1:1 gegen Salt Lake

Neuling Nicolai Müller: „Habe wieder richtig Spaß am Fußball“

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Nicolai Müller ist einer der Neuen bei der Eintracht Frankfurt.

Frankfurt - Zu Hause sind mitten in der Nacht 7000 Menschen aufgestanden, um sich auf dem vereinseigenen TV-Sender das Freundschaftsspiel der Frankfurter Eintracht bei Real Salt Lake anzuschauen. Wenn man weiß, dass manch Bundesligaspiel bei „Sky“ gerademal auf 10.000 Seher kommt, macht diese Zahl deutlich, wie groß das Interesse am Pokalsieger ist. Von Peppi Schmitt

Im Rio-Tinto-Stadion in Salt Lake City hat der neue Trainer Adi Hütter ganz genau hingeschaut, wie seine Mannschaft in der Nachspielzeit noch ein 1:1-Unentschieden erreicht hat. „Hoch verdient“ sei der Treffer gewesen, sagte Hütter, „vor allem die Mentalität“ der Spieler habe ihn überzeugt. Frankfurter Torschütze war Nicolai Müller, der den Ball nach einer Ecke von Danny Blum mit dem Kopf über die Linie brachte. Hütter war weit entfernt davon, das Spiel, die Leistungen einzelner Spiele oder das Resultat etwa über zu bewerten. Ein „guter Test gegen einen dynamischen Gegner“ sei es gewesen, mehr nicht. Und mehr habe er von seiner Mannschaft nach den wenigen Trainingstagen und in dieser Zusammensetzung auch nicht erwarten können. Hütter knallhart: „Es wäre weit untertrieben, zu sagen, dass noch ein bisschen was fehlt, es fehlt noch sehr viel.“

Natürlich fehlen vor allem noch ganz viele Spieler. Der Trainer aber sprach auf konditionelle und taktische Mängel nach den wenigen Trainingseinheiten an. Immerhin, erste kleine Trainingserfolge konnte er schon feststellen. „Wir haben Standards geübt und das hat ja ganz gut funktioniert“, sagte er. Blums exakter Eckball hatte den Ausgleich ermöglicht. Der Torschütze Nicolai Müller ist sicher einer der ersten Gewinner der ersten Trainingswoche. In zwei Testspielhalbzeiten hat er schon drei Tore erzielt, zuvor ja zwei beim 7:1 in Offenburg. Der Neue aus Hamburg fühlt sich sichtlich wohl im Kreis der Mannschaft. „Tore fühlen sich immer gut an“, sagt er, „ich habe wieder richtig Spaß, Fußball zu spielen.“

Mit großer Freude ist auch Allan Souza dabei. Der Leihspieler vom FC Liverpool, in den letzten Jahren immer wieder ausgeliehen, zuletzt nach Limassol nach Zypern, spielt nach einer Absprache zwischen Liverpool-Coach Jürgen Klopp und Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic in diesen Tagen beim Training vor und durfte auch gegen Salt Lake mitmachen. „Er ist ein spannender Spieler, hat eine unglaublich gute Technik, gute Übersicht und jede Menge Potenzial“, sagt Hütter.

Der erste Teil des Trainingslagers geht schon am Donnerstag zu Ende, die Frankfurter Equipe reist von Salt Lake City im Bundestaat Utah weiter nach Philadelphia an die Ostküste. Trotz des engen Zeitfensters mit gerademal sieben Übungseinheiten hat Trainer Hütter schon erste Eindrücke von der Mannschaft und den einzelnen Spielern gewonnen. „Ich würde gerne, dass wir das ein oder andere schon umsetzen, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, wie wir Fußball spielen wollen“, fordert der neue Coach, „so soll meine Spielidee reifen.“

Quelle: op-online.de

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