Doch nicht so harmlos verletzt

Sorgen um Boateng - Hoffnung für Salcedo

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Kevin-Prince Boateng

Frankfurt - Es sah eigentlich ganz harmlos aus, als Kevin-Prince Boateng vor mehr als einer Woche beim Pokalspiel auf Schalke mit Amine Harit zusammengeprallt war. Aber harmlos war es wohl letztlich nicht. Von Peppi Schmitt

Ja, der Frankfurter musste kurz vor der Pause ausgewechselt werden und hatte eine Oberschenkelprellung davongetragen. Ein „Pferdekuss“, nichts Ernstes, so die erste Diagnose. Doch Boateng kämpft auch jetzt, zehn Tage später noch immer mit den Folgen. An geregeltes Training ist nicht zu denken, für das Spiel bei Bayern München fällt er genauso aus wie zuletzt fürs Heimspiel gegen Hertha BSC. Und da auch Jonathan de Guzman (Zerrung), Danny Blum (krank) und Ante Rebic (Reha nach Muskelfaserriss) sowie Makoto Hasebe (gesperrt) nicht spielen können, ist die Decke ziemlich dünn geworden. Trotzdem sagt Trainer Niko Kovac mit Blick auf das Pokalendspiel in drei Wochen: „Wir werden nicht alles aufdecken und etwas im Ärmel behalten.“ Soll heißen: Nicht nur die Bayern werden eine Menge „rotieren“, auch die Eintracht wird anders auftreten als demnächst im Pokal. „Die Spieler werden bei beiden Mannschaften nicht die gleichen sein“, sagt Kovac, „wir werden diesmal was ausprobieren“. Also wird auch die Taktik eine andere sein als zuletzt und demnächst. Das könnte zum Beispiel ein Wechsel von der Dreier-Abwehr auf eine Viererkette sein.

Für die nächsten Wochen gibt es dann Hoffnung auf personelle Verbesserungen. Boateng soll gegen den HSV wieder dabei sein, auch Rebic könnte es bis dahin schaffen. Und ganz plötzlich, und das ist wirklich eine Überraschung, ist Carlos Salcedo wieder ein Thema. Der Mexikaner hatte sich beim Länderspiel am 27. März gegen Kroatien einen Schlüsselbeinbruch zugezogen und wurde kurz darauf in seiner Heimat operiert. Und hat in Mexiko ganz offenbar gut und hart in der Reha gearbeitet. Jetzt ist er zurück und präsentiert sich voller Ehrgeiz. „Unsere Mediziner sind begeistert, ihm geht es erstaunlich gut“, sagt Kovac.

Der 24 Jahre alte Abwehrspieler kämpfe „hochmotiviert“, so Kovac, um einen Platz im mexikanischen WM-Aufgebot. Was auch der Eintracht helfen könnte, denn Salcedo muss hier noch spielen, um auf den Russland-Zug aufspringen zu können. Zudem kämpft er ja auch bei der Eintracht noch um die Verlängerung des Vertrages, der im letzten Sommer auf Leihbasis für ein Jahr geschlossen worden war und jetzt im Juni ausläuft. „Vielleicht wird er fürs letzte Spiel auf Schalke eine Alternative und dann auch fürs Endspiel“, deutet Kovac eine überraschende Verstärkung aus dem Krankenstand an, „wir sind da ganz zuversichtlich.“ Vor einem Jahr war der Eintracht ein ganz ähnlicher Coup mit Jesus Vallejo gelungen, der nach wochenlanger Pause rechtzeitig fürs Pokalendspiel fit geworden war.

Quelle: op-online.de

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