Gutes Debüt für Hinteregger

Eintracht stark wie im Herbst: Dem Tabellenführer getrotzt

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Ante Rebic

Frankfurt - Fußball kann richtig Spaß machen, ansehnlich sein, aufregend, mitreißend, schön. All das haben die Frankfurter Eintracht und Borussia Dortmund beim 1:1 (1:1) den 51.500 Zuschauern in der Arena geboten. Der Fünfte aus Frankfurt hat dem Ersten aus Dortmund Paroli geboten, über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem aktuellen Branchenprimus gespielt und leichte Selbstzweifel nach dem holprigen Start ins neue Jahr ausgeräumt. Von Peppi Schmitt

„Wenn die Leistung so ist wie heute, können wir mit den Top-Teams mithalten“, sagte ein rundherum zufriedener Trainer Adi Hütter. Das größte Lob kam vom Gegner. „Es war bisher unser schwerstes und schwierigstes Auswärtsspiel der Saison“, sagte der Dortmunder Kapitän Marco Reus tief beeindruckt, „die Frankfurter haben eine unheimliche Power.“ Auf seine ganz eigene, fast eine wenig drollige Art und Weise, kommentierte der Dortmunder Trainer die 94 Minuten. „Der Inhalt des Spiels war gut“, sagte Lucien Favre.

Das stimmt im Sinne des Wortes. Und war den beiden Trainern ebenso zu verdanken wie den Spielern. Hütter wie Favre widerstanden der Versuchung gegen die jeweils starke Offensive des Gegners die eigene Grundordnung zu verändern und vorsichtiger zu spielen. Im Gegenteil, beide Trainer setzten auf Angriff und heraus kam ein Unentschieden, das leicht auch ein 3:3 oder 4:4 hätte sein können. Die Reaktionen waren dementsprechend einhellig. „Ich habe ein tolles Bundesligaspiel gesehen“, sagte Hütter, „Dortmund schlägt zwar die feinere Klinge, aber wir haben trotzdem einen verdienten Punkt geholt.“ Für Torhüter Kevin Trapp, der unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke eine ausgezeichnete Leistung gezeigt hatte, sollte dies der Anspruch für den weiteren Verlauf der Saison sein. „Wir sind nicht irgendwer! Wir haben viel investiert und sind bis zum Schluss draufgegangen“, sagte der Nationalspieler, „auf diese Leistung können wir stolz sein."

Hütter und die Eintracht wurden einmal mehr für ihre Risikobereitschaft belohnt. Der Trainer setzte von Beginn an auf Neuzugang Martin Hinteregger, der nur am Freitag ein einziges Mal mit den Kollegen auf dem Trainingsplatz gestanden hatte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten machte der ehemalige Augsburger seine Sache gut. Die Eintracht habe eine ganz andere Spielweise als Augsburg, sagte Hütter, „wir haben eine andere Spieleröffnung und wir verteidigen viel mehr nach vorne.“ In Anbetracht dessen sei er mit der Leistung des 26 Jahre alte Österreicher „sehr zufrieden“. Hinteregger, eigentlich linker Innenverteidiger, musste nach dem Ausfall von Eintracht-Kapitän David Abraham, auf der ungewohnten rechten Seite ran. Seinem Passspiel tat das nicht gut, aber die technischen Schwächen konnte er im Laufe des Spiels mit seinen kämpferischen Qualitäten wettmachen.

Noch besser als der Neue spielte der Jüngste. Der 19 Jahre alte Evan Ndicka unterstrich mit einer reifen Leistung sein großes Talent. Die überfallartigen Angriffe des BVB schienen der Eintracht vor allem nach dem 0:1 durch Reus den Atem zu nehmen. „Das war eine große Herausforderung“, sagte Ndicka, „ich weiß nicht, ob es da ein Gegengift gibt.“ Zumindest ist es der Eintracht mit einer Korrektur der eigenen Abwehrarbeit nach der Pause gelungen, die BVB-Offensive unter Kontrolle zu bringen. „Wir haben Reus besser aus dem Spiel genommen, haben kompakter gespielt und das Pressing im besseren Moment angesetzt“, sagte Routinier Gelson Fernandes. All das hatte der Trainer in einer kurzen Halbzeitansprache auf den Weg gebracht.

Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund teilen Punkte: Bilder

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Unentschieden in der Partie Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund © dpa
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Die Eintracht Anfang Februar erinnert nun wieder an die Eintracht aus dem letzten Herbst, als alles ganz leicht vom Fuß gegangen war. „Das ist unser Fußball“, sagt Fernandes, „wenn wir keine Power haben, sind wir nur eine normale Mannschaft“. Mit dieser Power aber ist die Eintracht auf dem Weg zum einem Spitzenteam. 757 intensive Läufe haben die Frankfurter absolviert, der BVB 709, 279 Sprints, der BVB 258, das sind Spitzenwerte. Über diese Statistik hinaus war die Leidenschaft in jeder Sekunde des Spiels zu erkennen. Selten zuvor wurde ein Unentschieden in der Arena deshalb auch so gefeiert wie an diesem Samstag. „Die Leute sind stolz auf uns, wenn wir so kämpfen“, sagte Aushilfskapitän Fernandes. Vor allem, wenn sie dann auch noch so gut und so schön spielen.

Quelle: op-online.de

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