Letzter Sieg in der Fremde bald ein halbes Jahr her

Eintracht Frankfurt: Der Kampf gegen die Auswärtskrise

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Eintracht Frankfurt: Der Kampf gegen die Auswärtskrise

Frankfurt - Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat am Donnerstag die detaillierten Termine der Bundesliga bis zum Ende des Jahres bekanntgegeben.

Die Frankfurter Eintracht spielt nur noch zweimal samstags, unter anderem gegen den FC Bayern am 2. November. Meistens aber müssen die Frankfurter am Sonntagabend und am Freitagabend antreten. Und einmal, in Mainz, sogar am Montagabend. Die vielen von den Zuschauern ungeliebten Termine sind der Teilnahme an der Europa-League geschuldet, deren Spiele ja immer donnerstags ausgetragen werden und Samstag-Spiele wegen der Kürze der Pause unmöglich machen. Für die Fans sind das keine schönen Aussichten, aber es hält sie nicht davon ab, ihre Mannschaft zu begleiten und zu unterstützen.

Zur Begegnung an diesem Freitagabend (20.30 Uhr) bei Union Berlin hat die Eintracht 2500 Karten angefordert und sie alle verkauft. Das Team wird also an der gefürchteten „Alten Försterei“ nicht alleine sein. „Wir freuen uns auf die Atmosphäre im ausverkauften Stadion“, sagt Trainer Adi Hütter, der mit dem Schweizer Trainer der „Eisernen“ Urs Fischer und dessen Assistenten Markus Hoffmann auf alte Bekannte treffen wird.

Eintracht Frankfurt: Letzter Auswärtssieg am 6. April 2019 auf Schalke

Für die Eintracht geht es in der Hauptstadt darum, auf fremden Platz endlich mal wieder einen Dreier zu holen. Das ist zum letzten Mal am 6. April auf Schalke (1:0) gelungen, als Luka Jovic in der Nachspielzeit einen Elfmeter verwandeln konnte. Lange her also, bald ein halbes Jahr, genau 174 Tage. Seitdem gab es noch einen Punkt in Wolfsburg, aber bittere Pleiten in Leverkusen (1:6) und München (1:5) und in dieser Saison zwei knappe Niederlagen in Leipzig (0:1) und Augsburg (1:2). Eine Auswärtsschwäche also? Noch nicht, aber platzt der Knoten auch in Berlin nicht, könnte sich es sich dazu entwickeln. „Auf unsere Mentalität können wir uns verlassen“, vertraut Trainer Hütter seinem Team, „wir sind auch in gutem körperlichen Zustand.“

Alles bereit also für einen Auswärtssieg? Der Frankfurter Trainer appelliert an seine Spieler, hellwach zu sein. Denn die Anfangsphasen der Spiele, egal ob im Pokal in Waldhof, ob in Leipzig, in Augsburg oder zu Hause gegen Düsseldorf und gegen Dortmund, jedesmal ist die Eintracht schwer in die Spiele gestartet. „Wir müssen das Spiel von der ersten Minute an annehmen“, mahnt Hütter, „es wäre auch hilfreich, wenn wir auch mal in Führung gingen.“ Vorm Aufsteiger aus Berlin hat der Eintracht-Coach viel Respekt. Der Sieg von Union gegen Borussia Dortmund dient allen anderen Klubs, die im engen Stadion draußen in Köpenick antreten müssen, als echte Warnung. „Sie können jedem Gegner das Leben schwer machen“, sagt Hütter.

Hütter: „Wir waren bissig und aggressiv, das hat mir gefallen“

Es ist zu vermuten, dass er dem Anlass entsprechend seine kampfstärksten Spieler aufs Feld schicken wird. Genau in diese Richtung wurde unter der Woche geübt. „Wir waren bissig und aggressiv, das hat mir gefallen“, sagt der Frankfurter Trainer. Kapitän David Abraham wird anstelle von Almamy Touré wieder in die Mannschaft rücken, Dominik Kohr und Gelson Fernandes werden die Defensivarbeit im Mittelfeld verrichten müssen, denn Sebastian Rode (Nachwirkungen einer Knieprellung) wird noch ein paar Tage für das Europapokalspiel am nächsten Donnerstag in Guimaraes geschont. Entscheiden muss sich Hütter noch im offensiven Mittelfeld zwischen Djibril Sow und Daichi Kamada. Den Angriff bilden die beiden Portugiesen Goncalo Paciencia und André Silva.

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Peppi Schmitt

Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger – Da Costa, Kohr, Fernandes, Kostic – Kamada (Sow) – Paciencia, Silva

Bank: Rönnow, Touré, Ndicka, Chandler, Durm, Sow, Torró, Dost, Gacinovic

Quelle: op-online.de

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