Bobic: „Wir müssen dazulernen“

Eintracht: Auf dem Weg zur Spitzenmannschaft?

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Frankfurt - Mit einem Sieg in Nürnberg wäre die Frankfurter Eintracht auf den fünften Platz vorgestoßen. Es wurde nur ein 1:1 und dementsprechend gemischt waren die Reaktionen. Viele waren sauer, allen voran der oberste Chef, Sportvorstand Fredi Bobic und der prominenteste Spieler, Torwart Kevin Trapp. Von Peppi Schmitt

Er sei mit dem Auftritt „überhaupt nicht zufrieden“ gewesen, schimpfte Bobic, „wenn wir weiter vorne mitspielen wollen, müssen wir sicher einiges drauflegen und dazulernen.“ Trapp wurde noch deutlicher: „Wir hatten die riesige Möglichkeit, uns oben festzusetzen, bis auf einen Punkt sogar an die Champions-League-Plätze ranzukommen“, ärgerte er sich. Die Einschätzung des Spiels war nachvollziehbar, die grundsätzliche Einordnung erstaunlich. Es wurde deutlich, wie stark die Erwartungen in den letzten Wochen gestiegen sind. Und zwar nicht von außen, nicht von den Fans, nicht von den Medien, sondern von innen. Bei der Eintracht reden sie ziemlich offen davon, sich im vorderen Drittel der Tabelle einzunisten oder zumindest um die Plätze im vorderen Drittel, die ja internationale Plätze sind, mitzuspielen.

Trainer Adi Hütter hatte nach dem Spiel einige Mühe, die Selbsteinschätzungen wieder einzufangen. Er habe nach der jüngsten Erfolgsserie Stimmen gehört, die Eintracht sei schon eine Spitzenmannschaft, merket er an, „da kann ich nur sagen: Langsam, Ball flach halten, das sind wir noch nicht.“ Ein Spitzenteam hätte wahrscheinlich in Nürnberg gewonnen, sagt der österreichische Fußballtrainer. Es fehle noch so einiges, um wirklich ganz groß denken zu können. Hütter wollte aber auch nicht zu tiefstapeln, auch er stellt an sich und seine Spieler hohe Ansprüche. Die Eintracht sei durchaus auf einem guten Weg, denn immerhin habe sie auch nicht verloren. Trotz schlechter Leistung hatte es Ende durch einen Treffer von Sébastien Haller in der Nachspielzeit ja noch zu einem Punkt gereicht. Das an sich sei schon eine „Qualität“.

Eintracht-Zeugnis gegen 1. FC Nürnberg

Kevin Trapp: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan Ndicka N Dicka: Note 2 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: Note 2 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Mijat Gacinovic: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
David Abraham: Note 3,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marc Stendera: Keine Note © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Souza: Kein Note © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Filip Kostic: Note 3,5 © Hübner
Eintracht Frankfurt - Apollon Limassol
Ante Rebic: Note 4 © dpa

Trotz der Europapokalbelastungen haben die Frankfurter in der Liga keinen Boden verloren, im Gegenteil. Das machen sie besser als viele ihre Vorgänger in den letzten Jahren. Die Eintracht lebt Ernsthaftigkeit in allen Wettbewerben vor. Dennoch habe er so ein Spiel wie in Nürnberg „erwartet“, sagt der Trainer. Er weiß, was er seiner Mannschaft, seinem Kader zutrauen kann – und was noch nicht. Manchmal fehlt es noch in den verschiedenen Mannschafsteilen an individueller Klasse, an Konstanz auf hohem Niveau. Hütter versucht dem mit „Rotation“ entgegenzuwirken. Das klappt in der Abwehr und im Angriff besser, schlicht, weil dort die Alternativen breiter gesät sind. Im Mittelfeld aber hat er kaum Möglichkeiten. Wenn Lucas Torró fehlt, Johnny de Guzman müde wirkt, Gelson Fernandes durchschnittlich spielt und Mijat Gacinovic sich in Einzelaktionen verzettelt, dann stößt die Mannschaft an ihre Grenzen. Und mit ihr der Trainer.

Haller rettet Eintracht Punkt gegen FC Nürnberg: Bilder

FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder
FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
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FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder
FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder
FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
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FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
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FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
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FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
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FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa
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FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt: Bilder zum Spiel. © dpa

Zur Klassemannschaft, respektive Spitzenmannschaft, fehlt den Frankfurtern im Grunde ein überragender Mittelfeldspieler, einer wie es Kevin-Prince Boateng war. Doch der ist nun mal weg. Hütter versucht, die Mannschaft als Kollektiv weiterzubringen, hofft auf Impulse aus der zweiten oder sogar dritten Reihe. Marc Stendera bemüht sich, seine Fähigkeiten einzubringen, Marco Fabián wäre ja auch noch da und mit Chico Geraldes steht der eigentlich für die kreativen Aufgaben vorgesehene Neuzugang nach langer Verletzungspause in den Startlöchern. Solange diese Spieler noch nicht wieder da sind oder das erhoffte Niveau eben nicht erreichen, solange wir die Eintracht an der Grenze zu den internationalen Plätzen stehen, auf Platz sieben wie aktuell. „Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen“, sagt Hütter. Das trifft es ziemlich genau.

Quelle: op-online.de

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