Am Sonntag in Frankfurt

Bobic zur Demo für Alex Meier: „Wir respektieren das“

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Alex Meier hat keinen neuen Vertrag bei der Eintracht erhalten.

Frankfurt - Seit bald zwei Wochen ist klar, dass Alexander Meier bei der Frankfurter Eintracht keinen neuen Spielervertrag mehr bekommen wird. Sportvorstand Fredi Bobic hat sich seit der offiziellen Presseerklärung („Veränderung aus sportlichen Gründen“) in der Sache nicht mehr geäußert. Bis jetzt.

Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing versucht die Trennung zu erklären, die er selbst nicht wollte und es so auch gegenüber dem Spieler geäußert hatte. Meier selbst hatte zunächst sein Unverständnis geäußert, will jetzt aber auch nichts mehr sagen. Doch die Fans wollen die Trennung vom verdientesten Spieler des letzten Jahrzehnts nicht einfach so hinnehmen. Für diesen Sonntag ist an der Arena doch tatsächlich eine Demonstration angemeldet und genehmigt unter dem Motto „Demonstration für den Verbleib von Alex Meier bei der SGE.“

Marco Russo, Initiator des Protest-Zugs, betonte, die Demo solle eine "symbolische Wirkung" auf die Club-Bosse haben. Er rechne mit 2000 bis 2500 Teilnehmern. Selbst wenn dies zu optimistisch geschätzt sein sollte, ist eine Demonstration für einen Spieler ein im Profifußball bislang einmaliger Vorgang. Es wird an der Trennung ziemlich sicher nichts ändern, aber es wird noch einmal die Wertschätzung des Spielers Meier und die Einschätzung der Entscheidung des Vereins von der „Straße“ auf der Straße deutlich machen.

Meier hält sich mit konkreten Kommentaren zurück. „Dazu möchte ich nichts sagen“, erklärte er am Donnerstag, „ich habe das auch nur aus den Medien erfahren.“ Er urlaubt in Miami, hat seinen Privattrainer mitgenommen und versucht, sich fit zu halten. „Es muss jetzt mal Ruhe einkehren“, sagt er. Über die Eintracht und Frankfurt informiert er sich täglich. Er liest die Berichte in den Medien, telefoniert mit ehemaligen Kollegen. Und er wartet auf Angebote anderer Clubs, um die sich sein Berater Jürgen Milewski kümmert.

Sportvorstand Bobic hat die Bemühungen der Fans und die Ankündigung der Demo registriert. „Wir leben in einer Demokratie, jeder kann machen, was er möchte“, wird er beim HR zitiert, „wir respektieren das und machen uns auch nicht lustig darüber.“ (ps)

Quelle: op-online.de

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