Europa League

Tallinn-Trainer Jürgen Henn: "Die Fans der Eintracht waren großartig"

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Die Frankfurter Fans bejubelten auch die Spieler von Tallinn. Eine großartige Geste. 

Dieser Europapokalabend war etwas ganz besonderes – fand auch der Trainer von Flora Tallinn, Jürgen Henn: "Die Fans der Frankfurter Eintracht waren großartig", schwärmt er. 

Frankfurt - Da hatten die Eintracht-Fans ein ganz besonders feines Gefühl: Der Gegner aus Tallinn wurde nach dem Abpfiff genauso gefeiert wie die eigene Mannschaft. Es herrschte Gänsehautstimmung, als sich die Spieler vom FC Flora auf eine Ehrenrunde begaben. Der Beifall schwoll zum Orkan, aus der Eintracht-Fankurve gab es Sprechchöre. 

„Die Fans der Eintracht waren großartig", sagte Jürgen Henn, der Trainer der Esten, „wir sind nach dem Spiel in die Kurve gegangen, um uns zu bedanken, weil das für uns die beste Atmosphäre war, die wir je erlebt haben." Sein Kollege Adi Hütter war tief beeindruckt. „Mich hat das gerührt, das war unglaublich und hatte was mit Respekt zu tun.“

Tallinn-Spieler besuchen Eintracht Museum – Nächste Runde Liechtenstein  

Die Spieler aus Estland genossen das Bad in der Menge. Henri Järvelaid warf sich ins Getümmel der Frankfurter Kurve und verschenkte sein Trikot, Kapitän Gert Kams warf die Spielführerbinde in die Menge. Während die Eintracht-Spieler sich tief in der Nacht schon auf dem Flug nach Österreich befanden, besuchte eine Tallinn-Delegation mit Spielern noch das Eintracht-Museum. So einen Europacupabend hat die Arena auch noch nicht erlebt.

Auch der nächste Gegner, der FC Vaduz, wird staunen, wenn er in zwei Wochen iss vollbesetzte Stadion einläuft. Zunächst aber muss die Eintracht am nächsten Donnerstag zum Hinspiel im Rheinpark-Stadion (Fassungsvermögen 5584 Zuschauer) in Liechtenstein antreten. „Ehrlich, ich weiß nichts vom Gegner“, gab Sportchef Bobic zu. Trainer Hütter ist da eher auf dem Laufenden, seine Heimat Hohenems ist nur ein paar Kilometer entfernt. „Ich habe viermal mit Bern dort gespielt und nie gewonnen“, sagte er, „wir werden das sehr ernst nehmen“. Der FC Vaduz, der aktuell in der zweiten Schweizer Liga spielt, hatte sich mit 2:0 nach Verlängerung gegen Szekesfehervar (Ungarn) durchgesetzt.

Von Peppi Schmitt

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Quelle: op-online.de

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