch Schwachsinn. So was kommt einfach mal vor, zumal es nicht einfach war für die drei da vorne, weil wir nur mit langen Bällen gespielt haben. Das war einfach ein anderes Spiel als sonst. Die Stürmer haben uns doch schon so viel Freude gemacht, da können wir Leipzig auch wirklich mal vergessen.“

Über die neue Abwehrstärke in den Spielen gegen Dortmund (1:1) und Leipzig (0:0): „Wir haben beide Male richtig gut verteidigt, haben aber auch bisschen Glück gebraucht. Es ist ein gutes Gefühl, in Leipzig kein Gegentor zu bekommen. Wir hatten vorher viel darüber gesprochen, was gegen Freiburg und Bremen schiefgelaufen war. Da ging es um den letzten Einsatz, um Leidenschaft und die letzten Meter, die nun mal weh tun können. Bei dieser Variante lassen wir zwar viel Kraft, aber wenn wir so unterwegs sind, wie in Leipzig, sind wir auch schwer zu schlagen.“

Zur Rolle von Neuzugang Martin Hinteregger: „Er ist ein ganz wichtiger Baustein für uns. Wir dürfen nicht vergessen, dass es für ihn nicht einfach war, nach so kurzer Zeit bei der Mannschaft gleich zu spielen.“

Über seine Zukunft in Frankfurt: „Es ist zu früh etwas zu sagen, ich konzentriere mich ganz auf die Spiele in der Europa-League und der Bundesliga. Ob ich bleibe hängt ja auch davon ab, ob die Eintracht mich behalten will und was Paris sagt. Am Ende entscheide aber ich. Ohne mein Ja oder Nein passiert nichts. Grundsätzlich gilt, dass ich mich hier sehr wohl fühle. Ich sehe, dass sich etwas entwickelt. Wir haben ein tolles Trainerteam, der Verein hat seine ganze Denkweise geändert. Zu gegebener Zeit werden wir etwas dazu sagen.“

Zu den angeblichen Angeboten für Luka Jovic aus Madrid und Barcelona: „Wenn er dahin will, dann muss er weiter treffen. Das wäre dann ja auch gut für uns. Trifft er nicht, verlieren die Großen schnell das Interesse. Am Ende muss Luka selbst entscheiden, was er macht.“

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Quelle: op-online.de

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