Interesse am Verein steigt

Darum ist Eintracht Frankfurt so beliebt wie nie

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Adler Atila und seine Eintracht sind beliebt wie nie.

Die Mannschaft der Frankfurter Eintracht hat einen Lauf, der sie aktuell bis auf den vierten Platz geführt hat, der zur Teilnahme an der Champions-League in der nächsten Saison berechtigen würde.

Parallel dazu steigen die Einnahmen und das Interesse am Verein immer weiter an. Was unter anderem zu neuen Rekord-Zuschauerzahlen führt. Eintracht Frankfurt ist also auf allen Ebenen „in“, gewinnt nicht nur Punkte, sondern auch an Profil und Image. Das alles ist Wasser auf die Mühlen des Frankfurter „Vordenkers“ Axel Hellmann, der zum einen auf einen Ausbau der Arena drängt und zum anderen den 35 Millionen-Euro teuren Neubau des Profi-Campus auf der Gelände am Waldstadion mit seinen Kollegen forciert hat.

„Wir müssen möglichst allen Menschen in der Region, egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht sie kommen, die Möglichkeit geben, Spiele der Eintracht live im Stadion erleben zu können“, sagt Hellmann. Dazu sei es unerlässlich, das Fassungsvermögen des Stadions von aktuell 51.500 Zuschauern auf rund 60.000 zu erhöhen.

SGE knackt 70.000-Mitglieder-Marke

„Nur so können wir der in Zukunft zu erwartenden Nachfrage gerecht werden“, sagt Hellmann. Das Begehren ist mit Zahlen zu unterlegen. Die Frankfurter haben nicht nur gerade die 70.000-Mitglieder-Marke überschritten, die Fans rennen ihnen auch wegen Eintrittskarten förmlich die Bude ein. So war das Spiel am letzten Sonntag gegen den VfB Stuttgart ausverkauft und so werden die letzten drei Heimspiele gegen den FC Augsburg, Hertha BSC und Mainz 05 ebenfalls ausverkauft sein.

Der Zuschauerschnitt wird damit auf 49.500 pro Spiel ansteigen, das ist der höchste Wert in der Vereinsgeschichte. Eine noch intensivere Entwicklung gibt es bei den internationalen Spielen. Alle bisherigen Europapokalspiele, gegen Rom, Limassol, Marseille, Donezk und Inter Mailand waren mit 48.500 Zuschauern ausverkauft.

Eintracht Frankfurt: Karten für das Viertelfinal-Rückspiel gegen Benfica Lissabon sind ausverkauft

Die Karten für das Viertelfinal-Rückspiel gegen Benfica Lissabon am 19.April sind „selbstverständlich“ ausverkauft, wie die Eintracht mitteilt. Das waren sie schon bevor der Gegner feststand. Die Eintracht hatte sogenannte „Blind Dates“ angeboten, was niemanden gehindert hat zuzugreifen, denn längst sind die Frankfurter selbst die Attraktion auf dem Spielfeld und nicht mehr der jeweilige Gegner.

Sollten die Eintracht auch Benfica ausschalten, wird das im Halbfinal-Hinspiel, wahrscheinlich gegen den FC Chelsea (oder gegen Slavia Prag), genauso der Fall sein. Dann hätte die Eintracht alleine bei den Europacup-Spielen 336.000 Zuschauer begrüßen können.

Eintracht Frankfurt verbucht beeindruckende Zahlen

Die aktuelle Gesamtzahl ist auch ohne ein mögliches Halbfinale beeindruckend: Wettbewerbsübergreifend sind zwischen August 2018 und April 2019 insgesamt 1.125.000 Menschen zu den Spielen der Eintracht in die Arena gekommen. Auch auswärts sorgen die Fans für Rekorde. Ob auf Zypern, in Rom, Charkiw oder Mailand, Tausende sind ihrer Mannschaft gefolgt.

Nach Lissabon werden mehr als 3200 reisen, obwohl das Kartenkontingent auf diese Zahl beschränkt ist. Wer in den Internet-Foren die Wege liest, die alle in die portugiesische Hauptstadt führen, ist durchaus verblüfft. Über Köln und Dublin und Bordeaux fliegen die Fans nach Lissabon, von Baden-Baden, Amsterdam, Luxemburg, Basel, Düsseldorf und Stuttgart aus. Es wird nach Faro geflogen und von dort mit dem Auto gefahren, auch nach Porto und nach Madrid und von dort weiter mit Bus und Bahn.

Liebe zu den "Adlern" steigt ins Unermessliche

Die Liebe zu den „Adlern“ ist gerade wieder einmal unermesslich. Es ist schwierig, den finanziellen Zugewinn für den Klub zu präzisieren, denn noch ist die Eintracht ja im Wettbewerb. Bislang haben die Frankfurter schon rund 30 Millionen Euro verdient, sollte der Weg bis ins Finale führen, kämen weitere 15 Millionen Euro oben drauf.

Natürlich sind das keine Reingewinne, denn auch die Kosten sind hoch, doch insgesamt wird am Ende dieser Saison ein großes Stück vom Kuchen übrigbleiben. Fast genauso wichtig ist das Ansehen, das die Frankfurter inzwischen genießen. Als letzter verbliebener deutscher Verein im Europa-Cup gelten sie als „Retter der Bundesliga“, werden über RTL bundesweit übertragen und sicher am nächsten Donnerstag in Lissabon Rekordquoten erreichen. Große Räder sind es also, an denen die Frankfurter gerade drehen.

Von Peppi Schmitt

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Quelle: op-online.de

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