Mannschaft zurück in Frankfurt

Eintracht: Aus dem Training direkt in die Europa-League

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SGE-Trainer Adi Hütter

Das erste Trainingslager der Frankfurter Eintracht ist Vergangenheit, die Mannschaft befindet sich wieder in der Heimat, die nächste Trainingseinheit findet am Dienstag statt.

Frankfurt - Erstaunlich: Bis zum EL-Quali-Spiel am 25. Juli in Tallin oder Nis wird es keine weitere Testbegegnung mehr geben. „Ich will die Gelegenheit nutzen, um im Training an Feinheiten zu schleifen“, sagte Trainer Adi Hütter, „wir können intern Spiele auf gutem Niveau machen.“ Mit der Woche in der Schweiz war der Eintracht-Coach mit Ausnahme der Verletzung von Neuzugang Djibril Sow (zehn Wochen Pause wegen eines Sehnenanrisses) „sehr zufrieden“. Seine Mannschaft sei auf einem guten Weg. Gegen Young Boys Bern hatte die Eintracht 1:5 verloren, gegen den FC Luzern am Freitag 3:1 gewonnen. Die Wiedergutmachung sei gelungen, „auch wenn Luzern nicht die Qualität von YB hat.“ Der Auftritt der Eintracht sei deutlich besser gewesen. „Spielerisch war es eine Steigerung, wir haben gut kombiniert“, sagte Hütter. Sogar Ante Rebic wurde gelobt. Der Stürmer, gegen Bern noch lustlos unterwegs, hatte sich diesmal am Spiel beteiligt. „Vielleicht hat er die Kritiken in der Zeitung gelesen“, schmunzelte Hütter, „jetzt hatte er Zug zum Tor und Spaß.“

Die ersten Grundlagen sind gelegt, aber richtig Struktur hat die „neue“ Eintracht noch nicht. Dafür fehlen zu viele Spieler. Der Trainer hofft auf die baldige Rückkehr der Leihspieler Kevin Trapp, Martin Hinteregger und Sebastian Rode, der Verletzten Gelson Fernandes (Wade) und David Abraham (Adduktoren) oder auf weitere Neuzugänge. Wohl auch deshalb hatte er darauf verzichtet, eine vermeintliche „erste Elf“ einzuspielen. Fast alle durften ran, in beiden Spielen jeweils eine Halbzeit. Sogar Marc Stendera und Jetro Willems, unter der Woche neben Nicolai Müller und Marijan Cavar in einer Laufgruppe teilweise separiert, standen auf dem Platz. „Der Trainer lässt sich nicht in die Karten blicken, sie sind Spieler der Eintracht“, sagte Hütter. Perspektive haben sie trotzdem nicht.

Lesen Sie dazu auch: Bei der Eintracht ist vieles in der Schwebe: Trainer Hütter muss erst mal mit einem unfertigen Team arbeiten

Die hat sich Daichi Kamada mit energischen Auftritten und einem Tor gegen Luzern erarbeitet. Die Neuen Erik Durm und Dominik Kohr sind mitgeschwommen, (noch) nicht mehr. Die Akzente gegen Luzern haben andere gesetzt, Stammkräfte aus der letzten Spielzeit wie Danny da Costa, Makoto Hasebe oder Sebastien Haller. Noch viel Arbeit also für den Trainer.

Von Peppi Schmitt

Quelle: op-online.de

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