Trainerlob für Serben-Duo

Gacinovic fordert seinen Kumpel Jovic

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Mijat Gacinovic beim Testspiel gegen SV Wehen Wiesbaden

Wiesbaden/Frankfurt - Der letzte Frankfurter Treffer beim 6:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden ist fast untergegangen. Zunächst wurde Timothy Chandler als Schütze genannt, doch es war in Wahrheit Nicolai Müller. Von Peppi Schmitt

So genau hingeschaut hatte kaum einer im Stadion, die Konzentration hatte in dieser 87. Minute Mijat Gacinovic gegolten. Der hatte sich 50 Meter weiter hinten mit Schmerzen im linken Knie auf dem Boden gekrümmt. Das hatte übel ausgesehen, Arzt und Physio waren schon auf den Platz gerannt, bevor der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hatte. Eine schlimme Knieverletzung musste befürchtet werden. Doch dann ging Gacinovic selbst vom Platz, nur ein wenig humpelnd. Und gab später Entwarnung. „Mir ist auch erst der Schreck in die Glieder gefahren“, gab er zu, „aber es ist alles stabil, alles okay.“

Schon am Dienstag will er wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Sein Ausfall wäre für die Eintracht auch besonders bitter gewesen. Denn der flinke Serbe könnte einer der wichtigsten Spieler im System des neuen Trainers werden. Gacinovic sei ein „polyvalenter Spieler“, sagte Hütter, also einer, der auf vielen Positionen einzusetzen ist. „Er ist laufstark und bewegt sich gut zwischen den Linien“, lobte er. Das serbische Duo Gacinovic und Luka Jovic (Hütter: „Er hat uns gut getan“) hatte die Wehener in der zweiten Halbzeit so richtig aufgemischt. Gacinovic traf zweimal, Jovic einmal. Gerade für Jovic war dies erstaunlich, ist er doch nach seinem WM-Urlaub erst am letzten Mittwoch ins Training eingestiegen. „Luka hat eine Wahnsinnsqualität“, sagt Kumpel Gacinovic.

Der erst 23 Jahre alte Gacinovic fühlt sich wie der ältere Bruder des 20 Jahre alten Jovic. Er hilft ihm, er ermahnt ihn, er puscht ihn. „Er ist im Kopf immer noch ein Kind“, sagt Gacinovic mit einem Lachen, „ich bin ja nur ein bisschen älter, aber im Kopf viel älter.“ Soll heißen: Er sei viel reifer, viel professioneller. Jovic stecke noch in einem Entwicklungsprozess. „Aber es wird besser und besser“, sagt der Freund. Klar sei, „dass Luka das Zeug hat in Zukunft bei einem der Top-10-Klubs in Europa zu spielen.“ Daran werde er ihn immer wieder erinnern. „Ich kann aber nur reden, schaffen muss er es“, sagt Gacinovic. Die Eintracht sei für die Entwicklung seines Kumpels der ideale Verein. „Diese Liga und dieses Land sind perfekt für ihn“, sagt er, „weil du in diesem Land arbeiten musst.“ Gacinovic, seit drei Jahren bei der Eintracht, hat das längst verinnerlicht. Sein Ziel für die Saison: „Ich muss ein besserer Spieler werden.“

Quelle: op-online.de

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