Kampf um Rechtsverteidigerposition

Timothy Chandler hat in Europa die Nase vorn

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Timothy Chandler will schon bald wieder angreifen.

Frankfurt -  Für die AS Monaco hat Almamy Touré viermal in der Champions-League gespielt, dreimal in der letzten Saison und einmal in dieser Saison im letzten November gegen den FC Brügge. Von Peppi Schmitt

Auf weitere internationale Einsätze wird der 22 Jahre alte im afrikanischen Mali geborene Franzose in dieser Saison nicht mehr kommen. Denn sein neuer Klub, die Frankfurter Eintracht, hat den Abwehrspieler nicht für die Europa-League nominiert.

Eintracht-Urgestein Timothy Chandler hat den Vorzug erhalten bei der Nachmeldung für die UEFA. Übrigens auch vor einem weiteren Neuzugang, dem Brasilianer „Tuta“, der nach drei Tagen an seiner neuen Arbeitsstelle Anfang der Woche zur Erledigung privater Angelegenheiten schon wieder in seine Heimat zurückgeflogen ist.

Almamy Touré ist technisch stark

Alle drei, Touré, „Tuta“ und Chandler, sollen in den nächsten Monaten den „Dauerspieler“ Danny da Costa als Rechtsverteidiger entlasten. Touré hat am Dienstag zum ersten Mal mit seinen neuen Kollegen trainiert. In Monaco hatte er zuletzt mehr als zwei Monate wegen einer Oberschenkelzerrung pausieren müssen.

Gezeigt hat er jetzt vor allem sein Talent mit dem Ball am Fuß. Der Franzose ist technisch gut ausgebildet, hat in einem ersten Trainingsspielchen immer wieder auch in engen Situation Lösungen gefunden. Da war Qualität auf Anhieb erkennbar. „Die Breite im Kader ist wichtig“, findet auch Chandler den Konkurrenzkampf gut, „die Neuen sind wie immer bei uns gut aufgenommen worden.“

Timothy Chandler steigt früher wieder ins Teamtraining ein

Für Chandler selbst ist jede Übungseinheit in diesen Tagen und Wochen eine wahre Freude. Nach seiner schweren Knieoperation im letzten August, als ein Knorpelschaden behoben wurde, ist er auf dem besten Weg, den Anschluss wieder zu schaffen. Er hat fast einen Monat früher das Teamtraining wieder aufgenommen, als es die Ärzte in Anbetracht der Schwere der Verletzung zunächst prognostiziert hatten.

„Das gibt mit Kraft und zeigt, wie gut ich in der Reha gearbeitet habe“, sagt er. Schmerzen verspüre er keine mehr, auch im Kopf sei die Verletzung überwunden. „Ich habe schon wichtige Zweikämpfe geführt, bin nach Kopfbällen auf dem Boden gelandet und bin bei allen Spielformen dabei“, beschreibt er die jüngsten Fortschritte, gegenüber den ersten Versuchen mit dem Ball vor drei Wochen spüre er „einen großen Unterschied“.

"Kleine Wertschätzung" für Timothy Chandler

Dass er von der sportlichen Leitung als einer von drei möglichen Spielern neben den beiden Neuzugängen Sebastian Rode und Martin Hinteregger für die Europa-League (EL) nachnominiert wurde, empfindet Chandler als „kleine Wertschätzung“. Dabei hatte er sich im Vorfeld darüber kaum Gedanken gemacht, „wenn ich ehrlich bin, hatte ich das eigentlich gar nicht auf dem Schirm.“

Der Kollege Marc Stendera, ebenfalls im Europa-Aufgebot, hatte ihn erst am Montag darauf hingewiesen. Das Vertrauen des Trainers erweitert Chandlers Zielsetzungen. Spielen möchte er so bald wie möglich wieder, in der Bundesliga natürlich, aber auch in Europa.

Nächsten Spiele kommen für Timothy Chandler zu früh

Die nächsten Begegnungen, in der Bundesliga am Samstag in Leipzig und am Donnerstag darauf in der Europa-League in Charkiw gegen Schachtjar Donezk kommen freilich zu früh. Eine Prognose, wann er bereit ist für den ersten Wettkampf-Einsatz, will der 28 Jahre alte Abwehrspieler nicht geben. „Ich trainiere jeden Tag und wenn der Trainer sagt, du spielst, dann spiele ich“, sagt er. Bis es so weit ist, drückt er den Kollegen die Daumen.

Von der Entwicklung der neuen Mannschaft, zu der er in dieser Saison ja noch nichts beitragen konnte, ist er begeistert. „Ich habe selten so ein gutes Spiel gesehen wie gegen Dortmund“, sagt Chandler, immerhin in 192 Bundesligaspielen am Ball, „jetzt freuen wir uns auf Leipzig und wollen drei Punkte holen.“

Fragezeichen hinter David Abraham

Wann David Abraham wieder zur Verfügung stehen wird, ist weiter fraglich. Auch am Dienstag hat der Kapitän wegen einer hartnäckigen Wadenzerrung wieder nicht mit der Mannschaft trainieren können.

Gefehlt haben zudem der angeschlagene Allan Souza und wegen Zahnproblemen auch Marco Fabián. Luka Jovic, der sich mit Magenproblemen geplagt hatte, konnte nur ein paar Runden um den Platz drehen. Der Torjäger soll aber an diesem Mittwoch wieder uneingeschränkt mitmachen.

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Quelle: op-online.de

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