Hradecky und Meier verabschieden sich

Zwei Eintracht-Stars sagen leise Servus

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Alex Meier und Lukas Hradecky haben sich aus Frankfurt verabschiedet.

Frankfurt - Die Helden sagen leise Servus. Sechs Tage vor dem Trainingsstart der Frankfurter Eintracht am kommenden Montag haben sich zwei Spieler verabschiedet, die in Zukunft nicht mehr dabei sein werden. Von Peppi Schmitt

Kapitän Alexander Meier und Torwart Lukas Hradecky waren noch einmal in der Stadt und sind mit Wehmut gegangen. „Ich bin stolz für diesen Verein gespielt zu haben“, sagte der 28 Jahre alte Hradecky in einem Interview mit Eintracht-TV. Hradecky wechselt zum Liga-Konkurrenten Bayer 04 Leverkusen.

Alex Meier hat nach seinem Miami-Urlaub noch einmal im Fitness-Studio bei seinem Freund Björn Reindl in Neu-Isenburg vorbeigeschaut und ist dann zu seinen Eltern nach Hamburg gefahren. „Nächste Woche komme ich nochmal wieder“, sagt der 35 Jahre alte Profi, „dann geht es ganz zurück nach Hamburg“. Die Wohnung am Frankfurter Mainufer wird Meier vermieten. Nach vierzehn Jahren Eintracht ist er weiter auf der Suche nach einem neuen Verein. „Ich bin fit“, sagt Meier, „mal sehen, was sich noch ergibt.“

Lukas Hradecky hat noch ein paar letzte Formalitäten in Frankfurt erledigt und sich noch einmal mit dem Pokal ablichten lassen. Es sei ein „Privileg“, dass er „Teil der Eintracht-Geschichte“ sein durfte, sagte er, „dafür bin ich sehr dankbar.“ Nach drei Jahren bei der Eintracht habe er für sich entschieden, dass es Zeit für eine neue Herausforderung gewesen sei. Frankfurt und die Eintracht werde er aber nie vergessen. Der finnische Torwart mit slowakischen Wurzeln hat zum Abschied aus vollem Herzen Liebeserklärungen an die Stadt und den Verein abgegeben. „Wer es noch nicht wusste: Frankfurt ist viel mehr als nur der Flughafen“, sagt er, Frankfurt sei einfach eine „tolle Stadt“. Und die Eintracht habe ihm, der 2015 als unbekannter Torwart aus Bröndby gekommen war, die Chance für die Bundesliga gegeben. Hradecky: „Ich bin hier ein besserer Mensch und ein besserer Torwart geworden.“ Gerade deshalb sei er froh, dass er ins Waldstadion zurückkehren könne. „Zumindest einmal als Gegner“, lacht er, „aber ganz bestimmt auch ein paar Mal als Fan.“

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Wie Hradecky tickt, zeigt die Antwort auf die Frage, was ihm denn besonders in Erinnerung geblieben sei vom großen Pokal-Wochenende. Nicht das Spiel in Berlin ist ihm da als erstes eingefallen, sondern der Tag danach, der Empfang in Frankfurt, habe ihm am besten gefallen. „Diese Freude der Menschen war Wahnsinn“, sagt er. Er habe das Interview mit dem vereinseigenen Fernsehen vor allem deshalb geführt, „weil ich mich bei allen persönlich bedanken wollte.“ Hradecky zählte die Mitarbeiter auf, den gesamten Trainerstab, seine Spielerkollegen, „aber auch die Fans und all die Freunde, die ich in der Stadt gefunden habe.“ Sogar bei den Journalisten hat er sich später noch bedankt, „die mich immer fair behandelt haben“.

Selten zuvor hat sich ein Spieler mit so viel Stil verabschiedet wie Hradecky. Aber eigentlich soll es ja kein Abschied sein, „ich sage nur Auf Wiedersehen.“ Für seinen Nachfolger im Frankfurter Tor, Frederik Rönnow, fand er besonders nette Worte. „Er ist ein toller Typ, ein starker Torwart“, sagt Hradecky, „ich bin überzeugt, dass er genauso toll empfangen wird, wie ich, als ich als Nobody hierhergekommen bin.“ Rönnow folgt Hradecky nun schon zum dritten Mal nach, erst bei Esbjerg, dann in Bröndby, jetzt in Frankfurt. „Das ist doch ein gutes Omen“, sagt Hradecky.

Quelle: op-online.de

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