Veränderung im Sommer

Umbruch bei Eintracht Frankfurt: Diese Spieler müssen gehen

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Wen kann Fredi Bobic (Mitte) bei Eintracht Frankfurt halten? Und wen will die SGE loswerden?

Nächster Umbruch bei Eintracht Frankfurt: Im Sommer stehen radikale Veränderungen bei der SGE an. Diese Spieler müssen gehen. 

Frankfurt - 28 Profis werden von Eintracht Frankfurt noch bis zum 30. Juni bezahlt. Dazu noch ein halbes Dutzend aus dem Talentschuppen am Riederwald. Ab 1. Juli wird es erneut einen ziemlich großen Umbruch geben. Wer darf bleiben? Wer muss gehen?

Vieles ist noch im Fluss, aber es ist möglich und durchaus wahrscheinlich, dass bis zu zehn Spieler aus dem aktuell erweiterten Kader die Vorbereitung Anfang Juli nicht mehr aufnehmen werden. Hier ein Überblick über die aktuelle Personalsituation.

Eintracht Frankfurt: Diese Spieler müssen sicher gehen

Wer sicher gehen wird:  Die Verträge von Branimir Hrgota, Nelson Mandela Mbouhom und Taleb Tawatha laufen aus und werden nicht verlängert.

Wer nur per Leihe bei der SGE war:  Die Vereinbarungen auf Leihbasis mit Kevin Trapp, Sebastian Rode und Martin Hinteregger laufen aus. Alle drei Spieler würde die Eintracht gerne behalten. Bei Torwart Trapp könnte dies unmöglich werden, wenn Paris ihn tatsächlich zurückhaben will, wie zuletzt französische Medien berichteten. Darf er gehen, wäre die feste Verpflichtung des Nationalspielers ein finanzieller Kraftakt, den die Eintracht wohl wagen würde. Denn Trapp soll das neue Gesicht des Klubs werden. Bleibt Trapp würde Frederik Rönnow die Eintracht wieder verlassen. Über Hintereggers Zukunft verhandelt Sportchef Fredi Bobic bereits mit seinem Augsburger Kollegen Stefan Reuter. Zusammen würden Trapp und Hinteregger sicher zwischen 15 und 20 Millionen Euro Ablöse kosten. Bei aktuell verletzten Rode könnte es zu einer kulanten Einigung mit Borussia Dortmund kommen.

Diese Spieler droht die SGE zu verlieren

Wer umworben wird: Alle drei Stürmer sind begehrt und sollen nach jüngsten Gerüchten aus Kreisen von Spielervermittlern auch vor dem Absprung stehen. Luka Jovics Wechsel nach Madrid könnte schon bald bekanntgegeben werden, Sébastien Haller hielt sich nach dem Spiel in München auffallend bedeckt („Ich kann gar nichts versprechen“). Und Ante Rebic wollte schon letztes Jahr weg, wurde da noch mit einer Gehaltserhöhung „überredet“ zu bleiben. Die Eintracht kann viel Geld verdienen mit der „Büffelherde“, aber nicht so viel wie überall kolportiert wird. Denn bei allen drei Transfers würden erhebliche Summen laut Vertragsabsprachen an andere Klubs und Berater abfließen. Zumindest einen der drei Angreifer würden die Frankfurter gerne behalten, am liebsten den Franzosen Haller.

Eintracht Frankfurt: Diese Spieler dürfen gehen

Wer gehen darf: Jetro Willems hat zwar noch Vertrag, aber keine Perspektive. Schwer wird es auch für Johnny de Guzman. Simon Falette war schon fast „aussortiert“, hat zuletzt aber Werbung in eigener Sache gemacht. „Ich würde gerne bleiben, aber ich weiß nicht, ob ich darf“, sagt der Franzose. Allen drei Spielern würde die Eintracht keine Steine in den Weg legen, wenn sie sich verändern wollen und die Ablöse stimmt. Ob sie Evan Ndicka gehen lassen würde, für den es Interesse aus Frankreich geben soll, ist offen.

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Wer zurückkommt und gleich wieder gehen soll: Felix Wiedwald (MSV Duisburg), Nicolai Müller (Hannover 96) und Marijan Cavar (Osijek) waren ausgeliehen und sollen wieder ausgeliehen oder verkauft werden. Zunächst einmal kehren sie aber zurück. Daichi Kamada hat in St. Truiden überzeugend gespielt und könnte eine Chance in Frankfurt bekommen. Aymen Barkok wird ein weiteres Jahr bei Fortuna Düsseldorf bleiben.

So geht es mit der SGE weiter

Fazit: Die Eintracht wird bis zu zehn Spieler abgeben und dementsprechend viele Neue holen. Der Kader muss allerdings nicht unbedingt größer werden, er soll aber ausgeglichener besetzt sein. Trainer Adi Hütter hat klargemacht, dass er „Doppelbesetzungen“ für bestimmte Positionen für unabdingbar hält.

Die Erfahrungen der abgelaufenen Saison haben gelehrt, dass durch die zusätzlichen Europacupbelastungen mehr Qualität in der Breite gebraucht wird. Je nach Verlauf der Verhandlungen um die „Leihspieler“ und die drei Stürmerstars braucht die Eintracht also mindestens einen neuen Torwart, zwei bis drei starke Abwehrspieler, mindestens drei Mittelfeldspieler und eins, zwei oder drei neue Stürmer. Viel Arbeit und eine große Aufgabe für Sportchef Bobic und Manager Bruno Hübner.

Von Peppi Schmitt

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Quelle: op-online.de

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