Euphorie vor Rückrundenstart

Vorfreude bei der Eintracht vor dem Start gegen Freiburg

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Adi Hütter

Frankfurt - Die Vorfreude ist groß. Schon knapp 49.000 Zuschauer haben sich ihre Tickets für den Rückrundenstart der Frankfurter Eintracht gegen den SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) gesichert. Von Peppi Schmitt

Das ist zu dieser Jahreszeit und bei diesem Gegner außergewöhnlich und macht deutlich, wie groß die Erwartungshaltung in der Region ist. Auch bei Trainer und Spielern wächst die Spannung. „Ich freue ich auf den Start, bin neugierig, aber auch gespannt“, sagt Trainer Adi Hütter, „wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben.“ Damit meint er sicher nicht das letzte Spiel des alten Jahres gegen den FC Bayern (0:3), sondern den gesamten Auftritt im ersten Halbjahr. National wie international würden die Eintracht „schöne Aufgaben“ erwarten. Die Grundlagen für eine Fortsetzung des Erfolgsweges seien gelegt. „Ich bin sehr zufrieden, wie wir gearbeitet haben“, sagt der Trainer.

„Wir sind gut vorbereitet“, sagt Torjäger Sébastien Haller stellvertretend für die Mannschaft. Für den Trainer, der im Sommer frisch in die Bundesliga gekommen war, sind die Gegner nun kein Neuland mehr. Seinen Kollegen Christian Streich wird er allerdings zum ersten Mal treffen. Im Hinspiel, das die Eintracht 2:0 gewann, hatte Streich wegen eines Bandscheibenvorfalls gefehlt. „Der Kollege ist ein guter Trainer, der alles aus seiner Mannschaft rausholt“, sagt der 48 Jahre alte Hütter über den 53 Jahre alten Streich, „die Freiburger sind sehr unangenehm zu spielen.“ Hütter weiß auch, was ihn an der Seitenlinie erwartet. „Christian Streich passt wie die Faust aufs Auge nach Freiburg, er peitscht seine Mannschaft immer nach vorne“, sagt er, „ich versuche das anders zu erreichen“. Hütter verfolgt eher den klaren analytischen Ansatz, während sein Kollege als Motivator und Einpeitscher auftritt.

Wie üblich hat der Frankfurter Trainer nicht viel preisgegeben von seinen personellen Planungen. Er hat fast die freie Auswahl, alleine Mijat Gacinovic fehlt vom normalen Stammpersonal. Die Trainingsarbeit seit Jahresbeginn habe ihn im Gefühl bestärkt, „dass ich jeden spielen lassen kann, keiner ist abgefallen.“ Aber natürlich muss Hütter auswählen und auch die eine oder andere schwere Entscheidung fällen. „Ich hoffe, ich finde die richtigen elf, um das Spiel zu gewinnen“, sagt er vorsichtig. Interpretiert man die Aussagen des Eintracht-Coaches richtig, wird er die beiden offenen Fragen so beantworten: Neuzugang Sebastian Rode wird von Beginn an spielen. Und die drei Stürmer werden gemeinsam auf Torejagd gehen. Rode sei „auf alle Fälle ein Thema“, sagt Hütter, „er hat mich positiv überrascht, er hat alle Trainingseinheiten mitgemacht, er nimmt aktiv am Spiel teil, er ist ein Topprofi, sehr bescheiden und schon gut integriert.“

Die Frage scheint also nicht zu sein, ob Rode spielt, sondern für wen. Für Gelson Fernandes als Abräumer oder für Johnny de Guzman als Antreiber? Die volle Attacke mit den drei Stürmern Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller liegt wegen Gacinovics Ausfall nahe. Zudem hat Hütter mit Goncalo Paciencia auch noch einen weiteren guten Angreifer zum Nachlegen auf der Bank. Der Portugiese wird zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison im Aufgebot stehen. Im alten Jahr hat er nur im Pokal in Ulm gespielt und gleich getroffen. Danach hatte er sich eine Meniskusverletzung zugezogen.

Die mögliche Aufstellung der Eintracht: Trapp – Abraham, Hasebe, Ndicka – Da Costa, de Guzman, Rode, Kostic – Rebic, Haller, Jovic

Bank: Rönnow, Salcedo, Falette, Willems, Fernandes, Stendera, Paciencia

Rückrunden-Check: Breite Brust oder Angst im Nacken?

Droht zum Rückrunden-Start auszufallen: BVB-Torjäger Paco Alcácer. Foto: David Inderlied
Droht zum Rückrunden-Start auszufallen: BVB-Torjäger Paco Alcácer. Foto: David Inderlied © David Inderlied
Geht mit dem FC Bayern in seine letzte Halbserie: Arjen Robben. Foto: Peter Kneffel
Geht mit dem FC Bayern in seine letzte Halbserie: Arjen Robben. Foto: Peter Kneffel © Peter Kneffel
Neu auf der Leverkusener Trainerbank: Bayer-Coach Peter Bosz. Foto: Marius Becker
Neu auf der Leverkusener Trainerbank: Bayer-Coach Peter Bosz. Foto: Marius Becker © Marius Becker
Wieder genessen: RB-Spielmacher Emil Forsberg. Foto: Jan Woitas
Wieder genessen: RB-Spielmacher Emil Forsberg. Foto: Jan Woitas © Jan Woitas
Hat mit Frankfurt die internationalen Plätze im Blick: Eintracht-Coach Adi Hütter. Foto: Uwe Anspach
Hat mit Frankfurt die internationalen Plätze im Blick: Eintracht-Coach Adi Hütter. Foto: Uwe Anspach © Uwe Anspach

Quelle: op-online.de

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