Einfach irre!

Eintracht-Fan fliegt für das DFB-Pokal-Finale in 100 Stunden zweimal um die halbe Welt

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Die Eintracht-Fans haben bereits beim Pokal-Finale 2017 gegen Dortmund 2017 für mächtig Stimmung gesorgt.

Das nennt man wohl Liebe zum Fußball und seinem Herzensverein: René Falkenhainer ist beim DFB-Pokal-Finale im Berliner Olympiastadion am Samstagabend sicher der Eintracht-Fan mit der weitesten Anreise. Er fliegt für das Spiel gegen den FC Bayern München zweimal um die halbe Welt.

Frankfurt/Berlin - Es ist die wohl verrückteste Fan-Geschichte des Pokalwochenendes. René Falkenhainer fliegt für seinen Herzensverein Eintracht Frankfurt extra für das Finale nach Berlin - aus Australien. Insgesamt wird der 24-Jährige laut der Vereinsseite rund 100 Stunden unterwegs sein, mehr als die Hälfte davon in einem der insgesamt sechs verschiedenen Flugzeuge verbringen und dabei sagenhafte 35.000 Kilometer zurücklegen. Alles nur um das Spiel der Eintracht gegen den FC Bayern München am Samstag (20 Uhr, live oder im Live-Ticker auf extratipp.com) zu sehen.

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Der junge Mann wohnt demnach seit Februar in Down Under, will dort mindestens ein halbes Jahr bleiben und bei einer Rundreise Land und Leute kennenlernen. Das Geld hat er sich vorher zusammengespart. Der gelernte Kaufmann für Dialogmarketing aus Trebur in Südhessen wusste sofort nach dem Halbfinal-Sieg seiner Eintracht gegen den FC Schalke 04 (1:0): Ich muss zum Finale. Als Dauerkarteninhaber hatte er gute Chancen auf ein Ticket, fehlten nur noch die Flugtickets, die er sich für insgesamt rund 1000 Euro dazu buchte.

Jedes Spiel wird angeschaut - im Stadion oder nachts im TV

Seit der Zweitligasaison 2011/12, die unter dem damaligen Trainer Armin Veh den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga bedeutete, ist der junge Südhesse bei jedem Spiel seiner Eintracht dabei - egal ob zu Hause oder auswärts. Auch in Australien bestimmt die Eintracht seinen Lebensrhythmus, denn er schaut sich mitten in der Nacht alle Spiele des hessischen Bundesligaklubs live an. Nun folgt der Trip nach Berlin. Seit Freitagmorgen ist Falkenhainer in der deutschen Hauptstadt. Sein Weg dorthin führte ihn übner Abu Dhabi und Belgrad, am Sonntagmorgen geht es in aller Frühe über Brüssel und Abu Dhabi wieder zurück nach Sydney.

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Übrigens: Auch die Zukunft von René Falkenhainer ist vom Abschneiden der Eintracht im Pokal abhängig. Gewinnen die Adlerträger und würden sich damit nach dem etwas enttäuschenden achten Rang in der Liga doch noch für die Europa League qualifizieren, will Falkenhainer spätestens im August zurück in Deutschland sein. Seine Eintracht international - das will er sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Konkurrenz macht ihm übrigens ein anderer Fan, der aus Hongkong nach Berlin fliegt - das liegt immerhin ungefähr auf halber Strecke zwischen Sydney und Deutschland.

Philipp Keßler

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