Hinteregger zurück, Haller zur Behandlung nach Österreich

Keine Rücksicht auf Chelsea - Hütter macht Druck: „Wir müssen Hertha schlagen“

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Hütter macht Druck: „Wir müssen Hertha schlagen“

Die Fragen der Öffentlichkeit waren für den Trainer kein Thema. Geht der Frankfurter Eintracht im Endspurt von Bundesliga und Europa-League die Puste aus? Sind die Spieler nicht mehr frisch genug? Wie viele Punkte brauchen die Frankfurter noch, um in die Champions-League einzuziehen? Wie viele Zähler würden reichen, um auch nächste Saison in der Europa-League zu spielen?

Frankfurt - Die Antworten von Trainer Adi Hütter ließen in der offiziellen Spieltagspressekonferenz am Freitag an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. „Von der ganzen Rechnerei halte ich überhaupt nichts“, sagte Hütter, „wir müssen aber auf jeden Fall gegen Hertha BSC gewinnen, wenn wir unter den ersten Vier bleiben wollen.“ Das nächste Spiel (Samstag, 15.30 Uhr) gegen die Berliner in der mit 51.500 Zuschauern ausverkauften Arena steht also beim Coach im Fokus. Dass seine Spieler durch die Zusatzbelastungen im Europapokal müde sein sollen, kann er nicht erkennen. „Diese Feststellungen kommen nur von außen, bei uns ist das kein Thema“, sagt Hütter, „so ein Spiel wie in Wolfsburg passiert auch jenen Klubs, die nicht im Europacup spielen.“

Konzentration aufs Wesentliche, das ist die Botschaft, die Hütter vor den letzten vier Bundesligaspielen aussendet. Beim Training könne er nur pure Vorfreude auf die nächsten Begegnungen sehen. „Niemand sollte sich um uns Sorgen machen“, sagt er in Richtung der Frankfurter Fans, „wir haben tolle Spiele vor uns und können Geschichte schreiben“. Das alleine sollte zusätzliche Kräfte und Motivation freisetzen. Dem Spiel gegen die Hertha folgt am nächsten Donnerstag das Halbfinal-Hinspiel in der Euro-League gegen Chelsea. Hütters Versprechen: „Wir werden körperlich und geistig fit sein.“

Eintracht Frankfurt muss Favoritenrolle annehmen

Die Favoritenrolle müssen die Frankfurter annehmen. Nach dem Hinspiel am 14. Spieltag (1:0 für Hertha) hatten beide Mannschaften 23 Zähler auf dem Konto, jetzt vier Begegnungen vor dem Ende hat die Eintracht weitere 30 Punkte dazugeschaufelt, die Hertha nur 13. Das ist schon eine klare Ansage. Während die seit sechs Spielen sieglosen Berliner (Hütter: „Das macht sie besonders gefährlich“) auf die Leistungsträger Niklas Stark (gesperrt und verletzt) und Marko Grujic (verletzt) verzichten müssen, kann die Eintracht (fast) aus den Vollen schöpfen. Mit Ausnahme von Stürmer Sébastien Haller stehen alle anderen Spieler zur Verfügung. Haller, der seit Wochen wegen Bauchmuskelproblemen ausfällt, ist nun zur Behandlung nach Österreich zu einem Bekannten des Trainers gefahren. „Er ist bei einem Spezialisten, der sich bei diesen Verletzungen besonders gut auskennt“, sagt Hütter. Es ist wohl der letzte Versuch, eine Operation zu vermeiden. Hütter: „So weit sind wir noch lange nicht.“ Fest steht freilich, dass Haller in den nächsten Wochen, wahrscheinlich bis zum Saisonende, nicht mehr spielen kann. Dafür kehren gegen die Berliner Gelson Fernandes, zuletzt gesperrt, und Martin Hinteregger (zuletzt verletzt) ins Team zurück.

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Rücksicht auf das Spiel gehen Chelsea werde er „keinesfalls nehmen“, kündigte Hütter an. Also keine Rotations-Experimente. „Bis zum Donnerstag haben wir genug Zeit, uns zu erholen“, glaubt er. Das Trainingsprogramm ist längst den Dauerbelastungen des Spielplans angepasst. „Kurz und knackig“ seien die Einheiten, vor allem technisch-taktische Schwerpunkte würden gesetzt. Kondition und Kraft wird nicht mehr gebolzt. „Wir müssen einfach die Spannung hochhalten“, sagt der Frankfurter Trainer.

Von Peppi Schmitt

Voraussichtliche Aufstellung gegen Hertha BSC Berlin

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Da Costa, Rode, Fernandes, Kostic – Gacinovic – Rebic, Jovic

Bank: Rönnow, Touré, Ndicka, De Guzman, Willems, Torró, Paciencia

Quelle: op-online.de

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