Europaflagge auf dem Arm

Eintracht setzt Zeichen: „Wir bekennen uns zu Europa“

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Mit der Europaflagge auf dem Arm will Eintracht Frankfurt ein Zeichen setzen.

Mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 18 Uhr, bis auf wenige Resttickets ausverkauft) biegt die Frankfurter Eintracht auf die Zielgerade der Bundesliga ein - und will hier auch ein Zeichen setzen.

Frankfurt - „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, die Spieler waren beim Training bissig, aggressiv und fokussiert“, sagt Trainer Adi Hütter, „mit Energie und Kraft ziehen wir den Endspurt an.“ Und mit „voller Kapelle“. Personalprobleme kennt der Frankfurter Coach nicht vor dem letzten Viertel der Saison. Mit David Abraham ist nach Wochen der Pause wegen einer Wadenverletzung auch der Kapitän rechtzeitig wieder an Bord. „Er ist eine Alternative fürs Spiel“, sagt Hütter. Abraham gehöre zu jener Sorte Spieler, die in der Lage seien, direkt aus dem Trainingsbetrieb auch nach längerer Pause voll durchstarten zu können.

Wer die Eintracht als Kapitän aufs Feld führen wird hat diesmal eine ganz besondere Symbolik. Der Spielführer wird am Sonntag eine Binde mit den Farben und Symbolen der Europafahne um den Arm tragen. Vor den anstehenden Europa-Wahlen will die Eintracht damit ein Zeichen setzen und „die Bedeutung der europäischen Union hervorheben“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Sportvorstand Fredi Bobic: „Wie gut Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen zusammen leben und arbeiten können, zeigt unser Team in dieser Saison. Bei uns spielt Internationalität eine sehr große Rolle und es ist nur logisch, dass wir uns voll und ganz zu Europa bekennen und diesen Gedanken auch leben“. Der Kapitän der Eintracht wird entweder der Argentinier Abraham, der Japaner Makoto Hasebe oder der Schweizer Gelson Fernandes sein, ein deutlicheres Statement der Internationalität kann kein anderer Bundesligist abgeben.

Der Trainer setzt freilich ganz andere Prioritäten. Er will mit seiner Mannschaft die erfolgreiche Serie, elf Spiele in Folge ist die Eintracht schon ungeschlagen, fortsetzen. Der Gegner aus Stuttgart habe sich im Abstiegskampf seit Wochen stabilisiert und werde es seiner Mannschaft sehr schwer machen, glaubt der Frankfurter Coach, „aber wir nehmen die Favoritenrolle an.“ Es komme darauf an, das eigene Spiel durchzuziehen und die eigenen Stärken einzubringen. „Dann können wir auch Stuttgart schlagen“, glaubt Hütter.

Gearbeitet haben die Frankfurter in der kurzen Trainingswoche vor allem am Abschluss. Ausgerechnet die so erfolgreichen Stürmer hatten den Trainer zuletzt nicht zu hundert Prozent überzeugt. „Wir haben gegen Nürnberg und in Mailand zu viele Chancen liegen gelassen“, sagt Hütter, „da müssen wir den Hebel ansetzen.“ Ob er die komplette „Büffelherde“, die beim 3:0 im Hinspiel zum ersten Mal auf sich aufmerksam gemacht hatte, von Beginn an spielen lassen wird, ließ er offen. „Es liegt an mir, die bestmögliche Variante zu finden“, sagt Hütter.

Das könnte ein Dreierangriff mit Luka Jovic, Sébastien Haller und Ante Rebic sein, aber auch nur zwei der Stürmer mit Mijat Gacinovic dahinter. Dessen Fersenverletzung aus dem Länderspiel Serbiens in Portugal sei so weit ausgeheilt, dass er spielen könne.

Sorgen, die vielen Spekulationen und Gerüchte, garniert mit hohen Millionen-Euro-Summen, könnten speziell Torjäger Jovic den Kopf verdrehen, hat der Frankfurter Trainer nicht. Jovic wird inzwischen abwechselnd mit Bayern München, dem FC Barcelona und zuletzt auch Real Madrid in Verbindung gebracht. „Ich weiß ja nicht, ob er alles so liest, ich sehe nur, dass er jeden Tag mit unglaublicher Freude und großem Spaß auf den Platz geht“, sagt Hütter, „Luka ist klar im Kopf und kann mit der Situation gut umgehen.“

Von Peppi Schmitt

Eintracht: Trapp – Hinteregger, Hasebe, Ndicka – Da Costa, Fernandes, Rode, Kostic - Rebic – Haller, Jovic.- Bank: Rönnow, Abraham, Touré, De Guzman, Willems, Gacinovic, Paciencia

Quelle: op-online.de

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