Gerüchte um Jovic-Rückkehr

Eintracht Frankfurt im Dauerstress: Fünf Spiele in 15 Tagen

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Eintracht Frankfurt im Dauerstress: Fünf Spiele in 15 Tagen

Crash-Kurs für die Frankfurter Eintracht: In den nächsten 15 Tagen müssen die Hessen fünf Spiele austragen, eines schwerer und wichtiger als das andere. In der Bundesliga gegen Hoffenheim, Leipzig und Düsseldorf, dazwischen in den Play-Offs zur Europa-League (EL) zweimal gegen Racing Straßburg.

Frankfurt - „Für uns beginnt die Saison jetzt erst so richtig“, sagt Trainer Adi Hütter. Gut für die Eintracht: Sie hat schon fünf Pflichtspiele hinter sich, wenn auch gegen relativ schwache Gegner. Schlecht: Die Mannschaft ist immer noch nicht komplett, Sportvorstand Fredi Bobic hat es (noch) nicht geschafft, Ersatz für die Stürmerstars zu holen. Bis nächste Woche soll es dann endlich so weit sein. Es wird auch höchste Zeit. „Die Durchschlagskraft ist noch nicht so da“, räumt der Trainer ein, „aber wir wissen, was zu tun ist.“

Der Zeitplan der Stürmerverpflichtung ist ein wenig verschoben worden. Ursprünglich hatte Sportchef Bobic angekündigt, dass der so sehnlichst erwartete neue Angreifer bis zum Bundesligastart am Sonntag (15.30 Uhr gegen die TSG Hoffenheim) da sein wird. Das klappt nun nicht mehr. Jetzt sagt Bobic: „Es kann sehr schnell gehen, wir sind an einem Stürmer dran, bis zum Playoff-Spiel ist auf jeden Fall einer da." Wird der Eintracht-Boss auf konkrete Namen angesprochen, wird er ausgesprochen schweigsam. Das jüngste Gerücht befasst sich mit einer schnellen Rückkehr von Luka Jovic. Der serbische Torjäger, für knapp 70 Millionen Euro an Real Madrid verkauft, hat bei den „Königlichen“ bislang nicht überzeugt und soll für ein Leihgeschäft auf dem „Markt“ sein. „Ich werde nicht ja und nicht nein sagen“, antwortete Bobic auf Fragen in diese Richtung. Trainer Adi Hütter schloss sich an: „Ich sage nicht ja und nicht nein.“ Erste Wahl aber ist Jovic nicht, er wäre nur eine weitere unverhoffte Möglichkeit. Inzwischen soll auch Borussia Dortmund interessiert sein.

Mit gestutzten Flügeln gegen TSG Hoffenheim

Gegen Hoffenheim müssen die Adler zunächst einmal mit gestutzten Flügeln angreifen. Die ganz großen Sorgen macht sich der Frankfurter Trainer aber nicht. Die fünf Pflichtspiele in Europa und DFB-Pokal seien sicherlich „ein Vorteil“ gegenüber Hoffenheim. „In der Summe aller Tests sehe ich meine Mannschaft bereit für den Start“, sagt Hütter, „ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Spiel machen werden.“ In den letzten Tagen hat er noch einmal auf die „Basics“ besonderen Wert gelegt. „Taktische Disziplin, Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, darauf kommt es an“, sagt er.

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Die Mannschaft stellt sich nach den letzten Eindrücken fast von alleine auf. Nur im defensiven Mittelfeld gibt es noch eine offene Position. Noch hat der Coach nicht entschieden, ob er Sebastian Rode nach dessen geglücktem Comeback gegen Vaduz von Beginn an spielen lassen wird. Ein persönliches Gespräch soll bei der Entscheidungsfindung helfen. Grundsätzlich aber gelte, „dass wir Seppl behutsam weiter aufbauen werden“. Klingt danach, also ob Dominik Kohr und Gelson Fernandes den Vorzug erhalten.

Wer wird die Nummer 2 hinter Kevin Trapp?

Andere offene Fragen betreffen nicht das Spiel gegen Hoffenheim. Wer wird die Nummer 2 hinter Kevin Trapp? Beim Bundesliga-Start wird Felix Wiedwald auf der Bank sitzen, Frederik Rönnow ist immer noch nicht fit und sucht ja auch einen neuen Verein. Hütter: „Wenn Rönnow bleibt, wird er die Nummer 2. Wenn nicht, müssen wir uns Gedanken machen.“ Dann könnte Wiedwald dauerhaft aufrücken, die Eintracht könnte aber auch noch einen neuen Torhüter holen.

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Und was passiert in der Abwehr, nachdem Marco Russ über viele Monate ausfallen wird? Der Routinier hat sich beim 1:0 gegen Vaduz einen Achillessehnenriss zugezogen und ist am Freitag nach München gereist, um sich dort operieren zu lassen. „Wir haben ja noch Simon Falette“, sagt der Trainer, schloss aber nicht aus, dass die Eintracht auch in der abwehrenden Abteilung noch einmal tätig werden könnte.

PEPPI SCHMITT

Voraussichtliche Aufstellung:

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Da Costa, Fernandes, Kohr, Kostic – Kamada – Pacincina, Rebic

Bank: Wiedwald, Chandler, Touré, Ndicka, Durm, Rode, De Guzman, Gacinovic, Joveljic

Quelle: op-online.de

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