Neun Millionen Euro Ablöse

Eintracht Frankfurt holt Ex-Wolfsburger Bas Dost

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Bas Dost stürmte bereits in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg

Bas Dost also. Nicht Cenk Tosun, nicht Daniel Sturridge, auch nicht Mario Balotelli, die Frankfurter Eintracht hat endlich einen neuen Stürmer gefunden, einen Nachfolger für die teuer verkauften Torjäger Luka Jovic und Sebastien Haller.

Frankfurt - Es ist eine für Sportvorstand Fredi Bobic alleine schon wegen des Alters des Holländers (30) ungewöhnliche Verpflichtung und es ist ebenso ungewöhnlich, wie sie bekannt geworden ist. Es war nicht die Gerüchteküche, die den Namen nach oben gespült hatte, sondern es war die Eintracht selbst, die mit eine Meldung auf ihrer Homepage am Samstagabend in die Offensive gegangen ist. Die Eintracht beschäftige sich „intensiv mit einer Verpflichtung von Stürmer Bas Dost von Sporting Lissabon“, hieß es da. Perfekt ist der Wechsel noch nicht, es seien noch „Transferdetails zu klären“. Darum könne der Wechsel am Wochenende noch nicht endgültig abgeschlossen werden.

SGE: Mediale Offensive auf Wunsch von Sporting Lissabon

Grund für die mediale Offensive waren Wünsche von Sporting Lissabon. Die haben am Sonntag bei Sporting Braga gespielt und Dost schon nicht mehr fürs Aufgebot nominiert. Beide Klubs wollte keine weitere Geheimniskrämerei und ehrlich mit dem bevorstehenden Wechsel umgehen. Die letzten Details werden am Montag geklärt, dann soll auch der obligatorische Medizincheck stattfinden. Die Eintracht wird den ehemaligen holländischen Nationalspieler kaufen und nicht leihen. Angeblich soll Dost einen Vierjahresvertrag unterschreiben und neun Millionen Euro an Ablöse kosten. Wirtschaftlich wäre der Transfer damit mit Blick in die Zukunft nicht wirklich gewinnbringend, denn einen Wiederverkaufswert wird Dost mit dann 34 Jahren am Ende der Vertragslaufzeit sicher nicht mehr haben.

Bas Dost zu Eintracht Frankfurt: Kauf überraschend

Der Einkauf ist durchaus überraschend, wirkt ein wenig wie eine letzte Ausfahrt für die im Sturm geschwächten Frankfurter, nachdem viele andere Alternativen offenbar nicht zu realisieren waren.

Der Wechsel ist aus sportlicher Sicht logisch und nachvollziehbar. Mit all seiner Erfahrung, mit seiner Spielart und mit seinen Torjägerqualitäten könnte der 1,96 Meter große Dost der ideale Nachfolger des Franzosen Haller sein. Zudem hat er Bundesligaerfahrung aus seiner Zeit beim VfL Wolfsburg. Sprachbarrieren gibt es bei Spielern aus der Niederlande auch keine. Die Torquote von Dost ist außergewöhnlich. In der Bundesliga hat er zwischen 2012 und 2016 für die „Wölfe“ in 85 Spielen 36 Tore erzielt. In Portugal bestach er mit einer überragenden Trefferquote von 76 Toren in 84 Ligaspielen. In der Saison 2016/17 wurde Dost mit 34 Treffern Torschützenkönig in Portugal.

Von Peppi Schmitt

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Quelle: op-online.de

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