Uhrencup

Generalprobe: Gegen Young Boys Bern möchte Adi Hütter auf keinen Fall verlieren

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Adi Hütter möchte gegen sein Ex-Team unbedingt gewinnen.

Die SGE trifft am 10. Juli auf den Schweizer Meister Young Boys Bern. Vier Spieler sind verletzt. Adi Hütter möchte unbedingt gewinnen.

Thun (Schweiz) - Fast genau zwei Wochen vor dem ersten Europa-League-Qualifikationsspiel (25. Juli) bestreitet die Frankfurter Eintracht am Mittwochabend in Biel schon eine Art von „Generalprobe“. Im Rahmen des „Uhrencups“ geht es gegen den Schweizer Meister Young Boys Bern. „Ich will was sehen von meiner Mannschaft“, sagt Trainer Adi Hütter, für den die Partie gegen die Berner mehr als nur ein Freundschaftsspiel ist.

Drei Jahre hat er bei „IB“, so der Kurzname der Young Boys, mit großem Erfolg trainiert, hat die Gelb-Schwarzen 2018 zum ersten Schweizer Meistertitel nach 32 Jahren geführt. Gerade darum will Hütter das Spiel keinesfalls verlieren. „Ganz egal gegen wen, als Trainer will man nie verlieren“, räumt der 49 Jahre alte Österreicher ein, „aber dieses Spiel ist für Christian Peintinger und mich schon etwas Besonderes.“

Dass es beim „Uhrencup“ um einen klitzekleinen Titel geht, sei nur ein Randaspekt (am Freitag spielt die Eintracht noch gegen den FC Luzern), wichtiger sei das Spiel mit Blick auf den frühen Europacup-Start . „Wir wollen guten Fußball spielen“, sagt der Eintracht-Trainer. (Fast) jeder seiner aktuell gesunden Spieler wird die Chance bekommen, sich zu präsentieren. 

Uhrencup: Vier Frankfurter sind verletzt

Hütter will eine Elf am Mittwoch spielen lassen, eine andere am Freitag. Nicht dabei sein werden ausgerechnet der Neuzugang aus Bern Djibril Sow, der sich eine ziemlich schwere muskuläre Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen hat, und der ehemalige Schweizer Nationalspieler Gelson Fernandes, der wegen einer Wadenblessur „noch drei ,vier Tage“, so die eigene Einschätzung, fehlen wird. Johnny die Guzman dagegen, der ebenfalls kurzfristig pausieren musste, wird wohl spätestens am Freitag spielen können. Mit Erik Durm, Dominik Kohr und Dejan Joveljic werden drei Neuzugänge zu ihren ersten Einsätzen gegen einen Gegner auf Augenhöhe kommen.

Wären die Verletzten nicht, könnte der Eintracht-Coach mit seinem aktuellen Kader schon zufrieden sein. So aber ist vieles noch unvollendet. Im Hintergrund, auch im Teamhotel am Thuner See, arbeitet Sportvorstand Fredi Bobic weiter an der Komplettierung de Mannschaft. „Der Kader ist sehr groß, wir möchten noch drei, vier Spieler abgeben“, sagt Bobic. Dabei geht es um Marc Stendera, Marijan Cavar, Nicolai Müller und Jetro Willems. 

Auch Felix Wiedwald darf und soll gehen. Im Gegenzug werden noch weitere Spieler kommen. „Es kann gut sein, dass wir noch den einen oder anderen holen“, sagte Bobic dem vereinseigenen „Eintracht TV“ und bestätigte dies gegenüber dieser Zeitung, „wir sind gewappnet.“

SGE will Trapp, Hinteregger und Rode halten

Nach wie vor ungeklärt sind die „Fälle“ Trapp, Hinteregger und Rode. Die Eintracht will das Trio halten, ist bei den Bemühungen aber noch nicht entscheidend vorangekommen. Bei Trapp hängt es alleine an den sportliche Planungen in Paris. Noch hat der Nationalspieler keine Freigabe erhalten von PSG, die selbst noch einen neuen Torwart suchen. Gibt es die Freigabe, wird der Transfer schnell über die Bühne gehen.

Bei Hinteregger geht es schlicht ums Geld. Mit einem ersten Angebot, angeblich über 10 Millionen Euro, ist die Eintracht in Augsburg abgeblitzt. Viel mehr werden die Frankfurter aber ganz sicher für den Abwehrspieler nicht bezahlen. Wegen Rode sollen die Gespräche mit Borussia Dortmund in den nächsten Wochen, so Bobic, „intensiviert werden“.

Bei ihrer Personalpolitik will sich die Eintracht nicht hetzen lassen, in der sportlichen Entwicklung aber ist durchaus Zeitdruck vorhanden. „Wir haben keine Zeit für Experimente, dementsprechend müssen die Spieler 100 Prozent fokussiert sein“, sagt Bobic, das Erreichen der Gruppenphase der EL sei schließlich von großer Bedeutung für den gesamten Klub. 

Darum müssten die Spieler von Beginn an einen „konzentrierten Job machen.“ Auch ein Ausscheiden in der ersten Pokalrunde wie letzte Saison in Ulm soll diesmal in Waldhof nicht vorkommen. „Letztes Jahr haben wir uns eine kleine Auszeit genommen“, sagt Bobic, „diesmal werden wir vorher schon einige Spiele gehabt haben, diese Ausrede gilt dann nicht mehr.“

Natürlich setzt Bobic mit der Erwartungshaltung auch den Trainer ein wenig unter Druck, der für die richtige Dosierung der Vorbereitung zuständig ist. Gleichzeitig versucht der Sportchef aber auch Adi Hütter ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen. „Ich glaube, dass unsere Fans einschätzen können, dass es keine einfache Saison wird“, versichert Bobic, „ Adi weiß, dass er unser volles Vertrauen genießt. Das ist das Wichtigste.“

Von Peppi Schmitt 

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Quelle: op-online.de

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