„Mit Eichhörnchen-Taktik unterwegs“

1:1 gegen Gladbach: Frankfurt kann wieder keinen ganz Großen schlagen

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Danny da Costa trifft zum 1:0 für die SGE.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht kann einfach keinen der ganz Großen schlagen. Das ist ihnen gegen Borussia Dortmund nicht gelungen, nicht gegen Bayern München, nicht gegen RB Leipzig und auch nicht gegen Borussia Mönchengladbach. Von Peppi Schmitt

Genau dieses Siegergen in den wirklich großen Spielen fehlt den Frankfurtern und genau deshalb sind sie nun nach vielen Monaten auch aus den Europa-League-Plätzen gefallen. Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena reichte es zu einem 1:1 (1:0) gegen Mönchengladbach, es war das vierte Unentschieden in der Liga in Folge. Das ist die eine Seite der Statistik. Die andere: Die Frankfurter sind wettbewerbsübergreifend schon wieder sechs Spiele ungeschlagen. „Ich wünsche mir für meine Mannschaften immer eine Siegermentalität“, sagte Trainer Adi Hütter, „zur Zeit sind wir mit einer Eichhörnchen-Taktik unterwegs.“ Danny da Costa hatte den Führungstreffer kurz vor der Halbzeit erzielt, Denis Zakaria acht Minuten vor dem Ende den Ausgleich für die Gladbacher.

Zwei Änderungen hatte der Frankfurter Trainer gegenüber dem Europa-League-Spiel vorgenommen. Für den angeschlagenen Sebastian Rode spielte Johnny de Guzman, für Luka Jovic stürmte Sébastian Haller. Das Spiel der Frankfurter hatte lange Zeit träge, mühsam und zäh gewirkt. „Die lange Reise und den großen Temperaturunterschied zum Spiel in Donezk hat man heute schon gespürt“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic, „aber die Mannschaft hat eine unglaubliche Mentalität gezeigt.“ Am Ende, so Bobic, habe auch ein wenig die Frische gefehlt. Alle Frankfurter waren wieder hin -und hergerissen bei der Beurteilung des Resultats und der Leistung. Es läuft nicht mehr so flüssig, wie es schon mal gelaufen ist, das ist offensichtlich. Und doch bewegt sich die Eintracht weiter auf Augenhöhe mit Spitzenmannschaften.

Die läuferische Leistung war einmal mehr überragend, die Einstellung vorbildlich. Allen voran die großen Kämpfer wie Gelson Fernandes und Filip Kostic. „An Mentalität fehlt es uns sicher nicht“, sagte Trainer Hütter, „was uns fehlt ist im Moment die spielerische Leichtigkeit.“ Es fällt der Eintracht zunehmend schwerer, ihre Stürmer in Position zu bringen. Der Trainer vermisst im Offensivspiel die „letzte Konsequenz“. Das liegt daran, dass die Frankfurter keinen Spieler in der Zentrale haben, der vergleichbare Qualitäten wie die defensivstarken Mittelfeldspieler haben. Der Pass in die Spitze ist die Kunst, die sie im Moment nicht beherrschen.

Eintracht Frankfurt mit Unentschieden gegen Gladbach: Bilder

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach: Bilder
Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach: Bilder © dpa
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In der schwächeren ersten Halbzeit hatte es die Eintracht ihrem Torwart Kevin Trapp zu verdanken, dass sie ohne Gegentor geblieben war. Im Duell „Eins-gegen-Eins“ gegen Denis Zakaria konnte der Nationalspieler abwehren. In der aus Frankfurter Sicht besseren zweiten Halbzeit hatte Zakaria den Spieß dann umgedreht und acht Minuten vor dem Ende den verdienten Ausgleich für die Borussia erzielt.

Weil der Fußball manchmal unerklärlich ist, war die Eintracht noch vor dem Halbzeitpfiff mit ersten Chance überhaupt in Führung gegangen. Der schwache Johnny de Guzman hatte in der 45. Minute einen Weitschuss gewagt. Der Ball war durch den Strafraum geflippert, Danny da Costa hatte das Durcheinander genutzt und den Ball unter die Latte gehauen. Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte Tor gepfiffen – und Halbzeit. Eine wirklich glückliche Führung, die neben Trapps Parade einmal mehr dem überragenden Makoto Hasebe zu verdanken war. Mit seinen 35 Jahren hatte der Japaner Reise und Spiel am Donnerstag in der kalten Ukraine am besten von allen weggesteckt.

Mönchengladbach war die reifere und spielerisch stärkere Mannschaft. Aber ganz vorne fehlte auch bei der Borussia die richtige Entschlossenheit. Ihr Spiel hatte vor allem in der Entstehung von Konterchancen schön ausgesehen, aber es war lange Zeit nicht effektiv gewesen. Als die Eintracht das Gegentor hinnehmen musste, war dies nicht mehr zwangsläufig. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie ein Tor machen“, sagte Martin Hinteregger „das kam doch aus dem Nichts.“ Die Gastgeber hatten zu diesem Zeitpunkt längst ihren Rhythmus gefunden. Es war ihnen gelungen, den Ball nun länger zu halten und selbst schneller zu kontern. Das Spiel war nun ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten, eigentlich so, wie man es schon vorher erwartet hatte bei zwei so offensivstarken Teams. Auch deshalb ging das Ergebnis in Ordnung. „Es ist verdammt schwer gegen die Eintracht zu spielen“, sagte Gladbachs Nationalspieler Christoph Kramer. Auf der anderen Seite fällt es der Eintracht aktuell unendlich schwer, sich spielerisch durchzusetzen. Trainer Hütters trockenes Fazit: „Wir haben bisher drei Punkte mehr geholt als in den Spielen der Vorrunde.“

Quelle: op-online.de

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