Europa League

Eintracht gegen Lüttich: Fragezeichen bei Silva, Kamada vor Rückkehr

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Eintracht-Trainer Adi Hütter weiß, wie wichtig die Spiele gegen Standard Lüttich sind. 

Eintracht-Trainer Adi Hütter weiß, dass die Spiele gegen Standard Lüttich in der Europa League von großer Bedeutung sind. 

Frankfurt - Am Donnerstagabend (21 Uhr, live bei DAZN und Nitro) geht wieder das Flutlicht an in der Frankfurter Arena. Die Eintracht erwartet Standard Lüttich zum Europapokalspiel und die ganze Stadt freut sich auf ein weiteres Fußballfest. Die Arena ist mit gut 47 000 Zuschauern ausverkauft, obwohl ein Block hinter der Trainerbank aufgrund einer UEFA-Strafe frei bleiben muss. Das aber wird niemanden wirklich stören. 

Die Dauerkartenbesitzer aus diesem Bereich wurden auf andere Plätze verteilt, der Stimmung wird es also keinen Abbruch tun. „Das ist hinter mir, da schaue ich sowieso nicht hin“, nimmt`s Trainer Adi Hütter mit Humor, „ich werde nur volle Ränge sehen.“ 2 600 Fans aus Belgien werden ihre Mannschaft unterstützen.

Adi Hütter: Duelle gegen Standard Lüttich "Schlüsselspiele" – Klares Ziel formuliert

Für den Coach von Eintracht Frankfurt sind die Duelle mit Standard die „Schlüsselspiele“ für das Erreichen der K.o.-Runde. Beide haben ihre ersten Gruppenspiele gegen Arsenal verloren und gegen Guimaraes gewonnen. „Wir brauchen ein gutes, am besten ein perfektes Spiel“, sagt er. Der Respekt vorm aktuellen Zweiten der belgischen Jupiter-League ist groß. „Der belgische Fußball gefällt mir grundsätzlich gut“, sagt Hütter, „da wird dynamischer und aggressiver Fußball gespielt.“ 

Hört sich ganz so an, als spreche der Eintracht-Trainer über seine eigene Mannschaft. Das Ziel ist klar formuliert: „Wir wollen gewinnen, zu Null spielen und uns eine gute Ausgangsposition verschaffen.“ Die Aussichten dafür stehen gut: Die Eintracht ist seit fünf Spielen ungeschlagen und geht voller Selbstvertrauen ins Spiel.

Eintracht Frankfurt: Adi Hütter hüllt sich zu Personalfragen noch in Schweigen

Übers Personal hat Hütter wie immer nicht so viel verraten wollen. Dass Johnny de Guzman, Kevin Trapp, Almamy Touré (alle verletzt) und Lucas Torro (nicht gemeldet) nicht spielen können, war vorher klar. Offen ließ er den Stand der Dinge bei André Silva. Der portugiesische Stürmer plagt sich mit Achillessehnenbeschwerden. „Aber ich hoffe, es geht sich noch aus und er kann dabei sein“, sagt Hütter ins einem österreichischen Duktus. Soll heißen: Silva könnte auf der Bank sitzen. Am Abschlusstraining am Mittwochnachmittag hat er freilich nicht teilgenommen.

Die ganz große Rotationsmaschine wird der Frankfurter Trainer (noch) nicht anwerfen, seit dem Spiel gegen Leverkusen am Freitag letzter Woche war ja genügend Zeit für die Spieler, sich zu erholen. Häufiger gewechselt wird dann sicher am Sonntag zum Spiel in Mönchengladbach. Naheliegend ist im Heimspiel gegen Lüttich die Rückkehr von Daichi Kamada in die Anfangself. Die Ideen des technisch versierten Japaners könnten helfen, den Abwehrriegel der Belgier zu knacken. „Auch mit Daichi können wir aggressiv spielen“, sagt Hütter. Kamada kennt sich zudem aus mit der Spielweise von Standard, hat er doch in der letzten Saison bei St.Truiden noch in der belgischen Liga gespielt.

Adi Hütter hat im Mittelfeld die freie Auswahl – Frederik Rönnow freut sich auf das Spiel in der Europa League

Im Mittelfeld hat Hütter die freie Auswahl. Mit Ausnahme eines gesunden Sebastian Rode ist kein anderer Spieler gesetzt. Es gibt ganz viele Möglichkeiten, die Zusammensetzung dem jeweiligen Gegner anzupassen. Er habe inzwischen Erfahrungen mit der „Rotation“ gesammelt, sagt der Trainer, er erkenne im Training, wie fit die einzelnen Spieler sind. Zudem könne er es mit Gesprächen herausfinden. Von seinen Spielern erwarte er da Offenheit und Ehrlichkeit. „Vorm Spiel gegen Bremen hat mir Gelson Fernandes gesagt, dass er sich ein wenig müde fühlt“, erzählt Hütter, „das war hochprofessionell“.

Wie breit der Kader besetzt ist, zeigt die Torhüterposition. Frederik Rönnow ist quasi ohne Substanzverlust für den operierten Kevin Trapp eingesprungen. „Wir haben zwei tolle Torhüter, da ist man als Trainer glücklich und zufrieden“, sagt Hütter, „am Anfang hatte Frederik viel Pech, jetzt ist er topfit.“ Rönnow sei ein Supertorwart und ein sehr guter Typ. Doch Hütter mahnt auch: „Was war, ist Geschichte.“ Auch der Torwart müsse von zu Woche seine Klasse neu unter Beweis stellen.

Rönnow (27) freut sich auf sein erstes Europacupheimspiel für die Eintracht. „Ich fühle mich gut, ich hatte eine harte Zeit, aber jetzt dreht es sich zum Positiven“, sagt er, „ich genieße die Zeit, arbeite aber hart.“ Nervös sei er nicht, höchstens ein bisschen angespannt,. „Ich kenne die Atmosphäre ja vom letzten Jahr, das ist in der ganzen Stadt unglaublich.“ 

Peppi Schmitt

Eintracht: Rönnow – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Da Costa Rode, Sow, Kostic – Kamada – Dost, Paciencia.- Bank: Zimmermann, Durm, Ndicka, Chandler, Fernandes, Kohr, Gacinovic

Quelle: op-online.de

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