Neuzugang vor Unterschrift

Spielt Lucas Silva Melo schon gegen Dortmund?

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Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner ist kurz davor, den Transfer von Lucas Silva Melo einzutüten.

Frankfurt - Seit Mittwoch trainiert die Frankfurter Eintracht wieder hinter verschlossenen Türen. Das hat sich in den letzten Jahren in der Bundesliga immer mehr eingebürgert, auch wenn der Nutzen durchaus umstritten ist. Von Peppi Schmitt

Das Training also war „geheim“. Die möglichen „Spione“ von Borussia Dortmund hätten ja sonst sehen können, ob beispielsweise David Abraham wieder auf dem Platz gestanden hat. Der Kapitän der Eintracht wurde am letzten Samstag in Bremen wegen einer Wadenverletzung ausgewechselt und hat auch an der einzigen öffentlichen Einheit der Woche, am Dienstag, nicht teilgenommen.

Um es kurz zu machen: Abraham hat auch am Mittwochvormittag nicht mit den Kollegen geübt, sondern sich im Kraftraum beschäftigt. Das sieht nicht gut aus mit einem Einsatz am Samstag im Heimspiel gegen den Tabellenführer. Theoretisch könnte Trainer Adi Hütter den Routinier durch einen blutjungen Neuzugang ersetzen. Bis zum Ende der Transferperiode am Donnerstagabend wird der Wechsel des 19 Jahre alten Lucas Silva Melo, genannt „Tuta“, vom FC Sao Paulo unter Dach und Fach sein.

Melo hat den Medizincheck absolviert und soll einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Die Eintracht in Person von Chefscout Ben Manga hat den 1,84 Meter großen Abwehrspieler über eine längere Zeit beobachtet und sich nun entschieden, Nägel mit Köpfen zu machen. Laut brasilianischer Medien soll Melo 1,8 Millionen Euro Ablöse kosten, die Eintracht wird dafür allerdings nur 70 Prozent der Transferrechte erwerben, die übrigen 30 Prozent verbleiben beim Stammverein.

Die Verpflichtung des in Europa weitgehend unbekannten Melo, der bislang noch keine Spiele in der ersten Liga absolviert hat, passt in die seit einigen Jahren konsequent gefahrene Linie bei der Eintracht. Danach werden junge, talentierte Spieler geholt, um zum einen die Mannschaft zu verstärken, zum anderen aber auch später einen höheren Wiederverkaufswert generieren zu können.

 Das hat schon einige Male geklappt. Bei Marius Wolf (23) beispielsweise, den die Eintracht für 500.000 Euro aus Hannover geholt und für 5 Millionen Euro nach Dortmund verkauft hat. Evan Ndicka (19), vor der Saison von AJ Auxerre aus der zweiten französischen Liga für mehr als fünf Millionen Euro geholt, ist auf Anhieb zum Stammspieler aufgestiegen und hat seinen Marktwert in kurzer Zeit mindestens verdoppelt.

Auch bei Luka Jovic (21), der von Benfica Lissabon zunächst ausgeliehen wurde und nun fest verpflichtet wird, wird die Frankfurter Rechnung sicher aufgehen. Jovic schießt nicht nur Tore wie am Fließband, er wird längst auch als „Juwel“ des internationalen Fußballs in Ablösesummen von 40, 50 oder 60 Millionen Euro gehandelt.

Freilich gibt es auch andere Beispiele. Der Ecuadorianer Andersson Ordonez (25) hat den Sprung in die Bundesliga nicht geschafft und ist in seine Heimat zurückgekehrt. Der Portugiese Francisco Geraldes (23) hat nach einem halben Jahr das Handtuch geworfen und spielt wieder für Sporting Lissabon. Der Brasilianer Allan Souza (21), ausgeliehen vom FC Liverpool, hat sich bislang nicht wirklich als Verstärkung herausgestellt.

Bilder: Eintracht punktet in Bremen

Eintracht Frankfurt holt Punkt bei Werder Bremen: Bilder
Das Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt endet 2:2. © dpa
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Der Japaner Daichi Kamada (22) versucht über den Umweg einer Ausleihe an den belgischen Klub VV St. Truiden doch noch zurückzufinden. Ähnliches gilt für den Bosnier Marijan Cavar (20), der inzwischen an NK Osijek ausgeliehen ist. Die durchaus fantasievollen Transfers klappen also nicht immer, rechnen und lohnen sich in der Gesamtbetrachtung aber ziemlich sicher.

Nun also „Tuta“. Ihm eilt der Ruf voraus, ein schneller, kopfballstarker, im Grunde von sein Grundleistungsvermögen her „kompletter“ Abwehrspieler zu sein, der sowohl auf der rechten Außenbahn als auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann. Also genau jener Spielertyp, der der Eintracht helfen wird, wenn er sich denn in der neuen Umgebung zurechtfinden wird. Eine kurzfristige Lösung aber wird er sicher nicht sein.

Quelle: op-online.de

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