Vorfreude auf die Zukunft

Neuzugang Paciencia: „Es ist eine Wette, die der Club eingeht“

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Goncalo Paciencia

Frankfurt - Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter hat die zwei neuesten Neuen erst einmal im Kreis der Mannschaft auf dem Trainingsplatz vorgestellt. Und die Kollegen haben Goncalo Paciencia, Stürmer aus Portugal, und Evan N’Dicka, Abwehrspieler aus Frankreich, mit einem herzlichen Applaus begrüßt. Von Peppi Schmitt

Und dann waren die beiden gleich mitten drin im Getümmel der Trainingsarbeit. Die ersten Eindrücke waren positiv, der 18 Jahre alte Franzose und der 23 Jahre alte Portugiese, wissen beide mit dem Ball umzugehen und ihre Körper einzusetzen. „Ich will das hier alles genießen“, sagte Paciencia voller Vorfreude auf die Zukunft.

Als die Anfrage der Eintracht kam, musste der Stürmer des FC Porto, der im letzten halben Jahr beim Meister Portugals allerdings nur sporadisch zum Einsatz gekommen ist, nicht lange überlegen. „Das ist ein großer Schritt für mich“, gibt er zu, „und eine Riesenchance.“ Dass die Eintracht sich ausgerechnet ihn, den zweifellos talentierten, aber im größeren Rahmen noch nicht wirklich in Erscheinung getretenen Angreifer ausgesucht habe, macht ihn ein wenig stolz. „Es ist eine Wette, die der Club eingeht, er setzt auf mich“, sagt er, „ich möchte dem gerecht werden“. Rund drei Millionen Euro beträgt der „Wetteinsatz“ der Frankfurter für den Nationalspieler, der bislang einmal das Trikot des amtierenden Europameisters getragen hat.

Frankfurt und die Eintracht schienen dem aufstrebenden jungen Mann aus Porto genau die richtige Adresse, um nach den vielen Stationen der letzten Jahre in der Heimat, nun den großen Sprung zu wagen. „Frankfurt ist eine große und multikulturelle Stadt, da wird mir die Eingewöhnung nicht schwerfallen“, glaubt er. So schnell wie möglich will er Deutsch lernen. Für ein „bitte schön“ am Ende des ersten Interviews hat es schon gereicht. In drei Monaten will er dann so weit sein, mehr zu verstehen von der fremden Sprache.

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Paciencia trägt einen Zopf als Zierde und dürfte damit nicht nur einen modischen Nerv treffen. In Frankfurt stehen Stürmer mit Zopf seit Alex Meier hoch im Kurs. „Ich bin technisch gut und schnell“, sagt er, „ich habe immer Lust zu spielen.“ Kein Zweifel lässt er, dass sein Platz in der Sturmmitte sein soll. Und auch den nötigen Egoismus eines Torjägers hat er. „Ich treffe lieber selbst als dass ich vorbereite“, sagt er lächelnd, „meine Stärken liegen im Abschluss.“

Quelle: op-online.de

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