Klarer Sieg, aber deutliche Kritik

Hütter nicht zufrieden nach dem 3:1 gegen Freiburg

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Adi Hütter

Frankfurt - So weit ist es mit der Frankfurter Eintracht schon gekommen: Die Erwartungshaltung ist so weit gestiegen, dass es nicht mehr nur um Siege geht, sondern dass diese auch noch schön herausgespielt werden sollen. Von Peppi Schmitt

Der Trainer hat nach dem 3:1 (3:0) gegen den SC Freiburg deutliche Kritik geübt, manches hörte sich so an, als habe die Mannschaft gerade verloren. „Zu behäbig, zu wenig geschlossen, zu wenig vertikal“, lauteten Adi Hütters Vorwürfe an seine Spieler. Da kennt er nichts, der 48 Jahre alte Österreicher, er ist ein Mann der klaren Worte.  „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden, mit der Leistung nicht“, fasste er zusammen. Sein Freiburger Kollege Christian Streich war enttäuscht, „weil mehr drin war“.

Das aber galt auch für die Eintracht. War die 3:0-Führung zur Pause noch deutlich zu hoch ausgefallen, hatten die Frankfurter am Ende einen Kantersieg von 4:1, 5:1 oder 6:1 verpasst. Der Spielverlauf hatte alle Stärken und Schwächen der Eintracht aufgezeigt. Auch der Anführer legte den Finger in die Wunde. „In der ersten Halbzeit waren wir träge, in der zweiten Halbzeit sind wir nur hinterhergelaufen“, sagte Torhüter Kevin Trapp. Die Maßstäbe, auch und vor allem die eigenen, sind bei der Eintracht also eindeutig nach oben verschoben worden in den letzten Monaten. „Für die Erwartungshaltung sind wir selbst verantwortlich“, stellte der Trainer trocken fest.

 

Gegen einen kompakt verteidigenden Gegner hatten die Hessen lange Zeit keine Lösungen gefunden. „Zu viel Ballgeschiebe“ hatte der Trainer festgestellt, „zu wenige Pässe hinter die Abwehr“. Als das dicke Brett aber zum ersten Mal aufgebohrt war und Sébastien Haller per Kopf das 1:0 (36.) erzielt hatte, lief es bis zur Halbzeit wie geschmiert. Ante Rebic erhöhte auf 2:0 (40.), Luka Jovic auf 3:0 (45.). Im Grunde war die Partie zur Pause entschieden.

Zum ersten Mal in dieser Saison hatten alle drei Stürmer in einem Spiel getroffen. Der Respekt vor der Frankfurter „Büffelherde“ wird bei der Konkurrenz immer größer. Die individuelle Klasse ist so groß, dass sie auch in schwächeren Phasen der Mannschaft immer für ein Tor gut sind. Dass auch die Torjäger nicht immer bei der Sache sind, hat sich am Ende gezeigt. Da wurden Gelegenheiten leichtfertig vertan. „Ich bin schon sauer, dass wir klare Chancen vergeben haben“, sagte der Trainer, räumte aber gleich ein, „für einen höheren Sieg haben wir aber nicht die Leistung gebracht.“ Hütter schien es ganz gut in den Kram zu passen, dass trotz des Erfolgs viel Luft nach oben geblieben war.

Eintracht schlägt Freiburg beim Rückrundenauftakt: Bilder

Eintracht schlägt Freiburg beim Rückrundenauftakt: Bilder
Die Bilder zum Spiel Eintracht Frankfurt gegen SC Freiburg © dpa
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Vielleicht hatte der spielerisch mühsame Start dann doch seinen Ursprung in der besonderen Vorbereitung auf die Rückrunde. Denn hundertprozentig fit hatten die Frankfurter (noch) nicht gewirkt. Was durchaus eine Folge der kurzen Eingewöhnungszeit nach Reisestress und Jetlag nach dem Trainingslager in Amerika gelegen haben könnte. „Manche haben noch keinen richtigen Schlafrhythmus“, bemerkte Danny da Costa, „da kann es schon sein, dass hinten raus ein paar Prozentpunkte fehlen.“ Auch Dauerläufer Gelson Fernandes, nach der fünften gelben Karte fürs Auswärtsspiel am Samstag in Bremen gesperrt, hatte gespürt, „dass wir nicht frisch waren und uns die letzte Konsequenz gefehlt hat.“

Gegen Freiburg hat es trotzdem gereicht, für die nächsten Spiele sei nun „genügend Zeit“, sich zu erholen, sagt Stürmer Haller. Der Trainer betonte, dass es intern über die Art und Weise der Vorbereitung „keine Diskussionen“ gegeben habe. Hütter hatte die anfänglichen und zwischenzeitlichen Probleme auch weniger auf körperliche als mehr auf „technische und taktische Mängel“ zurückgeführt. Und schließlich hatte die Eintracht ja auch klar und verdient gewonnen. Hütter abschließend: „Mit einer nicht so guten Leistung zu gewinnen, ist auch Qualität.“ 

Quelle: op-online.de

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