WM-Teilnehmer kehren zurück

Torró auf den Spuren von Mascarell

+
Lucas Torrò (hier im Testspiel gegen Philadelphia) spielt selbstbewusst, ist sehr präsent auf dem Platz, nicht ganz so passsicher wie Mascarell, aber dafür noch körperlicher.

Frankfurt - Nach dem Testspiel in Wiesbaden hat Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter seinen Spielern noch einmal zwei freie Tage gegönnt, bevor nun die intensivsten Wochen der Vorbereitung beginnen. Von Peppi Schmitt

Am Dienstag, Mittwoch (jeweils zweimal), Donnerstag, Freitag und Samstag finden sieben Einheiten statt. Am Sonntag fliegt die Eintracht ins zweite Trainingslager nach Gais in Südtirol. Dort finden neben täglichen Einheiten auch zwei Freundschaftsspiele gegen die italienischen Erstligisten FC Empoli und Spal Ferrara statt.

Im Laufe dieser Woche sollen mit Ausnahme von Ante Rebic, der ja mit Kroatien das Finale erreicht hat, fünf weitere WM-Teilnehmer in den Trainingsbetrieb zurückkehren: Der Däne Frederik Rönnow, der Japaner Makoto Hasebe, der Schweizer Gelson Fernandes und die Mexikaner Carlos Salcedo und Marco Fabián. Komplett wird das Frankfurter Aufgebot aber noch lange nicht sein. Es ist davon auszugehen, dass es noch weitere Ab- und Zugänge geben wird.

Noch in dieser Woche wird der Trainer gemeinsam mit Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner entscheiden, was mit Allan Souza passiert. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler, unter Vertrag beim FC Liverpool, durfte als Gast zwei Wochen lang vorspielen. Der Brasilianer hatte dabei gute und weniger gute Szenen. Eine feste Verpflichtung oder ein Leihgeschäft ist eher unwahrscheinlich, denn gerade im Mittelfeld ist die Eintracht zumindest quantitativ ausreichend besetzt. Zum einen soll ja mit dem Portugiesen Chico Geraldes (Sporting Lissabon) noch ein weiterer Mittelfeldspieler kommen, zum anderen konnte Marc Stendera gerade beim letzten Test am Samstag in Wiesbaden Werbung in eigener Sache machen. Das Eigengewächs bewegt sich mit Souza zumindest auf Augenhöhe.

Erste Eindrücke der Neuzugänge

Trainer Hütter muss auch bislang sechs Neuzugänge sportlich integrieren. Bei den beiden Torhütern Rönnow und Felix Wiedwald, der ja schon in Frankfurt gespielt hat, ist das sicher kein Problem sein. Aber wie läuft es mit den anderen Neuen? Hier ein paar erste Eindrücke:

  • Da ist der 18 Jahre alte Abwehrspieler Evan Ndicka. Der Franzose ist seiner hohen Ablösesumme (zwischen fünf und sechs Millionen Euro) entsprechend ein riesengroßes Talent, seinem Alter entsprechend aber noch unfertig. Er wirkt beim Training und Spiel noch etwas verspielt, ein bisschen jugendlich halt. Da ist viel Luft nach oben und für den Trainer viel Gelegenheit, den Rohdiamanten nach seinen Vorstellungen zu schleifen. Ndicka wird sicher noch den einen oder anderen Monat brauchen, um in der Bundesliga eine feste Größe zu werden. Das Zeug dazu hat er.
  • Lucas Torró hat bislang wie selbstverständlich die Lücke ausgefüllt, die der Abgang seines spanischen Landsmannes Omar Mascarell nach Schalke gerissen hat. Torrò spielt selbstbewusst, ist sehr präsent auf dem Platz, nicht ganz so passsicher wie Mascarell, aber dafür noch körperlicher. In Bezug auf gelbe Karten dürfte er seinem Vorgänger in nichts nachstehen, geht er doch keinem Zweikampf aus dem Weg. Gegen ihn zu spielen, wird sicher keine Freude sein.
  • Goncalo Paciencia ist erst ein paar Tage da. Der portugiesische Stürmer verfügt über eine gute Technik, weiß sich auch im Zweikampf zu behaupten. Gleich bei seinem ersten Einsatz hat er gegen Wehen sein erstes Tor geschossen. Er ist der Typ „spielender Mittelstürmer“, unterscheidet sich damit von seinen Konkurrenten Luka Jovic und Sébastien Haller, die ihre Stärken vor allem im Strafraum haben.
  • Der erfahrenste Neue ist Nicolai Müller. Er kommt mit der Empfehlung von 164 Bundesligaspielen für Mainz und den HSV. Müller soll den Senkrechtstarter Marius Wolf, der nun für Borussia Dortmund spielt, ersetzen. Das ist eine ausgesprochen schwere Aufgabe, zumal er ja ein ganzes Jahr wegen einer Knieverletzung ausgefallen ist. Müller quält sich aktuell ein wenig, aber er ist treffsicher. In vier Testspielen hat er vier Tore geschossen. Ein guter Anfang also, genau wie bei seinen Kollegen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare