Großer Umbruch steht bevor

Eintracht: Torró kommt, noch keine Anfragen für Rebic

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Ante Rebic spielt eine starke WM

Frankfurt - Der eine geht, der andere kommt. Am Tag als der Abschied von Kevin-Prince Boateng verkündet wurde, konnte die Frankfurter Eintracht die baldige Verpflichtung eines weiteren neuen Spielers bestätigen. Vom spanischen Zweitlisten CA Osasuna aus Pamplona wird der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler Lucas Torró kommen. Von Peppi Schmitt

„Wir sind in guten Verhandlungen und optimistisch, dass es klappt", bestätigte Manager Bruno Hübner Meldungen aus Spanien. Torrós Verein Osasuna hatte den Wechsel bereits per Twitter verkündet, obwohl die letzten Formalitäten wie beispielsweise der abschließende Medizintest noch nicht erfolgt sind. Verhandlungspartner der Eintracht ist Real Madrid, die Torró nach Osasuna mit einer Rückkaufoption verliehen und von dieser Option nun Gebrauch gemacht haben. Die Eintracht muss angeblich 3,5 Millionen Euro für den Spanier bezahlen.

Torró hat in der vergangenen Saison 37 Spiele in der zweiten Liga bestritten, dabei einen Treffer erzielt. „Er kann im defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung spielen“, sagt Hübner und verweist auf die guten Erfahrungen, die die Eintracht mit jungen Spielern aus Spanien und von Real Madrid gemacht haben. Omar Mascarell, der gerade nach Schalke gewechselt ist, und Jesus Vallejo, den die Eintracht gerne wieder hätte, der aber sehr wahrscheinlich weiter bei Real spielen wird, lassen grüßen. Der große Unterschied zu den vorangegangenen Geschäften mit den Königlichen: Sollte der Transfer in den nächsten Tagen wie geplant über die Bühne gehen, würde dies ohne weitere Klauseln passieren. Der 1,90 Meter große Torró wäre dann „ohne Einschränkungen“, so Hübner, ein Frankfurter.

Das ist auch Ante Rebic. Auch der Kroate hat keine Ausstiegsklausel, versicherte der Frankfurter Manager. Allerdungs wird der AC Florenz von einem Weiterverkauf profitieren. Und davon muss die Eintracht ausgehen, obwohl es noch keine offiziellen Anfragen gibt. „Ante spielt eine richtig gute WM, da wird sicherlich noch was kommen", glaubt auch Hübner. Ziel sei es freilich, „Rebic zu behalten“. Ob das möglich sein ist, wird vor allem am Spieler selbst liegen. „Wenn er sich woanders sieht, dann müssen wir wirtschaftlich das beste Ergebnis erzielen", macht Hübner die Verhandlungsstrategie deutlich. Zu den Bayern wird Rebic ziemlich sicher nicht wechseln. Vom ehemaligen Trainer Niko Kovac gibt es eine mündliche Zusage, keinen Eintracht-Profi mit nach München zu nehmen.

Würde auch Rebic noch gehen, hätte die Eintracht fünf sogenannte „Unterschiedsspieler“ verloren. Die Aufgabe für den neuen Trainer Adi Hütter wird dadurch immer schwerer. Überrascht von der Entwicklung aber dürfte der Österreicher nicht sein. „Wir haben ihn schon in den ersten Gesprächen darauf hingewiesen, dass es passieren kann“, sagt Hübner. Trotz einer verbesserten wirtschaftlichen Lage sei die Eintracht immer noch nicht in der Lage, mit vielen Konkurrenten mitzuhalten. Als Beispiel nannte der Frankfurter Manager sogar den SC Freiburg, der zwar als kleiner Club wahrgenommen werde, aber längst sehr hohe Gehälter zahle.

Die Eintracht steht also wieder vor einem großen Umbruch. „Das macht keinen Spaß“, gibt Hübner zu, „aber wir sind trotzdem sehr optimistisch, dass wir es wieder hinkriegen.“ Vorstand, Manager und Trainer würden die Herausforderungen annehmen und „Kreativität“ zeigen. Neben den bisherigen vier Neuen (Rönnow, Wiedwald, Müller und wahrscheinlich Torró) werden noch vier oder fünf weitere Neue kommen. Dies ist auch abhängig davon, welche Spieler aus dem zweiten oder dritten Glied den Verein noch verlässt. Auf der Tribüne zu sitzen könne nicht das Ziel von Spielern wie Tawatha oder Hrgota sein, sagt der Manager. Die Eintracht werde sich aber vertragstreu zeigen und „keinen vom Hof jagen.“

Quelle: op-online.de

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